16. October 2019
League of Legends

Tactical Thoughts: Warum TFT-Mobile für viele Spieler ein Segen ist

Riot Games kündigt League of Legends und Teamfight Tactics für das Smartphone an. Während die westliche Community sich über LoL Mobile nur bedingt freut, ist TFT als mobile Version ein echter Segen.

Zur Feier des zehnjährigen Jubiläums von League of Legends hat Riot Games eine mobile Version des Auto-Battle-Spielmodus Teamfight Tactics angekündigt. Bald können wir also auch auf dem Handy taktieren. Viele TFT-Spieler freuen sich darüber, doch warum eigentlich?

Ob mit der Maus oder am Touchscreen: TFT funktioniert

Normalerweise rufen Mobile-Ports eines Spiels kaum Euphorie bei der hiesigen Community hervor. Immerhin sind Smartphone-Mobas wie “Mobile Legends: Bang Bang” hauptsächlich im asiatischen Raum beliebt. In Europa finden sie aber in der Regel wenig Anklang. Dementsprechend ist League of Legends für das Handy nicht gerade das, wonach sich die meisten Spieler hierzulande gesehnt haben. Wieso sollte das bei TFT anders sein?

Die Antwort ist ganz einfach: TFT lässt sich nahtlos auf das Smartphone portieren. Es muss nichts an der Steuerung oder am Spielprinzip geändert werden, damit Teamfight Tactics auf dem Handy funktioniert. Immerhin spielt man das Spiel abgesehen von einzelnen Tastatur-Shortcuts nur mit der Maus, die man auch einfach durch ein Touchpad ersetzen kann, ohne die Steuerung umbauen und in die typischen mobilen Beschränkungen pressen zu müssen, wie es bei der LoL-Smartphone-Version “League of Legends: Wild Rift” der Fall ist.

Aus diesem Grund müsste man auch keinen eigenen Mobile-Server für das Spiel schaffen, denn Handyspieler haben höchstwahrscheinlich keine Vor- oder Nachteile gegenüber PC-Spielern und können daher auch gegen sie antreten. Auch für Riot Games ist es ein Schachzug, der sich wahrscheinlich rentieren wird. Denn auf dem Handy oder Tablet muss man anders als am PC nicht League of Legends herunterladen, um zu spielen. Das wird mehr TFT-Interessierte anlocken, die von LoL abgeschreckt wurden.

Ideal für unterwegs

Mit diesem Vorteil im Hinterkopf kann man als TFT-Fan den “es ist doch nur ein Mobile-Game”-Gedanken streichen und sich auf die Vorteile der Smartphone-Version konzentrieren: Man kann unterwegs spielen, sei es auf Reisen, in der Uni oder in der Mittagspause. Außerdem können Spieler am Smartphone oder Tablet auch im Bett oder auf der Couch entspannt TFT spielen, der Rechner müsste dafür nicht mehr bemüht werden.

Für viele Spieler dürfte das Ganze daher die Möglichkeit eröffnen, mehr TFT-Runden am Tag absolvieren zu können und so auf dem aktuellen Stand zu bleiben, was die besten Strategien angeht.

Der einzige Nachteil, den der LoL-Spielmodus auf dem Handy mit sich bringt, ist die Länge eines TFT-Spiels. Das läuft gerne mal länger als eine halbe Stunde. Abbrechen will man vor allem ein Ranglisten-Match auf keinen Fall. Deshalb wird die Zeit, die Spielern unterwegs zur Verfügung steht, ein wesentlicher Faktor für die Mobile-Version sein.

Wenn man diese Zeit hat, ist TFT-Mobile aber wahrlich ein Segen. Wenn bald Set 2 erscheint , das Riot Games fast beiläufig angekündigt hat, können Spieler endlich auch unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet die neuen Einheiten und Taktiken kennenlernen.

Bildquelle: Riot Games
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