27. August 2019
CS:GO

StarLadder im Clinch mit der Community

Leider sorgt der StarLadder Berlin Major auch abseits der Action auf Dust 2 & Co. für hohe Wellen. So gab es nicht nur großen Streit mit unabhängigen Streamern, auch die Qualität des offiziellen Streams wird kritisiert. Wir haben die Situation für euch im Blick.

StarLadder vs. Inoffizielle Streamer

Schon am ersten Tag des Majors gab es einen kollektiven Aufschrei in der Community, als Starladder den Profi und Streamer von Mythic Erik “fl0m” Flom mit einem Copyright-Anspruch auf Twitch bannen ließ, da er ohne Einwilligung der Organisation die Spiele mit eigenem Kommentar über GOTV übertrug.

Auch anderen prominenten Community-Figuren wurden rechtliche Schritte angedroht, so zum Beispiel auch Richard “Rlewis“ Lewis, der für den Berlin Major sein beliebtes Format „No Majors Club“ streamte. Seine Reaktion auf die Drohung spricht Bände:

Erst zum Ende der Challengers Stage am Sonntag gab es schließlich ein Statement von Seiten des Organisators. In der Mitteilung wurde betont, dass man als Organisator die Video-Rechte an dem Event innehabe und diese genutzt habe, um Sponsorendeals abzuschließen. Daher seien Community-Streams in den Sprachen mit offiziellen Kanälen nur nach Absprache mit StarLadder möglich.

Als weitere Geste der Versöhnung hatte StarLadder angekündigt, alle bereits ausgeschickte Copyright-Ansprüche gegen verschiedene Streamer zurückzuziehen.

Seitdem werden die Community-Streams, die sich mit den ukrainischen Organisatoren abgesprochen hatten auch auf StarLadders offiziellen Seiten genannt. Vor allem da Entwickler Valve keinerlei Informationen bezüglich der Angelegenheit verkündete, fokussierte sich der Zorn der Community auf StarLadder und viele Fans haben sich schon auf den Organisator eingeschossen.

StarLadder-Observer in der Kritik

Erschwerend für die Wiedergutmachung in den Augen der Community kam hinzu, dass die Qualität des offiziellen Streams mit Mängeln zu kämpfen hatte. So wurde nicht nur von Fans, auch von Profis und Szenekennern das Observing auf den Streams harsch kritisiert. Oleksandr “s1mple” Kostyliev fasste die Stimmung in einem Tweet gut zusammen:

Ruckartiges und scheinbar sinnloses Wechseln zwischen Kameraperspektiven wie im Beispiel hier, sollten leider keine Ausnahme bleiben:

Zum Chorus der Kritiker gesellten sich schließlich auch noch andere erfahrene Observer der Szene wie Connor “Sliggy” Blomfield und David “prius” Kuntz, die beide als Observer beim letzten Major in Katowice gearbeitet hatten.

Wird nun alles besser?

Morgen um 12 Uhr beginnt dann die Legends Stage in Berlin und es bleibt als Fan nur zu hoffen, dass die Kritik der Zuschauer gehört wird. Falls die Legends Stage ohne Probleme verläuft können wir uns dann vielleicht wieder auf die wesentlichen Fragen konzentrieren: Wer ist das beste Team der Welt? Wer der beste Spieler? Wer verewigt sich als nächster Major-Champion in der Counter-Strike Geschichte?

Was ist eure Meinung zu den Vorkommnissen? Sagt es uns über die sozialen Medien!

Bildquelle: StarLadder
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