16. Oktober 2020
StarCraft II

Spiel schlittert in Sparmodus: Was macht eigentlich Starcraft II?

Blizzard stellt die Entwicklung von StarCraft II ein. Zukünftig bekommt das Spiel lediglich Fixes und Balancing-Optimierungen für den E-Sport. Was bedeutet das für die Zukunft des Echtzeit-Strategiespiels?

Blizzard hat die Entwicklung von StarCraft II nach zehn Jahren eingestellt. Verkündet hat das US-amerikanische Unternehmen diesen Schritt am Donnerstag in einem Statement. Das bedeutet aber nicht das sofortige Aus – im Gegenteil. Für Wettbewerbe und den professionellen Esport werden weiterhin Updates kommen, um Fixes und Balancing des Echtzeit-Strategiespiels zu gewährleisten.

Pro Tour startet 2020

Jedoch zusätzliche Inhalte wird es für StarCraft II in Zukunft nicht mehr geben. Der Fokus liegt ausschließlich auf dem Esport, der weiterhin mit der ESL und der Global StarCraft II League (GSL) verwirklicht wird.

Die ESL und DreamHack hatten erst im Januar dieses Jahres die Pro Tour in StarCraft II für die kommenden drei Jahre gestartet. Im ersten Jahr sollen Preisgelder von fast zwei Millionen US-Dollar ausgeschüttet werden. Ein Auslaufmodell ist der Esport in Starcraft II also keineswegs, denn die in zehn Jahren  gewachsene Community ist ein sicheres Fundament.

StarCraft ist eines der prägendsten Spiele des Esport-Booms, der sich in den vergangenen zehn Jahren entwickelt hat. Zudem entwickelte sich mit dem Blizzard-Bestseller auch die Streamer-Szene, ehe League of Legends und Dota 2 auf der Überholspur ansetzten.
StarCraft II  und sein Vorgänger StarCraft: Brood War gilt als E-Sport-Königsdisziplin, weil es so unglaublich schwer zu meistern ist.
Video: Die Geschichte des HomeStory Cups
In der Esport-Historie von StarCraft II elektrisierte vor allem die Rivalität zwischen den dominierenden südkoreanischen Spielern und dem Rest der Welt. Erst seit etwa seit 2016 gelang es, die Dominanz von Südkorea teils zu brechen.
Die Abkehr von der Weiterentwicklung von StarCraft II will Blizzard nutzen, um das StarCraft-Universum als Ganzes weiterzuentwickeln. Details dazu verrät der Computerspiele-Entwickler mit Sitz im kalifornischen Irvine jedoch nicht. Spekulationen über einen neuen StarCraft-Teil sind aber nicht neu und die freigewordenen Kapazitäten von StarCraft II könnten diesen Schritt beschleunigen.
Was passiert nach StarCraft II?
Den großen Boom hat StarCraft II zwar hinter sich, aber mindestens bis Ende 2022 bleibt StarCraft II ein fester Teil der professionellen  Esport-Szene. Was danach passiert, ist heute noch reine Spekulation. Vielleicht gibt es weiterhin StarCraft-II-Turniere oder die treuen Fans finden ein neues Zuhause, das ihnen Blizzard oder ein anderer Entwickler bieten kann.

Das Echtzeit-Strategiespiel StarCraft II erschien im Juli 2010 und kann sowohl im Einzel- als auch im Mehrspieler-Modus gespielt werden. Die Trilogie besteht aus Wings of Liberty, Heart of the Swarm und Legacy of the Void und wurde speziell für den Esport entwickelt. Neben dem im Spiel integrierten Ladder-System werden weltweit regelmäßig Turniere veranstaltet, dazu gehören die StarCraft II World Championship Series (WCS) oder Events wie die DreamHack und die Intel Extreme Masters.

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Foto: Blizzard
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