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17. April 2020
Valorant

Was würde CS:GO nur ohne VALORANT tun?

Rekordzahlen in den Steam Charts, hunderttausende Zuschauer auf Twitch auch ohne Major. Für CS:GO läuft es besser denn je. Was kann da die Stimmung trüben? Ein Kommentar.

Auf dem Shootermarkt macht sich Anspannung breit: Während die Spielerzahlen bei Counter-Strike und Rainbow Six auf Rekordniveau liegen, bahnt sich mittlerweile ein neues Stück Software seinen Weg in die Schlagzeilen: VALORANT.

Während Shooterfans in den letzten Jahren bei dem Namen Riot eher keine Reaktionen zeigten, rüttelt der League of Legends-Entwickler seit Anfang des Jahres die etwas steif gewordene Community ordentlich wach.

Die richtige Strategie und ein bisschen Glück

Seit den ersten Leaks zu “Project A”, dem damaligen Decknamen von VALORANT, sind nach und nach mehr Informationen ans Licht gekommen. Es sollte ein Taktikshooter werden. Eine Mischung aus Counter-Strike und Overwatch, die beide Communities vereint.

Durch die Knappheit und langsame Veröffentlichung weiterer Informationen waren viele Spieler extrem neugierig auf den Titel. Die Perfektionierung dieser Marketingstrategie gipfelte kürzlich dann in der closed Beta, für die Zuschauer von Partnerstreams auf Twitch Zugänge erhalten können.

Was ist anders als bei der Konkurrenz?

Doch nicht nur der Hype an sich macht das Spiel zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für CS:GO. Viele Spieler des Valve-Shooters sind bereits seit Jahren und Jahrzehnten dabei. Was braucht man, um die Spieler für eine so lange Zeit bei Stange zu halten? Gutes Gameplay mit hohem Skillceiling ist die eine Sache, doch irgendwann ist auch Abwechslung nötig.

Und genau da trifft VALORANT bei der Hardcore-Community einen Nerv: Für Counter-Strike gab es eine gute Zeit lang fast gar keine Updates, Wünsche der Community wurden nicht oder erst in jüngster Zeit erfüllt. Doch ohne Updates bietet CS:GO kein großes Potential für Abwechslung. Das Gameplay ändert sich nicht und auch bei sieben Karten kennt man irgendwann die letzten Winkel auswendig.

Das sieht beim neuen Shooter von Riot anders aus. Die vielen verschiedenen Agenten allein sorgen bereits für eine Meta, die sich häufig ändern kann und die Spieler so zum erlernen neuer Fähigkeiten bringen. Das könnte bereits reichen, um Spieler für viele hundert Stunden zu binden. Und der aktuelle Spielinhalt spiegelt wohl bei weitem nicht das fertige Spiel wider.

Esport-ready?

Einer der Faktoren für den Langzeiterfolg des Spiels wird auch das Interesse der Community an Esport-Turnieren und der Profiszene sein. Während Valve seit Jahren immer wieder viel Kritik für das Major-System einstecken muss, probiert sich Riot in VALORANT neu aus und will auf dem Feedback der Community und Organisationen aufbauen.

Hier könnte auch Franchising eine große Rolle spielen. Das Modell setzt sich im Esport immer weiter durch und ist seit Flashpoint auch in CS:GO angekommen. Die größten Turniere scheinen bis dato allerdings keine Anstalten zu machen, das System zu übernehmen.

Riot hat in der Vergangenheit schon häufig gute Erfahrungen damit gemacht. Zuletzt wurde auch in der LCK angekündigt, dass das Franchising-Modell übernommen wird. Es ist also stark davon auszugehen, dass der Entwickler in VALORANT eine ähnliche Route fahren wird.

Die Hoffnung für die Zukunft

Ein neuer Titel auf dem Markt kann allerdings auch für beide Titel Vorteile bringen. Viele CS:GO-Spieler sind sich sicher, dass der neueste Waffenpatch  und die Implementierung neuer Maps im Spiel als Antwort auf die closed Beta von VALORANT zu verstehen waren. Valve muss sich wieder anstrengen, um die Community an Bord zu halten.

Durch den comicartigen Grafikstil zieht VALORANT außerdem auch neue Spieler an Land. Diese sind anders als in Counter-Strike wahrscheinlich nicht direkt durch die viel besseren Gegenspieler abgeschreckt. Riots Shooter ist für alle neu, und auch das ist ein Vorteil, denn jeder muss das Spiel erst noch lernen.

Somit wächst mit dem neuen Titel auch die gesamte Esport-Szene. Das kann auf lange Sicht gut für den gesamten Markt und somit auch für Counter-Strike sein. Wer sich jetzt für VALORANT interessiert, wird zwangsläufig auch irgendwann auf CS:GO treffen. Das Potential für beide Communities zu wachsen, ist gigantisch.

Spielt ihr VALORANT oder bleibt ihr bei Counter-Strike? Was erhofft ihr euch für die Zukunft der beiden Spiele? Sagt es uns auf Social Media!

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