15. October 2019
ESPORTS

Schwacher Auftritt von Europa und Nordamerika bei den LoL-Worlds

Nach vier Tagen bei der League of Legends World Championship geraten die europäischen und nordamerikanischen Teams langsam unter Zugzwang. Nur Europas Primus G2 Esports konnte an Tag vier einen Sieg verbuchen. Die asiatischen Teams dominieren derzeit die Gruppen.

Zu Beginn des Tages trafen im ersten Spiel die europäische Mannschaft von Fnatic und das chinesische Team von Royal Never Give Up aufeinander. Der Sieger dieses Spiels steht nach den ersten drei Spielen in aussichtsreicher Position. Der europäische Fanliebling konnte an diesem Tag allerdings nicht mithalten und muss die kommenden Spiele unbedingt gewinnen. Am späten Mittag kam Fnatic nur sehr schlecht in die Partie und wurde vom chinesischen Starspieler Jian “Uzi” Zi-Hao im Alleingang besiegt.

Rekordweltmeister führt Underdog vor

Im zweiten Spiel des Tages traf das koreanische Team SK Telecom T1 auf den krassen Außenseiter Clutch Gaming. Die Rollen waren vor dem Spiel klar verteilt und dementsprechend verlief das Match auch. Das koreanische Superteam hatte von Beginn an kein Problem damit, die Nordamerikaner auszuspielen. Damit ist der Rekordweltmeister in Gruppe C weiterhin ungeschlagen. Besonders bitter war der Tag für Clutch-Spieler Heo “Huni” Seung-hoon. Dieser spielte früher beim Gegner und erwischte am Dienstag einen rabenschwarzen Tag. Der Top-Laner konnte sich an keiner Aktion beteiligen und wurde sechsmal vom Gegner eliminiert.

Chinesischer Meister dreht auf

Im dritten Spiel des Tages zeigte sich der chinesische Meister FunPlus Phoenix nach zuletzt schlechten Spielen in Topform. Gegen das vietnamesische Team GAM Esports zeigten die Chinesen ihre erwartete Stärke und beendeten das Spiel bereits nach 23 Minuten souverän. Zu keiner Sekunde lies der Favorit einen Zweifel an diesem Sieg aufkommen und beendet zunächst die Zweifel am Team. Nach einer Überraschungsniederlage und einem sehr wackligen Sieg war FunPlus Phoenix bereits als Flop eingestuft worden, doch scheinbar dreht das Team auf.

Europäischer Vertreter hat Probleme in vermeintlich einfacher Gruppe

Das erste Abendspiel zwischen Europas Splyce und Taiwans J Team hätte auf dem Papier eine Pflichtaufgabe für die Europäer sein sollen. Nach einem langsamen Spielbeginn schaffte es aber der vermeintliche Außenseiter schneller, die Chancen auszunutzen. Splyce kam kaum zu nennenswerten Aktionen und wurde nach und nach schwächer. Am Ende war der Sieg des J Teams nicht mehr aufzuhalten. Das Team aus Taiwan ist dank dieses Sieges in bester Ausgangssituation für die kommenden Rückspiele.

Nordamerikaner tun sich weiterhin schwer

Für die Spieler von Cloud9 war es ein gebrauchter Tag. Im Spiel um Tabellenplatz zwei konnten die Nordamerikaner nur schwer mit dem koreanischen Team Griffin mithalten und verloren Stück für Stück mehr von ihrer Basis. Insgesamt war die Begegnung eine sehr vorsichtige und langsame, was den Koreanern in die Karten spielte. Nach über 40 Minuten schaffte es Griffin, das Spiel an sich zu nehmen und zu beenden. Das Rückspiel müssen die Nordamerikaner auf jeden Fall gewinnen, um nicht bereits in der Gruppenphase auszuscheiden.

Europas Titelfavorit wackelt, aber fällt nicht

Im letzten Spiel des Tages konnte G2 Esports den einzigen Sieg des Westens an diesem Tag ergattern. Nachdem das Team zuvor alle Spiele mit Leichtigkeit gewonnen hatte, tat sich der Titelfavorit in diesem Duell allerdings schwer. Gerade im frühen Spielabschnitt war G2 zu aggressiv und unkontrolliert auf der Karte unterwegs. Im Laufe des Spiels konnten die Europäer sich aber fangen und auch dieses Duell gewinnen. Trotzdem war das Spiel das schwächste von G2 Esports bisher und lässt viel Raum für Verbesserungen.

Bildquelle: Riot Games
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