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Knossi Twitch

Strafanzeige gegen Knossi – PETA will zweites Angelcamp verhindern

Wegen Tierquälerei im Angelcamp 2020, drohte PETA Knossi und Sido mit rechtlichen Schritten. Jetzt wurde die Drohung in die Tat umgesetzt. Knossi muss zu einer Anhörung.

Im vergangenen Jahr schrieben Sido und Knossi mit ihrem ersten Angelcamp Twitch Geschichte, doch neben dem Lob der Fans, gab es auch Kritik von Tierschützern. Der Vorwurf? Die Fische würden nur zu Entertainmentzwecken gequält. „Heute wissen wir, dass ein Fisch ein Jemand ist, kein Etwas – es ist inakzeptabel, wenn Fische als Spielzeug benutzt werden und für die Selbstdarstellung oder für Produktwerbung wiederholt und massiv leiden müssen”, so Dr. Tanja Breining, Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA.

Laut PETA hätten die Camper die umstrittene Catch & Release Methode angewendet, bei der die Fische nach dem Fangen wieder freigelassen werden. Knossi und Co. hätten dabei bewusst das Leid der Fische in Kauf genommen, da die Tiere Verletzungen durch die Angelhaken und Stress erlitten. Und das, obwohl sich die Camper Unterstützung von den Angelprofis Claudia Darga und “Joshinator” holten, um das ganze möglichst professionell aufzuziehen.

Der strafrechtliche Vorwurf lautet daher gemäß § 1 des Tierschutzgesetzes („Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen“) sowie gemäß § 17 Nr. 2 b) (Verbot, „einem Wirbeltier länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zuzufügen“): Wettfischen, Verdacht auf Catch & Release, Angeln ohne vernünftigen Grund bzw. zu Werbezwecken und Verursachen von unnötigem Tierleid: Eine Angelschnur riss von der Rute ab, und einer der Karpfen hing an einer 150 Meter langen im Wasser treibenden Schnur, bis er befreit wurde.

Aus für das Angelcamp?

Bisher gab es für Knossi und die anderen Angler noch keine rechtlichen Konsequenzen, doch als der Streamer vergangene Woche aus dem Urlaub zurückkommt, erwartet ihn ein Brief der Tierschutzorganisation. PETA bleibt penetrant und fordert, dass sich der selbsternannte König nun in einer Anhörung für seine Taten verantwortet.

Der Zeitpunkt ist gut gewählt, schließlich hat Knossi erst vor kurzem eine Fortsetzung des Angelcamps in diesem Sommer angekündigt. Das Angelcamp 2021 könnte allerdings ins Wasser fallen, sollte Knossi für schuldig befunden werden. Der Streamer hat sich bereits im vergangenen Jahr zu den Vorwürfen geäußert und betont wie wichtig ihm die Umwelt und das Tierwohl ist. Gegen die Strafanzeige von PETA wird sein guter Wille aber wohl nicht helfen.

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Bildquelle: Instagram/knossi, PETA