30. Januar 2019
FIFA

Weniger FIFA-Frust: Nimmt EA die Community endlich ernst?

Der FIFA-eSport steht regelmäßig in der Kritik: Der Fußballsimulation fehlen grundlegende Features wie zum Beispiel ein Zuschauermodus, zudem investieren Profis jährlich mehrere tausend Euro, um überhaupt ganz oben mithalten zu können. Nun scheint EA Sports allerdings zu reagieren. Für Fans gibt es Hoffnung am FIFA-eSport-Himmel.

Jedes Mal, wenn EA einen neuen Patch für seine Fußballsimulation FIFA veröffentlicht hat, war für viele Spieler, auch Profis, erst einmal Rätselraten und Ausprobieren angesagt. Die Formulierung “Anpassungen der Torwartreaktionen in bestimmten Situationen” ist nur eines von vielen Beispielen dafür, wie der Entwickler derartige änderungen in der Vergangenheit kommuniziert hat – ungenau und unverständlich. Bei vielen Profis führte das immer wieder zu Kopfschütteln, da in anderen eSport-Titeln wie League of Legends und Counter-Strike Updates bis ins kleinste Detail ausgeführt werden.

EA lernt dazu

Nun macht EA der Community aber Hoffnung: Mit dem neuesten Patch in FIFA 19, dem “Title Update 7”, schreibt der Entwickler zwar beispielsweise “Wir haben die Abschlusstiming-Schüsse und Effetschüsse in vielfacher Hinsicht angepasst und Probleme behoben.” Allerdings gehen die Verantwortlichen wenige Absätze später genauer auf die änderungen ein und stellen in einer Grafik dar, wie sich Abschlüsse in der Vergangenheit verhalten haben und wie es nach dem Patch aussehen soll.

Vor allem für Profis ist das ein gewaltiger Schritt nach vorne: Für sie ist die Auswirkung der änderungen verständlicher und einfacher nachzuvollziehen. EA scheint langsam aus der Vergangenheit und Kritik der Szene zu lernen, denn generell entwickelt sich der FIFA-eSport langsam zum Positiven. Mit Corey Andress bekam EA beispielsweise im Dezember 2017 ein Gesicht. Der Kanadier ist Community Manager bei dem US-amerikanischen Unternehmen und informiert die Spielerschaft auf seinem Twitter-Kanal über Neuigkeiten sowie änderungen an der Fußballsimulation. Spieler können ihm außerdem Fragen stellen, die Andress regelmäßig beantwortet.

Mit diesen änderungen scheint zumindest in Sachen Kommunikation ein erster Schritt getan. Trotzdem hat EA noch einen langen Weg im FIFA-eSport vor sich. Auf einen Zuschauermodus warten Fans beispielsweise noch immer vergeblich.

Bildquelle: EA SPORTS

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