29. Juli 2019
ESPORTS

Weekend Recap: Fortnite-Spektakel und ein stiller Quake-Meister

Beim Fortnite World Cup in New York wurden Millionäre und Legenden geboren, auch deutsche Teilnehmer konnten Erfolge verbuchen. Zudem hat Quake Champions seit diesem Wochenende einen deutschen Gürtelträger. Die Overwatch League etablierte ihr neues Regelwerk und bei CS:GO wurden die Weichen für das Starladder Major gestellt.  

Quake Pro League Champion kommt aus Deutschland

Der deutsche Quake-Profi Marcel “k1llsen” Paul hat das erste Finalevent der Quake Pro League gewonnen. Im Rahmen der Quakecon 2019 setzte sich der 32-jährige Spieler von Berlin International Gaming (BIG) gegen die Konkurrenz durch. Das kann im sehr direkten Sinne verstanden werden, denn das Turnierformat bestand aus einer langen Reihe von Eins-gegen-Eins-Matches, in denen sich die Teilnehmer beweisen mussten.

Im großen Finale am Sonntag konnte k1llsen, auch The Cheetah (Gepard) genannt, schließlich seinen Gegner Anton “COOLLER” Singov aus Russland überwinden. Nachdem er in der Gruppenphase zunächst 0:2 gegen COOLLER verloren hatte, beeindruckte er die Menge mit einem 3:0 Sieg. k1llsen nahm den Quakecon-Gürtel 2019 und 10.000 US-Dollar mit nach Hause.

Die Quake Pro League ist eine Turnierserie, die mit der Quakecon 2019 ihren Anfang nimmt und bis zur Quakecon 2020 laufen wird. Die Spieler messen sich im extra für die Pro League designten Zeitlimit-Duell-Modus des Spiels Quake Champions.

Erster Fortnite World Cup lässt Träume wahr werden

Der erste Fortnite World Cup hat am Sonntag mit den Solo-Finals seinen krönenden Abschluss gefunden. Der große Sieger des Abends und erster offizieller Fortnite-Weltmeister ist der US-Amerikaner Kyle “Bugha” Giersdorf.

Bugha erhält ein gigantisches Preisgeld von drei Millionen US-Dollar und wird damit zum jüngsten Multimillionär im eSport. Außerdem hat sich der 16-Jährige mit diesem Triumph laut esportsearnings.com in die Top 10 der reichsten eSportler katapultiert.

Der bekannte Streamer Turner “Tfue” Tenney hatte hingegen keinen guten Tag und landete unsanft auf dem 67. Platz. Der im Vorfeld bereits als Wunderkind gehandelte dreizehnjährige Lion “LYGHT” Krause aus Deutschland erreichte den 80. Platz. Bester deutscher Teilnehmer war Yan “fwexY” Kaur auf Platz 31.  

Im Finale der Duos konnten sich der Norweger Emil “Nyhrox” Bergquist Pedersen und sein Partner David “aqua” Wang gegen die Konkurrenz behaupten und erhielten zusammen ebenfalls drei Millionen US-Dollar.

Ebenfalls erwähnenswert ist die Teilnahme des deutschen Streamers Max “HandofBlood” Knabe. Dieser nahm mit seinem Viererteam Llama Record Co. am Kreativmodus-Contest teil und erreichte den sechsten Platz. Das erspielte Preisgeld kommt wohltätigen Zwecken zugute, HandofBlood wird seinen Anteil dem Tierheim Berlin spenden.

Overwatch League startet mit neuem Regelsystem in vierte Phase

Die vierte Phase der zweiten OWL-Saison sorgte schon im Vorfeld für Spannung. Durch eine änderung im Regelsystem sind die Teams nun verpflichtet, eine Aufstellung von jeweils zwei Tanks, zwei Unterstützern und zwei Schadenshelden zu spielen. Zuvor konnten die Rollen noch frei gewählt und zusammengestellt werden.

Es war interessant, zu beobachten, wie sich die Teams auf diesen massiven Einschnitt in die Meta von Overwatch einstellen würden. In der bisherigen Saison war die GOATS-Taktik, eine Aufstellung mit drei Tanks und drei Unterstützern, noch das Maß aller Dinge. Erst im Verlauf der dritten Phase weichte dieser Umstand etwas auf.

Besonders Teams wie die Vancouver Titans, die im Grunde seit ihrer Zeit bei den Overwatch Contenders – damals noch mit Namen Run Away – keine andere Zusammenstellung gespielt hatten, waren im Fokus der Aufmerksamkeit. Kann das Rekordteam auch klassisch?

Das Ergebnis war ein interessantes Chaos in der Ergebnistabelle. Die Titans konnten mit ihrem 3:1-Sieg über Phase 3-Champion Shanghai Dragons zumindest einen Teil der Zweifel zerstreuen. Währenddessen setzten sich die Los Angeles Gladiators mit dem gleichen Ergebnis gegen den Tabellenzweiten New York Excelsior durch, verloren aber dann wieder etwas überraschend gegen die Houston Outlaws ebenfalls mit 3:1.

Als großer Verlierer der Regeländerung könnte sich Hangzhou Spark entpuppen. Die Chinesen, die derzeit noch auf dem vierten Platz der Gesamttabelle stehen, verloren 1:3 gegen das derzeit eher mittelmäßige Atlanta Reign auf Platz 12.

LEC: Meilenstein für Rekkles, Enttäuschung für Fnatic

Auch bei der League of Legends European Championship stand die Welt Kopf. Während G2 Esports wie gewohnt das Geschehen beherrschte und in den Partien gegen SK Gaming und Origen wieder einmal amüsante Taktiken zeigte, hatte es Rekordmeister Fnatic nicht so leicht. Zwar konnte Bot-Laner Martin “Rekkles” Larsson mit seinem 1500. Kill einen persönlichen Meilenstein erreichen, doch sein Team verlor gegen das Sorgenkind Misfits Gaming und muss sich Platz zwei nun mit Splyce teilen. 

Es war die dritte Niederlage für Fnatic in den letzten vier Spielen. Misfits Gaming hingegen hatte sich am Donnerstag von ihren Spielern Paul “sOAZ” Boyer und Beom-hyeon “GorillA” Kang getrennt. Die Umstellung des Kaders scheint Früchte zu tragen. Dennoch wird das Team hart kämpfen müssen, um die Playoffs überhaupt noch erreichen zu können.

Komfortabel sieht es derzeit für Schalke 04 aus. Die Gelsenkirchener Organisation musste sich zwar gegen Splyce geschlagen geben, konnte den vierten Tabellenplatz jedoch mit einem Sieg gegen SK Gaming festigen und befindet sich solide auf Playoffkurs. SK Gaming macht derzeit ein Tief durch und teilt sich mit den Briten von Excel Esports den letzten Platz.

StarLadder Major Berlin sucht seine letzten Teilnehmer

Das CS:GO-Major StarLadder Berlin hat seine Minor Qualifikationsturniere weitgehend abgeschlossen. Über das Europe Minor qualifizierten sich mousesports und CR4ZY für die Challenger Stage des StarLadder Major, im Amerika-Minor setzten sich NRG Esports aus den USA und FURIA Esports aus Brasilien durch.

Die russischen Teams forZE und Syman Gaming kommen über das CIS Minor nach Berlin und beim Asia Minor konnten sich Grayhound Gaming aus Australien, sowie TYLOO aus China die begehrten Spots sichern. Die Drittplatzierten der vier Regionen treten heute noch in dem Minor 3rd Place Play-In gegeneinander an.

Für Europa geht hier das dänische Team North an den Start. Die weiteren Teilnehmer sind die Brasilianer INTZ eSports, DreamEaters aus Russland und MVP PK aus Südkorea. Drei der vier Teams werden sich ebenfalls für das Major qualifizieren, nur eines scheidet aus. North und MVP PK treten im ersten Match gegeneinander an, INTZ eSports und DreamEaters bestreiten des zweite Match. Die Verlierer beider Begegnungen treten ebenfalls gegeneinander an. Drei kommen weiter, wer unterliegt, ist raus. 

Das Starladder Major Berlin findet vom 23. August bis 8. September statt und stellt nach der IEM Katowice das größte Counter-Strike-Turnier des Jahres dar. Die Champions-Stage wird in der Mercedes Benz Arena ausgetragen.

Bildquelle: twitter/fortniteDE

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