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Meinung: Kann Blizzard noch neue Spiele?

Blizzard scheint in letzter Zeit nur noch Neuaufbereitungen von alten Spielen zu entwickeln. Können die Entwickler einfach nichts mehr Neues?

Vom 19. bis zum 20. Februar fand wieder einmal die BlizzCon statt. Wie immer zeigt Blizzard auf dieser Messe ihre neuesten Spiele der kommenden Jahre. Allerdings muss man, bei genauerer Betrachtung feststellen, dass der Großteil der Ankündigungen nur aus Neuauflagen und Ideen von älteren Titeln besteht. Wobei sich eine Frage stellt: Wo bleiben Kreativität und Neuheiten?

BlizzConline

Die BlizzConline war die Antwort von Blizzard darauf, wie man mit einem Event umgeht, bei denen sich keine Massen versammeln dürfen. Während es hierbei an dem gewohnten Spektakel fehlte, wurde man von einem aufrichtigen Versuch überrascht, dieselbe Magie einzufangen wie sonst auch. Es fand eine breite Masse von Ankündigungen statt: Das erste neue Update der neuen World of Warcraft Erweiterung Shadowlands bahnt sich an, daneben kommt auch Burning Crusade auf die Classic Server. Weiter wurde auch ein Blick hinter die Kulissen von Overwatch 2 geworfen. Der Rest der Show behandelte Updates von Hearthstone und Diablo, sowie auch weiteren Zugängen zum eigenen Blizzard Gear Store.

Alte Inhalte, neu veröffentlicht

Was genau hat es mit dem Recycling von alten Spielen auf sich? Viele Fans sind natürlich außer sich vor Freude. Niemand beschwert sich darüber, seine Spiele aus der Kindheit neu zu erleben. Beispielsweise mit der Hilfe von WoW Classic. Trotzdem bleibt einem der Gedanke, ob bei Blizzard nicht die Ideen ausgehen. Man kann das auch von Overwatch behaupten. Anstatt etwas völlig Neues, bekommen die Fans eine zweite Version des ersten Teils. Hierbei ist die Basis des Spiels gleich, wobei auch der Inhalt zu großen Teilen wiederverwendet wird, weshalb es sich auch ein wenig so anfühlt, als ob Blizzard einem das Geld aus der Tasche ziehen möchte.

Weiter sollte man nicht vergessen, dass das Veröffentlichen einer Neuauflage oder eines alten Spiels, keinen zwingenden Erfolg mit sich trägt. Man muss hierbei nur auf das unbeliebte Warcraft III: Reforged schauen, welches einen absoluten Fehlstart zur Veröffentlichung hinlegte. Voller Bugs und ausgelassenen Inhalten, zeigte sich hierbei eine fehlende Qualitätskontrolle seitens Blizzard, welche auch bis heute noch erkennbar ist. Dies half vor allem langjährigen Blizzard-Fans nicht, die schon lange das Gefühl hatten, dass das Unternehmen weniger Aufwand in ihre Arbeit steckt.

Was ist mit den Fans?

Durch die Fehler von Blizzard und ihren anhaltenden Problemen, sinkt die Anzahl ihrer Fans. Die Konsumenten zeigen immer stärkere Anzeichen ihres Unmutes, wenn es das Unternehmen betrifft. Deutlich zu sehen war dies auch als Mike Morhaime seine damalige Position bei Blizzard verließ. Während er ein halbes Jahr in einer beratenden Funktion blieb und weiterhin die alten Werte verkörperte, hatten viele Fans das Gefühl, dass zu wenig, zu spät unternommen wurde. Nach seinem Abschied vom Unternehmen, fühlte es sich endgültig danach an, dass Activision nun die Steuerung bei Blizzard übernommen hat.

Statt einer Partnerschaft mit Activision, indem beide Unternehmen zur gleichen Hälfte zusammenarbeiten, fühlt es sich eher so an, als wäre Blizzard nur eine Tochterfirma. Und dies scheint Activision auch bis zum letzten Tropfen ausnutzen zu wollen, bis nahezu nichts mehr vom alten Unternehmen übrig bleibt. Die Seele des ursprünglichen Blizzards scheint schon lange das Gebäude verlassen zu haben und auf die Spieler hört auch keiner mehr. Fans auf Reddit sind erschöpft, wenn es um Blizzard und deren ständige Ignoranz gegenüber den Wünschen der langjährigen Fans geht.

Die Zukunft von Blizzard

Es ist wichtig zu wissen wohin das Ganze führen wird. Alte Inhalte sind irgendwann aufgebraucht und die Kreativität kann nicht auf dem jetzigen Level bleiben. Blizzard muss auch anfangen ihre Beziehung mit den Fans zu verbessern. Wenn man den geschätzten Abonnementzahlen der World of Warcraft Server glauben kann, müssen drastische Änderungen vorgenommen werden selbst wenn man das Wachstum durch die neuen, pandemiebedingten Benutzer mit einberechnet. Blizzard kann nicht auf Dauer mit alten Inhalten sich über Wasser halten. Neuheiten müssen für frischen Wind im Unternehmen sorgen, um auch letztendlich die Fans zufrieden zu stellen. Ansonsten wird Blizzard nur noch ein Schatten seiner selbst bleiben, der den Anschluss an die Zukunft verpasst hat.

Die Kraft das alles zu ändern, liegt beim CEO Bobby Kotick. Noch ist die Frage offen, ob er sich auf die Seite des Profits, oder der Kreativität stellt. Doch wenn man sich die derzeitige Zielrichtung ansieht, auf der sich Blizzard befindet, muss man leider von der Seite des Profits ausgehen.  So könnte sich die Situation in weiteren zehn Jahren, wenn nicht schon früher, verschlechtern. Ob es wirklich so kommt, kann nur die Zeit zeigen.

Was haltet ihr von der Richtung in die sich Blizzard in den letzten Jahren entwickelt hat? Diskutiert mit uns gerne auf unseren Socials und auf Discord!

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Bildquelle: Blizzard Entertainment

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