25. Dezember 2019
ESPORTS

Spielerische Fails des Jahres – Diese Geschenke wurden im Esport verteilt

Das Jahr 2019 war ein fantastisches für den Esport, in dem es jede Menge denkwürdiger Momente gab – allerdings auch einige epische Fails. Hier sind ein paar der krassesten Missplays aus diesem Jahr.

Obwohl Esport-Profis permanent auf dem höchsten Niveau gefordert sind, kommt es immer wieder zu Patzern, die für Schmunzeln sorgen oder sogar ganze Spiele entscheiden können. Auch in diesem Jahr haben wir wieder unglaubliche Ausrutscher gesehen.

s1mple Knife kostet Na’Vi das Match

Es sah blendend aus für Na’Vi: Mit einem Stand von 15:11 gegen Team Liquid auf Dust2 in der Vorrunde der ESL One Cologne 2019 hatte das Team die besten Karten, mit einem weiteren Rundensieg die Map zu sichern. Liquids Nicholas “nitr0” Cannella sah sich alleine drei Spielern gegenüber – einer von ihnen war der wohl aktuell beste Spieler der Welt: Oleksandr “s1mple” Kostyliev.

s1mple wollte die Gelegenheit nutzen und seinen Konkurrenten in einem Hinterhalt mit dem Messer erlegen. Das Attentat ging jedoch nach hinten los: nitr0 erledigte das Ausnahmetalent, schaltete auch die anderen beiden Spieler aus und sicherte die Runde für sein Team. Team Liquid holte weiter auf und mit dem Ausgleich von 15:15 ging es in die Verlängerung. Die konnte die Nordamerikaner mit 22:19 für sich entscheiden und holten die erste Map des Best-of-Three. Am Ende hieß der Sieger Team Liquid, das 2:1 gewinnen konnte. Hätte s1mple hier konventionell gespielt, wäre das Match wohl anders ausgegangen…

Misspick bei 34 Millonen US-Dollar schwerem Turnier

Die Dota-2-Traditionsorganisation Alliance schaffte es 2019 nach Jahren wieder, sich für die Weltmeisterschaft The International zu qualifizieren. Im Turnier angekommen, spielte das schwedische Team eine recht stabile Gruppenphase, landete aber knapp im Lower Bracket der Playoffs.

Die erste Runde der Lower Bracket ist immer besonders tödlich, da dort ein Best-of-One über Weiterkommen und Ausscheiden entscheidet. Alliance hatte gegen das chinesische Heimteam Royal Never Give Up keine schlechten Chancen, doch schon vor dem Spiel ging etwas schief: Kapitän Aydin “iNSaNiA” Sarkohi verwechselte die Bann- mit der Pickphase und wählte für seinen Carry Michael “miCKe” Vu den Gyrocopter – einen Held, der nicht ganz in den Spielplan von Alliance passte.

Trotz Improvisation zeigte das Line-up eine starke Leistung. Letzten Endes musste sich Alliance nach 43 Minuten dennoch geschlagen geben und nach Hause fahren. Was in Erinnerung bleibt, ist der geschockte Gesichtsausdruck von iNSanNiA.

TSM wirft LCS-Finale weg

Auch in League of Legends kam es zu einem denkwürdigen Fail. Im Finale des Summer Splits der amerikanischen LCS stand es 2:2 zwischen Team Liquid und Team SoloMid (TSM) – nachdem TSM bereits 2:0 führte. Nach einem Jahr der Dominanz wollte sich Team SoloMid um Søren “Bjergsen” Bjerg den Titel in der höchsten nordamerikanischen Liga von Liquid zurückholen.

Jesper ‘Zven’ Svenningsen (TSM) fragte sich in den LCS Spring Split Finals, wo seine Gegner sind. Diese zeigten ihm ihre Präsenz deutlich in Spiel 5. Foto: Riot Games

Und es sah auch gar nicht schlecht aus: Mit 8:4 Kills, 4.000 Gold mehr auf dem Konto und vier Drachenbuffs war TSM vorne. Bereits vor dem Match verhöhnte Jesper “Zven” Svenningsen auf der Bühne seinen Gegner hinsichtlich der Körpergröße und hielt “Ausschau” nach dem Gegner. Der Däne wähnte sich schon als Champion und lief leichtfertigerweise alleine umher: Team Liquid bestrafte dieses respektlose Verhalten, nahm ihn aus dem Spiel und beanspruchte den Baron-Buff für sich. Dadurch wendete sich das Blatt zu Gunsten des Titelverteidigers, der dann schließlich auch die LCS zum dritten Mal in Folge gewann.

Gewonnen und doch verloren

In Counter-Strike passieren immer wieder Missgeschicke. So auch beim StarLadder Major Berlin. G2 Esports spielte in der Vorrunde im Duell gegen Astralis auf Nuke. Nachdem die Franzosen bereits 7:15 hinten lagen, gelang es ihnen, alle Dänen auszuschalten und die Runde für sich zu entscheiden – wenn da nicht die Sache mit der Bombe gewesen wäre.

Offenbar hatte kein Spieler von G2 darangedacht, die Bombe zu entschärfen, sodass diese nach dem Ableben aller Astralis-Spieler in die Luft flog und ihnen doch den Sieg bescherte. Damit verlor G2 die Map auf besonders peinliche Weise. Zwar wäre ein Comeback gegen ein weltklasse Team wie Astralis unwahrscheinlich gewesen, dennoch war dies sicherlich keine stylische Art zu verlieren.

Was waren eure persönlichen Lieblingsfails in diesem Esport-Jahr?

Bildquelle: Valve
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