14. June 2019
League of Legends

Wegen Diskriminierung: Kalifornien ermittelt gegen Riot Games

Im August 2018 sprachen ehemalige und derzeitigte Mitarbeiterinnen erstmals öffentlich über sexuelle Belästigungen und Diskriminierung bei Riot Games. Als Folge ermittelt nun der kalifornische Staat gegen den League of Legends-Entwickler.

Das California Department of Fair Employment and Housing (zu Deutsch: Kalifornisches Ministerium für faire Arbeit und Wohnen) ist Teil des kalifornischen Staates und hat unter anderem den Auftrag, die Bürger Kaliforniens vor Diskriminierung und Hassverbrechen zu schützen. Nun ermittelt das DFEH gegen Riot Games. Das Ministerium vermutet, dass Frauen nicht fair bezahlt werden – was nach kalifornischem Gesetz illegal wäre. In einer Pressemitteilung erklärte das DFEH, dass man Riot Games rechtlich dazu zwingen wolle, Daten bezüglich der Mitarbeiter-Gehälter offen zu legen. Damit soll festgestellt werden, ob Frauen gleich bezahlt werden wie ihre männlichen Kollegen. Der Entwickler wollte die Daten laut des Ministeriums nicht freiwillig herausgeben, weswegen das DFEH nun weitere Schritte einleitet.

Riot Games droht Geldstrafe

Gegen Riot Games wird aber nicht nur wegen unfairen Gehältern ermittelt. Das Ministerium ermittelt auch wegen “sexueller Übergriffe, sexueller Gewalt, Vergeltung sowie geschlechtlicher Diskriminierung bei Beförderungen”. Als Konsequenz könnte dem US-amerikanischen Unternehmen eine hohe Geldstrafe drohen. So musste ein in Los Angeles ansässiges Automobil-Unternehmen erst im Mai 6,2 Millionen US-Dollar aufgrund von Diskriminierung gegen Frauen zahlen. 

Bildquelle: Riot Games

Related