25. November 2020
FIFA

Streit um FIFA 21 – Zlatan Ibrahimović feuert gegen EA Sports

Fußball-Star Zlatan Ibrahimović ist für klare Worte bekannt. Der Schwede kritisiert seit Montag den FIFA-Entwickler EA Sports, weil sein Name und Gesicht im Spiel verwendet werden. Der Ärger kommt unerwartet und plötzlich.

Zlatan Ibrahimović geht auf Konfrontationskurs mit EA Sports. Der 39-jährige Schwede in Diensten des AC Mailand hat sich am Montag verwundert geäußert, dass er in FIFA 21 abgebildet ist. “Wer hat EA Sports die Erlaubnis gegeben, meinen Namen und mein Gesicht zu verwenden?”, fragt Zlatan Ibrahimović via Twitter und wendet sich an die FIFPro, die internationale Vereinigung der Fußballprofis. Diese ist mitverantwortlich für die Rechtenutzung von Spielern in FIFA-Spielen.

Update: Inzwischen hat sich EA Sports auf die Aussagen vom schwedischen Superstar gemeldet. Auf Nachfrage von t-online gab der FIFA-Entwickler an: “EA Sports Fifa ist das weltweit führende Fußball-Videospiel, und um jedes Jahr wieder eine authentische Spielerfahrung zu schaffen, arbeiten wir mit zahlreichen Ligen, Teams und Spielern zusammen, damit wir die Rechte haben, diese in unser Spiel einzubinden. Darunter ist auch unsere langjährige Partnerschaft mit der FIFPro, die mit anderen Lizenzgebern zusammenarbeitet, um Vereinbarungen zu treffen, von denen auch die Spieler und ihre Gewerkschaften profitieren.”

Neben Ibrahimovic schaltete sich auch Gareth Bale in die Diskussion ein und deutete an, dass auch er nicht im Bilde sei, wie die FIFpro agiere.

Neben der hochkochenden Diskussion ist auch die Meldung der Daily Mail online gegangen, dass der ehemalige Fußballer David Beckham für seinen Auftritt als Legendenkarte in FIFA 45 Millionen kassieren soll.

Alte Meldung:

Laut Zlatan Ibrahimović sei er sich nicht im Klaren, ein Mitglied von FIFpro zu sein. Er bezeichnet das Hinzufügen seines virtuellen Ichs als “merkwürdiges Manöver”. Zudem habe er nie erlaubt, dass die FIFA oder die FIFPro seinen Namen verwenden dürfe, um damit Geld zu verdienen. Für ihn scheint es nach mehreren Jahren, in denen Zlatan Ibrahimović immer Teil der FIFA-Reihe war, keine Vereinbarung mit den genannten Organisationen zu geben. “Zeit, um das zu untersuchen”, kündigte Ibrahimović an.

Die Nutzung von Spielernamen und Ähnlichkeiten wird über die FIFPro Commercial Enterprises BV authorisiert. (Quelle: EA Sports)

Wird Zlatan Ibrahimović mit seinem Anliegen Erfolg haben und lässt es der Schwede sogar auf einen Rechtsstreit ankommen? Die Motivation hinter der Konfrontation mit EA Sports bleibt bisher im Unklaren. Beginnend ab FIFA 21 haben der AC Mailand und EA Sports eine mehrjährige Premium-Partnerschaft vereinbart.

So sieht Zlatan Ibrahimović in FIFA 21 aus.

Dementsprechend regelt die FIFPro zusammen mit dem Verein und dem FIFA-Entwickler die Lizenznutzungen der Spieler, Bilder und Namen. Das sollte auch auf Zlatan Ibrahimović zutreffen, allerdings könnte der Schwede sich per Vertrag auch Exklusivrechte gesichert haben, wie es andere Fußballstars bereits praktizieren.

Ibrahimović laboriert derzeit an einer Oberschenkelverletzung und feilt an seinem Comeback. Am vergangenen Sonntag verletzte sich der Schwede im Punkstspiel der Serie A gegen den SCC Neapel, in welchem er doppelt beim 3:1-Erfolg traf. Der AC Mailand muss rund drei Wochen auf seinen Star verzichten, der in sechs Partien bislang beachtliche zehn Treffer erzielte.

Video: Wieso FIFA ein Glücksspiel ist

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Bildquelle: EA Sports
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