Zur Übersicht

Streamerinnen-Rant auf Twitter – So groß ist das Sexismus-Problem in VALORANT

Eine VALORANT-Streamerin teilt auf Twitter ihren Frust über sexistische Hass-Kommentare im Shooter von Riot Games und provoziert damit eine Antwort des Entwicklers.

Streamerin “Sydeon” echauffierte sich am Dienstag über ein nur allzu vertrautes Problem: In der Solo-Queue von Shooter VALORANT ist sie fortwährend mit sexistischem Hass konfrontiert. Ihr Thread auf Twitter ging viral und bekam nicht nur die Aufmerksamkeit weiterer betroffener Streamerinnen, sondern auch von Riot Games selbst. Schon Anfang des Jahres kündigte der Spielehersteller auf Reddit eine Besserung des Sexismus-Problems in seinen Spielen an.

Verbale und Ingame-Belästigung

Sydeon beschreibt eine Spielsituation, wie Frauen in Online-Titeln sie leider häufig erleben: “Ich wurde zur Geisel gemacht und angeschrien, dass ich zurück in die Küche gehen soll und warum ich überhaupt spielen würde.”

Sie beschreibt damit den Alltag vieler Streamerinnen wie beispielsweise Pokimane und fuslie, die sich unter ihrem Tweet äußern. Dass derartige Behandlung den Spielspaß mindert, ist noch maßlos untertrieben. “Ich war noch nie so wütend”, sagt Sydeon im Tweet. “Entweder nennen die Leute mich boosted, wenn ich mit Freunden spiele, oder ich werde geflamt – alles nur wegen meines verdammten Geschlechts.”

In einem weiteren Tweet des Threads fordert die Nordamerikanerin Riot Games auf, sich die beleidigenden Voice-Chats ihres Spiels anzuhören, um die Verantwortlichen zu finden. Tatsächlich bat Joe Lee, ein Mitglied in Riot Games VALORANT-Team, an, die betreffenden Accounts zu identifizieren und vermutlich zur Rechenschaft zu ziehen.

Erfahrt in diesem Video Tipps und Tricks zur neuen VALORANT-Map Breeze:

 

Hoffnung auf ein Ende des Sexismus?

Auch auf der sozialen Plattform Reddit gab es vor Anfang 2021 einen ähnlichen Vorfall. Dort äußerte sich eine VALORANT-Spielerin zu ihren schlechten Erfahrungen mit Sexismus im Voice Chat des Shooters – und wie das dazu führt, dass sie meistens nicht mehr spielen wolle. Auf den Post reagierte umgehend Riot-Mitarbeiterin Lea „aeneia“ Alves und versprach der Spielerin ein baldiges Ende der Belästigung.

“Ich verspreche dir, wir arbeiten daran”, sagte sie im Namen von Riot Games. “Ich kann dir noch keine Details verraten, aber wenn alles nach Plan geht, hört ihr in naher Zukunft in Form von Aktionen und Updates von uns.” Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist von besagten Änderungen jedoch noch nichts an die Öffentlichkeit gedrungen.

Weitere Themen:

Wie sollte Riot Games das Problem eurer Meinung nach angehen? Schreibt es uns auf Social Media oder Discord!

Gebt uns auch gerne Feedback zu unserer Website!

Bildquelle: Sydeon auf YouTube / Riot Games

 

Jetzt teilen