14. April 2019
League of Legends

League of Legends: G2 zerstört Origen im Finale der LEC

Das Finale der Frühlingssaison der LEC, der Königsklasse des europäischen League of Legends, wurde am Sonntag ausgespielt. Origen konnte sich am Vortag mit 3:1 gegen Fnatic durchsetzen und bekam somit die Chance, sich im großen Finale gegen G2 Esports zu revanchieren. Der Favorit bot den Zuschauern aber League of Legends auf einem extrem hohen Niveau und schnappte sich am Ende den Titel.

G2 von Anfang an dominant

Das erste Spiel der Best-of-5 Serie begann noch ausgeglichen. Origen konnte gegen die starke Botlane-Kombination von G2, Sona und Taric, gegenhalten und über Erlend “Nukeduck” Holms Ryze im frühen Spiel sogar einige Kills holen. Trotzdem gab man G2 zu viel Zeit und Freiraum den Plan auszuspielen. In der 28. Minute wurde Origens Patrik “Patrik” Jiru unglücklich getötet und G2 konnte Baron Nashor fokussieren.

Nachdem G2 mit dem Baron-Buff den ersten Inhibitor holen konnte, kam es zum letzten Kampf auf der unteren Seite der Karte. Diesen gewann das Team mit Leichtigkeit. Eine Dreifachtötung für Toplaner Martin “Wunder” Hansen besiegelte das Schicksal von Origen und brachte G2 den ersten Sieg nach 31 Minuten.

Coach GrabbZ greift in die Trickkiste

Für das zweite Spiel hatte sich G2-Coach Fabian “GrabbZ” Lohmann etwas ganz Spezielles ausgedacht: Im Wissen, dass Origen dieses Mal die starke Botlane-Kombination haben würde, ließ er sein Team eine Taktik der letzten Saison spielen. Saison-MVP Rasmus “Caps” Winther ging dafür mit Jungler Marcin “Jankos” Jankowski auf die Botlane. Sie überließen Luka “Perkz” Perković viel Gold über die Mitte und den Jungle. Perkz wurde dadurch extrem stark und konnte sich schon früh Kills sichern. Origen war mit diesem Spielstil vollkommen überfordert.

Das restliche Team von G2 fand ebenfalls gut ins Spiel und konnte seine Taktik perfekt ausspielen. Schon in der 20. Minute wurde so der Baron-Buff gesichert und man war nach einem knappen Kampf nicht nur 13 Kills, sondern auch fast 10.000 Gold vorne.

Nach diesem Fight ging die Dominanz von G2 ungebremst weiter. Das Team konnte das Spiel in nur 25 Minuten beenden und ließ mit 23 zu 7 Kills ein vollkommen überfordertes Origen zurück.

Das kürzeste Spiel der LEC

Mit dem dritten Spiel machte der Tabellenführer die Demütigung dann perfekt: G2 hatte auf alles eine Antwort. Nachdem der erste Kill an den Underdog gegangen war, marschierte G2 noch dominanter als in den ersten beiden Spielen über den Gegner hinweg. Nach nur 16 Minuten wurden mit dem Rift-Herald ein Inhibitor und der erste Nexus-Turm zerstört.

Ein Ablenkungsmanöver von Toplaner Wunder wurde danach gnadenlos ausgenutzt. G2 beendete das Spiel in nur 18 Minuten und 31 Sekunden. Das letzte Game der Serie war gleichzeitig das neue kürzeste Spiel aller Zeiten in Europas Königsklasse.

Ein Finale der Superlative

G2 ist der verdiente Gewinner des Finales in Rotterdam und damit der Sieger der ersten Frühlings-Saison der neu aufgesetzten LEC. Das Team hat an diesem Abend aber noch mehr Rekorde gebrochen und Geschichte geschrieben: Jungler Jankos durfte das erste Mal in seinen sechs aktiven Jahren in der LoL-Königsklasse eine Trophäe in die Höhe strecken und Caps gewann die europäische Saison als erster Spieler mit einem zweiten Team.

Blick auf das MSI

Das Roster von G2 sieht nach dieser dominanten Serie in einer sehr guten Form aus. Wie sich das Team international schlägt, wird sich beim Mid-Season Invitational in Vietnam und Taiwan im Mai zeigen. Dort tritt G2 gegen die besten Teams der anderen regionalen Ligen an. Bereits qualifiziert sind unter anderem das nordamerikanische Team Liquid und SK Telecom T1, das Team von League of Legends-Star Lee “Faker” Sang-hyeok.

Bildquelle: Riot Games

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