Kotick Bekommt Probleme mit der Gewerkschaft
5. Juni 2020
Gaming

Zu viel Gehalt: Shareholder feuern gegen Activision-CEO

Activision Blizzard-CEO Bobby Kotick steht aktuell unter Druck. Die Shareholder des Unternehmens sind der Meinung, dass er ein deutlich zu hohes Gehalt bezieht.

Am 11. Juni soll bei der Hauptversammlung von Activision Blizzard über den sogenannten “Say-on-Pay”-Antrag abgestimmt werden. Dabei geht es um die Auszahlungen an Manager und vor allem den CEO des Unternehmens.

Laut gamesindustry haben nun zwei Firmen, die im Auftrag mehrerer Fonds sprechen, die Empfehlung ausgesprochen den Antrag abzulehnen. Diese Fonds seien ein substantieller Teil der Anteilseigner. Die Vergütung des CEOs sei deutlich zu hoch.

Laut einem Bericht der CtW Investment Group, die den Vorschlag unterstützen, verdient Kotick schon seit 2016 jedes Jahr deutlich mehr als CEOs vergleichbarer Unternehmen. Innerhalb der letzten vier Jahre habe er alleine Aktienoptionen im Wert von über 96,5 Millionen Dollar erhalten.

Mitarbeiter werden entlassen, der Chef verdient

Das sei vor allem deshalb brisant, weil im letzten Jahr 800 Mitarbeiter aus Liquiditätsgründen aus der Firma entlassen wurden. Außerdem verdienen Mitarbeiter der Firma durchschnittlich weniger als ein Drittel eines Prozentes des CEO-Verdienstes, so der Bericht.

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Nun sollen die Auszahlungen an Kotick auf dem selben Niveau wie in den Jahren zuvor liegen, obwohl die Leistungsziele für das Fiskaljahr 2020 noch unter denen des Vorjahres liegen.

Der Bericht endet mit den Worten: “Wir merken an, dass sich drei dieser Ziele klar auf das Management des Humankapitals beziehen. Koticks offensichtliches Versagen, mehr als die Hälfte dieser Ziele zu erreichen, deutet stark darauf hin, dass Activision Blizzards verzerrte Herangehensweise an das Management des Humankapitals – die Verschwendung von Belohnungen in Höhe von mehreren Millionen Dollar an den CEO, wenn Mitarbeiter mit Entlassungen konfrontiert sind – angegangen werden muss, bevor sie sich in tieferen betrieblichen Problemen manifestiert.”

Statement von Acticision Blizzard

In einem Statement für Gamespot verteidigt das Unternehmen die hohen Auszahlungen. Während Koticks Amtszeit als CEO sei der Marktwert der Firma von unter zehn Millionen auf über 53 Milliarden Dollar gestiegen. Seit 1991 ist er bei Activision in der Führungsposition.

Über 90% der Kompensationen an Herrn Kotick seien leistungsbasierte Zahlungen, die er sich mit seiner Arbeit verdient habe. Der CEO sei von unschätzbarem Wert für die Shareholder.

Denkt ihr, Koticks hohes Einkommen ist gerechtfertigt? Diskutiert mit uns auf Facebook, Twitter oder bei Discord!

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Bildquelle: Activision Blizzard
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