18. April 2019
ESPORTS

Verbände arbeiten an europäischem eSport-Bund

Gemeinsam mit anderen nationalen Vertretern hat der eSport-Bund Deutschland e.V. (ESBD) angekündigt, sich in einem europäischen Verbund zusammenzutun. Die noch namenlose Vereinigung soll den eSport in Europa voranbringen und ein gemeinsames Fundament für den digitalen Wettkampf bieten.

Abkommen als gemeinsame Richtlinie

In der “Berliner Erklärung” haben sich im Rahmen des European Esports Meeting Berlin 2019 neben dem ESBD unter anderem auch die eSport-Verbände von Frankreich, Großbritannien (BEA), Russland (RESF), der Türkei und Österreich (ESVÖ) zu einem Zusammenschluss auf europäische Ebene bekannt. Ziel des Verbandes wird es unter anderem sein, ein unabhängiges Organ zu schaffen, welches die Interessen der eSports-Community vertritt und die Entwicklung des elektronischen Sports in jedem Mitgliedsstaat unterstützt.

In der Erklärung heißt es weiter, dass man den eSport als transnationale Bewegung verstehe, die weit über nationale Grenzen hinausgehe. Infolgedessen sehe man eSport als Instrument, miteinander Brücken zu schlagen und zu einem friedlichen Miteinander in Europa beizutragen.

Vorhaben findet breite Unterstützung

Neben den genannten Befürwortern haben auch weitere Nationalverbände – etwa aus Italien, Spanien und Dänemark – sowie einige namhafte Industriegrößen wie die ESL ein grundsätzliches Interesse an einem europäischen Zusammenschluss bekundet. Auf die Erklärung festlegen wollte man sich aber noch nicht.

Am 28. Mai wollen sich die Vertreter der verschiedenen eSport-Nationen Europas in Lausanne treffen, um die Gründung der Föderation offiziell vorzubereiten. Bereits in der Vergangenheit hatte es in dem Schweizer Ort eine für den eSport bedeutsame Zusammenkunft gegeben: Im Sommer 2018 lud das IOC die Vertreter der eSports-Branche ein, um Gemeinsamkeiten zwischen traditionellem Sport und elektronischem Wettkampf zu erörtern.

Bildquelle: Silver Seed Games, Maria Manneck

Latest
Mehr anzeigen
Mehr anzeigen