CS:GO Cheater im Kommentar
11. Oktober 2020
CS:GO

Kommentar – Die CS:GO-Welt muss ihre Cheatingstrafen überdenken!

Die CS:GO-Welt hat einen neuen Cheating-Skandal. Coaches haben einen Spectator-Bug ausgenutzt. Die Strafen wurden schon ausgesprochen. Ein Kommentar.

Aufruhr in der Welt von Counter-Strike: Global Offensive.

Drei Coaches wurden gesperrt. Sie nutzten einen Bug, bei dem sie sich als Zuschauer im Match an einen Spot der Map setzen und so Infos an das Team weitergeben konnten.

Sperren gab es für dead (mibr – sechs Monate Sperre für ESL- und DH-Events), MechanoGun (HardLegion – 24 Monate) und ESL One-Cologne-Sieger HUNDEN (Heroic – zwölf Monate). Bei den betroffenen Matches ging es um die ESL Road to Rio und die DreamHack Masters Spring.

Dabei mögen die Sperren für manche hart klingen. Zumal im Falle von mibr nur ein Spiel in die Verurteilung einfloss (Rush B hat aber noch weitere entdeckt).

Der Coach selber argumentierte bereits dagegen und erklärte, dass er den Bug nicht ausnutzte, keine Informationen weitergab und direkt danach das Spiel neustartete. Dabei ist mibr selber nicht wirklich zimperlich, wenn das Team gegenüber einen Cheater vermutet.

Im Falle von HardLegion rücken nun die Spieler mit ins Licht, da auch ein zweiter Coach schon aufgefallen ist. Das Team schlug unter anderem Na’Vi rund um Superstar s1mple. Dabei ist es fast unmöglich herauszufinden, ob die Gamer den Bug wissentlich ausgenutzt oder forciert haben und somit auch schuldig wären wie ihre Coaches.

Wenn man sich andere Sperren anguckt, wirken die temporären Banns fast ein wenig lachhaft. Der finnische Youngster Jampii ist für offizielle Turniere von Entwickler Valve lebenslang gesperrt. Bei seinem Cheatvergehen war er 14 Jahre alt. Er klagte zudem dagegen, da jemand anderes seinen Account genutzt haben soll.

Im Falle der Matchfixer von iBUYPOWER, bei denen 2017 die Sperre für ESL-Events fiel, ist es das gleiche Schicksal. Auch sie können keine Majors mehr spielen. Mit steel verließ nun auch der letzte Verbliebene die CS:GO-Szene in Richtung VALORANT.

Beim Coaching-Bug hält sich Valve zunächst bedeckt, die ESL gab alle Infos weiter. Laut einem Statement von Heroic will der Entwickler zunächst auch keine Konsequenzen ziehen.

Das ist der falsche Weg. Das Ausnutzen des Coaching-Bugs ist kein Kavaliersdelikt gewesen. Bei der Road to Rio ging es um Punkte für das Major und eine Menge Preisgeld.

Valve sollte dort durchgreifen, gerade mit Blick auf die bisherige Linie bei bekannten Cheatervorfällen. Mit Jampii oder auch brax/swag wurde zwei Spielern die Karriere verbaut – wegen Fehlern, bei denen sie minderjährig waren.

Die ESL führt hingegen eine lockere Bann-Politik und will Gamern die Rehabilitierung ermöglichen. Das erklärt die Urteile für Bug-Abuser.

Aber darüber hinaus herrscht ein Ungleichgewicht. Valve sollte sich der Politik der ESL anschließen und alte Cheatsperren anpassen und erst beim Wiederholungsfall dauerhaft bannen.

Und viel wichtiger ist die Übernahme der Urteile im Coaching-Bug-Fall.

Denn sonst sendet der Entwickler das falsche Signal: Dass eben nicht jeder Cheatvorfall wirklich schlimm ist.

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