30. Januar 2019
League of Legends

League of Legends: So funktioniert das neue Ranglisten-System

Wer seine Fähigkeiten in League of Legends mit anderen vergleichen möchte, spielt in der Regel Ranglistenspiele, sogenannte Ranked Matches. Publisher Riot Games hat das Ranked-System für dieses Jahr überarbeitet. eSports.com zeigt, was sich in der neuen Saison für LoL-Spieler ändert.

Weniger Frust zum Start

Bevor die eigentliche Ranked-Saison für einen Spieler beginnt, muss dieser erst seine Placement Matches abschließen. Diese Spiele entscheiden darüber, auf welchem Rang er in die Saison startet.

In den vergangenen Jahren mussten LoL-Spieler während ihrer Placement Matches noch zittern, denn erst nach dem letzten Spiel war sichtbar, welchen Rang sie sich erspielt hatten.

Im neuen Ranked-System hat sich das geändert: Um Frust und Unsicherheit zu reduzieren, sieht der Spieler nun bereits nach dem allerersten Ranglistenspiel, auf welchem Rang er sich zum diesem Zeitpunkt befindet.

In den anschließenden 10 Placement Matches können Spieler ihre Position neuerdings nur noch verbessern. Das Ganze soll verhindern, dass Spieler sich frühzeitig von Ranked Matches abwenden, wenn es nicht gut laufen sollte.

Neue Ligen, weniger Divisionen

Der Rang, den ein Spieler belegt, besteht immer aus einer Klasse und einer Division. Zusätzlich zu den bereits länger im Spiel vorhandenen Klassen Bronze, Silber, Gold, Platin, Diamant, Master und Challenger kommen in der neuen Ranked-Saison auch noch Eisen (unter Bronze) und Grandmaster (zwischen Master und Challenger) hinzu.

Mithilfe der neuen Eisen-Klasse soll neuen Spielern der Einstieg in das Ranked-System erleichtert werden. Durch die Einführung der Grandmaster-Klasse gibt es außerdem eine weitere Unterteilung bei den besten LoL-Spielern, die dabei hilft, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Der Großteil der Klassen war in den Vorjahren noch in jeweils fünf Divisionen unterteilt, in diesem Jahr sind es nur noch vier. Auch hier geht Entwickler Riot Games mit psychologischen Überlegungen an die Sache heran: Wenn Spieler schneller in eine neue Klasse aufsteigen, haben sie eher das Gefühl, wirklich Fortschritte und Erfolge zu erzielen.

Ranked-Saison besteht aus drei Teilen

Statt einer ganzheitlichen Saison wird das Ranked-System 2019 zudem in drei Splits unterteilt. Nach jedem Split erhalten Spieler Belohnungen, die sich an den eigenen Leistungen im jeweiligen Split orientieren.

Auch hier steht natürlich die Langzeit-Motivation im Vordergrund: In der Vergangenheit hörten viele Spieler auf, Ranked Matches zu bestreiten, nachdem sie ihr persönliches Ziel erreicht hatten oder die Motivation sie verließ.

Spieler erhalten die neuen Belohnungen nur, wenn sie im jeweiligen Split aktiv gespielt haben. Damit soll der Verlust der Motivation zukünftig verhindert werden.

Position-Rankeds: Neues System im Test

Die größte änderung am Ranked-System von League of Legends ist in Europa aber noch nicht angekommen: Die Position-Rankeds werden zunächst in Nordamerika und Südkorea getestet, um das Feedback der dortigen Spieler zu sammeln und darauf einzugehen.

Position-Ranked bedeutet, dass Spieler nicht länger einen einzigen Rang für ihre Leistungen zugewiesen bekommen, sondern je einen Rang für die fünf verschiedenen Positionen, die man im Spiel ausfüllen kann (Top, Jungle, Mid, Bot und Support).

Der Grundgedanke dabei ist, dass für die verschiedenen Positionen andere Fähigkeiten benötigt werden. Diese sollen deswegen auch voneinander getrennt betrachtet und beurteilt werden. Publisher Riot Games möchte Spieler dazu ermutigen, neue Positionen auszuprobieren, ohne dabei gleich auf erfahrene Gegenspieler zu stoßen und dadurch ihren Gesamtrang zu gefährden.

Wann die Position-Rankeds auch in Europa ins Spiel integriert werden, ist noch unklar: Riot Games hat bisher kein Datum dafür genannt.

Bildquelle: Riot Games

 

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