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Trymacs und Co. – So werden FIFA-Accounts gehackt

Aktuell ist in der FIFA-Szene neben dem TOTY eigentlich nur die aktuelle Serie von Account-Hacks Thema. Doch wie kommen die Hacker rein?

Was nützen einem die teuersten Karten, wenn sie geklaut werden? Das wird sicherlich einigen FIFA-Creatorn jüngst durch den Kopf gegangen sein. Denn aktuell gab es gleich mehrere Hack-Angriffe auf FIFA 22-Accounts.

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Big Spender Trymacs ist sogar gleich zweimal Opfer geworden. Doch wie funktioniert der Hack? Viele Creator berufen sich auf eine Zwei-Faktoren-Authentifikation, die neben einem Passwort noch eine weitere Bestätigung zum Einloggen benötigt.


VIDEO: So funktionieren Eckballtore


Sind EA-Mitarbeiter die Schwachstelle?

Nach Recherchen vom Mirror scheint der Ablauf auf menschliche Fehler abzuzielen. Die Zeitung berichtete mit Blick auf mehrere Reports von einer bestimmten Prozedur.

Die Hacker sollen im EA-Help-Chat angeben, sich fälschlicherweise aus dem Account ausgesperrt zu haben. Über die Angabe des Gamertags oder der PSN ID der Creator versuchen die Betrüger dann im Live-Chat mit dem Support die Mailadresse der entsprechenden Accounts zu ändern.

Laut dem Mirror sollen in den meisten Fällen an diesem Punkt weitere Schritte zur Identifikation des Account-Inhabers gefordert werden. Aber in manchen Fällen sei die Mailadresse nur auf Basis des Gamertags oder der PSN ID geändert worden, was wiederum die Zwei-Faktoren-Authentifikation ausgetrickst haben soll.

So sollen einige EA-Help-Mitarbeiter vom Sicherheitsprotokoll abgewichen sein, was die Account-Übernahmen ermöglichte. Wenn die Hacker im Account sind, werden Karten verkauft und die meisten Coins vermutlich auf andere Accounts geschoben.

Der Trader FUT Donkey gab sogar vor seinem Hack im Chat an, einen Vermerk auf seinem Account zu hinterlassen, dass die Mailadresse nicht geändert werden dürfe. Zwei Tage später waren seine Karten und Coins dennoch weg.

 

EA bislang zurückhaltend

EA Sports gab auf unsere Anfrage keine Infos zu den Berichten und erklärte, dass die Untersuchungen weiter laufen. Spieler wie Trymacs bekamen nach dem Hack über den Support die ungefähren Coin-Marktwerte der verlorenen Karten zurück. Betroffen waren außerdem große Namen wie Bateson87 oder auch TiSiSchubech.

Wie EA in Zukunft mit den Hacks umgehen wird, ist noch offen. Auf Twitter versuchen Betroffene Leitfäden zu geben, um sich vor den Übergriffen durch das Ändern und Verbergen vom Gamertag zu schützen.


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Bildquelle: EA Sports
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