16. Oktober 2019
League of Legends

Von LoL-Manager bis Shooter: Riot Games mit Feuerwerk an Ankündigungen

Der Entwickler Riot Games hat das zehnjährige Jubiläum von League of Legends gefeiert – und das mit einer Zuckertüte voller Überraschungen für die Fans. Im Livestream wurden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch die neuesten Projekte angekündigt.

Ein Special jagte das nächste im Livestream von Riot: Fighting Games, Kartenspiele, Shooter, Manager – alles wird abgedeckt. Der Entwickler geht komplett neue Wege und rückt in weitere eSports Genres vor. Einige Titel stehen erst am Anfang ihrer Entwicklungsphase und liefern noch nicht allzu viel Einsicht und Informationen. Doch die bisher gezeigten Szenen sind bereits vielversprechend.

League of Legends an jedem Ort

Der Auto-Battler Teamfight Tactics, kurz TFT, wurde im Juli dieses Jahres veröffentlicht und feierte sofort Erfolge. Über 33 Millionen Spieler bekämpfen sich jeden Monat auf dem Schachbrett-Schlachtfeld. Wie das Hauptspiel League of Legends war der Titel jedoch bislang nur auf dem PC verfügbar. Nun können sie ihren Kampf jederzeit und überall führen: TFT kommt 2020 auf mobile Geräte. Außerdem soll das Game alle paar Monate um weitere Champions und Fähigkeiten ergänzt werden, das nächste Set wird auf Rise of the Elements basieren.

Das Spieler-Repertoire auf dem Handy wird aber noch mehr erweitert. Eine League-of-Legends-Version mit dem Titel Wild Rift ist ebenfalls für die mobilen Geräte sowie für Konsolen geplant. Bis Ende 2020 soll der Ableger in den meisten Regionen erhältlich sein. Wild Rift wird kein exakter LoL-Klon, sondern an die anderen Plattformen angepasst.

Mit dem einen Control-Stick können die Bewegungen des Champions kontrolliert werden, mit dem anderen kontrolliert der Spieler, in welche Richtung die Waffen zielen. So sieht man im Trailer, wie der Pfeil von Ashe direkt gesteuert wird. Zudem wird das Gameplay so überarbeitet, dass die Matches circa 15-18 Minuten dauern. Schnellere Varianten der oftmals langwierigen Spiele funktionieren auch in Dota 2, bei dem das Spiel so geändert wurde, dass die Spielzeiten teilweise halbiert wurden.

Aus einem MOBA entstehen Spiele aus verschiedensten Genres

1. Ein Kartenspiel: Die nächste große Überraschung ist das Spiel “Legends of Runeterra”. Ähnlich wie Valve mit dem Projekt Artifact, startet Riot nun ein League-of-Legends-Sammelkartenspiel. LoL beschränkt sich jedoch nicht nur auf die klassischen Champions, sondern bringt noch weitere brandneue Charaktere aus dem selben Universum mit sich. Das Spiel ist ebenfalls Free to Play, die Karten können wie in Vorreiter Hearthstone sowohl kostenlos erworben werden, als auch direkt mit Echtgeld gekauft. Eine Neuerung hierbei ist jedoch, dass man die Karten nicht in Lootboxen (für gewöhnlich Booster Packs) erwerben muss, sondern direkt die gewünschten auswählen und erhalten kann.

2. Ein Fighting-Game: Auch in das Genre der Kampfspiele wird das LoL-Franchise adaptiert. In Project L können sich LoL wie auch Runeterra Charaktere in dem bekannten 2D-Fighting-Game-Stil bekämpfen. Andeutungen für Projekt L gab es bereits bei der Evo 2019, der Evolution Championship Series, welches als größtes Event für Kampfspiele gilt.

3. Ein Taktik-Shooter: Wer eher Fan von Shootern ist, kann in Zukunft ebenfalls etwas von Riot zocken. Unter dem Decknamen Project A wird momentan ein First Person Shooter entwickelt, der als einziges nicht im LoL-Universum angesiedelt ist. Bislang wirken die ersten gezeigten Sekunden wie eine Mischung aus Counter-Strike: Global Offensive und Overwatch. Es ist ein taktischer Shooter, basierend auf individuelle Charaktere mit unterschiedlichen Fähigkeiten, der in einer futuristischen Welt spielt. Der Fokus liegt auf dem kompetitiven Aspekt, weswegen auch bereits Anti-Cheat-Maßnahmen angekündigt wurden. An der Entwicklung war unter anderem Salvatore “Volcano” Garozzo beteiligt, ein ehemaliger Counterstrike-Profi, der vor allem für seine Arbeit an CS-Maps wie Cache bekannt ist. Ein Release-Datum ist noch nicht bekannt, das Spiel befindet ich momentan noch in der Anfangsphase.

4. Ein Manager: Nicht nur die virtuelle Welt von LoL wird erweitert, auch die reale Welt wird miteinbezogen. Mit dem League of Legends Esports Manager – Build your Legends können Spieler wie bei den klassischen Fußball- oder Basketball-Managern ihre eigenen Spieler und Teams aufstellen. Man führt seine Mannschaft durch die Liga und ist an allem beteiligt – auch an Picks, Bans und der grundlegenden Strategie. Dabei kann man sowohl im Solo-Modus, als auch im Ranked gegen Freunde spielen. Der LoL-Manager soll ebenfalls 2020 verfügbar sein und zunächst nur die Roster aus der chinesischen Profi-Liga LPL beinhalten.

Animationen auf dem nächsten Level

Riot Games ist auch für seine eindrucksvollen Cinematics und Animationen bekannt. Nun geht das Entwicklerteam hierbei den nächsten Schritt mit der animierten Serie “Arcane” um League of Legends. Die Premiere soll 2020 stattfinden, weitere Informationen stehen noch aus. Bislang scheint der Fokus auf Charakteren aus Piltover und dessen Schattenseite Zaun zu liegen.

Foto: Riot Games
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