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Warzone, Fortnite, Apex Legends und Co. – Vor- und Nachteile der Battle-Royale-Spiele

Das Genre Battle Royale hat vor vier Jahren einen Boom erlebt. Neben PlayerUnknown's Battlegrounds (PUBG) hat Fortnite weltweit Erfolge gefeiert. Viele Spiele dieser Art erfreuen sich auch im Jahr 2021 großer Beliebtheit. Große Unterschiede sowie Vor- und Nachteile gibt es trotzdem.

Jeder gegen jeden, der ultimative Skill-Vergleich. Allgemeine Vor- und Nachteile im Gameplay hat jedes Spiel und spricht deswegen immer unterschiedliche Zielgruppen an. Wir schauen hierbei auf vier der populärsten Battle-Royale-Shooter und einen Hype-Titel, der im Sommer 2020 für Schlagzeilen sorgte.

PUBG – Die Anfänge

Mit PlayerUnknown’s Battlegrounds startete das Battle-Royale-Genre richtig los. Im Dezember 2017 kam der Survival-Shooter auf den Markt. Bereits im Frühjahr war PUBG im Early Access spielbar und hat für große Aufmerksamkeit gesorgt.

PUBG vertraut auf das bekannte Spielprinzip mit 100 gleichzeitigen Spielern, die auf einer immer kleiner werdenden Karte miteinander konkurrieren. Wer als Letztes am Leben ist, gewinnt das Spiel. In allen erfolgreichen Battle-Royale-Spielen können sich mehrere Spieler zu einem Team zusammentun. Das erhöht zusätzliche Interaktion und Spielspaß mit Freunden und sorgt für mehr taktische Möglichkeit.

Die Vor- und Nachteile von PUBG sind in der Regel von den Vorzügen der Spieler abhängig. Eine reale Spielwelt mit entsprechender Grafik spricht Erwachsene meistens eher an, als es futuristische Spiele wie Fortnite tun. Zudem ist PUBG ein taktisch versiertes Spiel, in dem nicht wild hin und her gerannt werden muss, sondern die Optionen sorgsam abgewogen werden müssen. Zudem gibt es verschiedene Maps, die unterschiedliche Strategien ermöglichen. Darüber hinaus werden Waffen im Verlaufe des Spiels hochgestuft, um die Feuerkraft und Siegchancen zu erhöhen.

Ein leichter Einstieg in PUBG gelingt, weil Anfänger zunächst hauptsächlich gegen Bots antreten. Das gibt den Neulingen mehr Zeit und Gelegenheiten, um sich mit den Spielmechaniken zurecht zu finden. Ab 16 Jahren ist das Spiel von der USK freigegeben. Der wohl größte Nachteil im Gegensatz zu den anderen BR-Shootern: PUBG ist nicht free to play und muss je nach Angebot zwischen 15 und 30 Euro gekauft werden.

Fortnite – Boom des Genres

Der über mehrere Jahre hinweg medial präsente Shooter Fortnite hat das Battle-Royale-Genre seit dem Release im Juli 2017 geprägt. Ein leichter Einstieg gelingt wie in PUBG mit Bots. Außerdem ist Fortnite kostenlos zu spielen Doch neben dem klassischen Feuergefecht gibt es eine große Besonderheit, die typisch für Fortnite ist: das Bauen.

Das Bauen ist eine komplett andere Mechanik und untypisch für Shooter. Mithilfe von gesammelten Holz, Stein und Metall lassen sich in Windeseile hohe Gebäude bauen, die zur Deckung und dem Highground dienen. Deutlich mehr Sichtweite haben die Spieler außerdem, weil sie in der Third-Person-Perspektive spielen, also eigentlich untypisch für Shooter.

Den Veteranen unter den Shooter-Spielern könnte diese Mechanik ein zu komplexes Element sein. Weil das schnelle Bauen und Editieren auf höherem Niveau elementar wichtig ist, kann es hieran schonmal schnell an der Motivation und Spielfreude scheitern. Die Leistungslücke zwischen ambitionierten Freizeitspielern und Profis klafft hier mittlerweile stark auseinander. Die weltbesten Spieler konnten während dem bislang einzigen World Cup in New York 2019 bestaunt werden.

Nichtsdestotrotz ist Fortnite ein typisches Battle Royale mit 100 Spielern und einer immer kleiner werdenden Map, in welchem es spektakuläre Duelle geben kann. Zudem ist das Spiel vergleichsweise kinderfreundlicher, weil auf den Cell-Shading-Stil gesetzt wird anstatt auf detailreichem Realismus. Dementsprechend ist dieses BR ab 12 Jahren freigegeben.

Ein zusätzliches Erfolgsrezept für die Frische in Fortnite bringen die zahlreichen wie unterschiedlichsten Skins und Emotes mit sich. Ein wenig mehr Individualität und Lifestyle in der ohnehin bunten Welt. Monetär ist das ein großer Erfolgsfaktor für Entwickler Epic Games.

Call of Duty: Warzone – erfolgreiches Franchise mit etabliertem Battle Royale

Vergleichsweise spät legte Activision mit seiner Version eines großen BR-Titels nach. Obwohl bereits mit Call of Duty: Black Ops 4 – Blackout im Jahr 2018 das erste Battle Royale mit 100 Spielern für kleine Erfolge sorgte, sollte doch erst zwei Jahre später mit Warzone der große Durchbruch gelingen.

Besonders neuartig in Warzone sind Lobbys mit 150 oder sogar bis zu 200 gleichzeitigen Spielern. Der Vorteil für CoD-Veteranen ist, dass sie sich in Warzone direkt zu Hause fühlen und die Steuerung bereits beherrschen. Außerdem wird wie bei PUBG in der Ego-Perspektive gespielt.

Das Waffenarsenal ist groß, kann aufgestockt werden und bietet mit riesigen Maps wie Verdansk immer wieder neue Möglichkeiten von Match zu Match. Positiv ist die zweite Chance in Warzone. Nach einem frühen ersten Tod landen Spieler im Gulag und können dort nach einem erfolgreichen Zweikampf wieder in das Match zurückkehren. Zusätzliche Modi wie Beutegeld sorgen für frische Abwechslung und langfristigen Spielspaß.

Problematisch bei dem USK-18-Titel ist seit Monaten die Cheater- und Hacker-Debatte. Bereits zahlreiche Streamer und Content Creator wie Nicholas „Nickmercs“ Kolcheff kündigten an, das Spiel bis zu einer Besserung eher zu meiden. Denn mit Tausenden von Betrügern, von denen Activision zwar einige bannen aber nie wirklich zähmen konnte, gilt der Kampf eher den Spielverderbern als dem eigentlichen Geschehen auf der Map.

Apex Legends – Der schnelle Fähigkeiten-Shooter

Während des Booms von Fortnite hat Electronic Arts zusammen mit Respawn Entertainment mit einer eigenen Battle-Royale-Variante nachgelegt. Durch Apex Legends brachte der FIFA-Publisher im Februar 2019 einen schnellen Shooter auf Basis des Multiplayer-Shooters Titanfall auf den Markt, der ab 18 Jahren freigegeben ist.

Die größte Besonderheit von Apex Legends liegt in den Charakteren – den Legenden. Derzeit gibt es 16 verschiedene und jeder der Legenden hat einzigartige Fähigkeiten. Somit gibt es bereits deutlich mehr taktische Möglichkeiten aufgrund der Charakterwahl, noch bevor das Spiel überhaupt begonnen hat. Dementsprechend sind gewisse Match-Up-Kenntnisse wichtig. In Squads können die unterschiedlichen Fähigkeiten für sehr viel Variation sorgen.

Das Spiel ist sehr rasant und braucht neben Geschick ein schnelles Reaktionsvermögen. Aus Zuschauersicht kann Apex Legends jedoch ein wenig zu schnell wirken. Ähnlich wie bei Blizzards Overwatch passieren viele Aktionen innerhalb weniger Sekunden. Bei den anderen BR-Shootern kann das Auge deutlich besser und entspannter folgen, wobei es bei den Fortnite-Baukünsten auch sehr schnell unübersichtlich werden kann.

Fall Guys – Freundlicher Kampf

Fall Guys ist die große Ausnahme in dieser Liste. Denn dieses Battle Royale stützt sich nicht auf Shooter-Action, sondern auf harmlos dargestellte Wettkämpfe zwischen fiktiven Figuren. Im Sommer 2020 sorgte der Titel für Hype auf Twitch.

Mit dem Hauch der berühmten japanischen Game-Show “Takeshi’s Castle” hat der Massenkampf um die Krone über mehrere Monate die Spieler und Zuschauer gefesselt. Allerdings haben die Minispiele auch schnell wieder ihren Reiz verloren, sodass Fall Guys bereits im November nur noch ein kleiner Kern der ursprünglich millionenfachen Spieler blieb.

Kostenlos ist das Spiel nur für Nutzer von PlayStation-Plus, ansonsten kostet das Spiel knapp 20 Euro. Das hat während des Hypes aber viele PC-Spieler nicht daran gehindert, am Hype teilhaben zu wollen.

Video: Das Hype-Spiel Fall Guys erklärt

 

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Foto: Activision, Epic Games

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