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Sperren wegen Matchfixing – ESIC greift nach CS:GO-Skandal in Nordamerika durch

Dem Matchfixing-Vorfall in der nordamerikanischen CS:GO-Liga ESEA folgend bannt die ESIC nach mehrmonatiger Untersuchung drei Spieler, die in den Skandal verwickelt waren.

Die Esports Integrity Commission (ESIC) meldet sich nach viereinhalb Monaten Untersuchungsdauer zum Matchfixing-Skandal im vergangenen April zurück. Im Zuge dessen wurden drei Spieler der nordamerikanischen CS:GO-Liga ESEA Premier mittels einer veröffentlichten Sprachaufnahme beim Planen des Matchfixings ertappt. Alle drei Spieler erhielten zur Strafe am heutigen Montag konkretisierte Sperren für ESIC-unterstützte CS:GO-Events.

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Zwangspause für 5 Jahre

Die bestraften Spieler sollen laut dem Untersuchungsbericht der ESIC beim betroffenen Event für Team Rebirth gespielt haben. In Season 35 der nordamerikanischen ESEA Premier sollen die drei erwiesenermaßen Matchfixing und in diesen Zuge Wettbetrug betrieben haben. Die ESIC bannte zum Zeitpunkt des Vorfalls präventiv alle involvierten Spieler, nun wurden die Strafen jedoch konkretisiert. Betroffen und wie folgt bestraft sind:

  • Sebastian “retchy” Tropiano: 5-Jahres-Bann, begann am 2. April 2021
  • Kevin “4pack” Przypasniak: 5-Jahres-Bann, begann am 2. April 2021
  • Carson “nosraC” O’Reilly: 111-tägiger Bann, begann am 2. April 2021 (abgeleistet)

Die Sanktionen ergeben sich laut Bericht der ESIC daraus, dass in der überführenden Sprachaufnahme vor allem retchy und 4pack als Hauptverantwortliche des Betrugs hervorstechen. nosraC sei lediglich mit einem Satz beteiligt gewesen und erfuhr daher eine deutlich kürzere Sperre. Ein Transkript der aufgezeichneten Unterhaltung hat das US-amerikanische News-Portal Dust2 zum Zeitpunkt bereitgestellt.

Die Sperren der drei Spieler beziehen sich auf Partner-Organisationen der ESIC, namentlich beispielsweise die ESL, DreamHack, WePlay, LVP, BLAST sowie Relog Media. Allerdings bittet die ESIC im Bericht explizit auch alle übrigen Turnierveranstalter, die Sperren entsprechend zu respektieren. Für die gebannten Spieler bedeutet die jahrelange Zwangspause also nichts Geringeres als das voraussichtliche professionelle Aus durch den Ausschluss von zentralen Turnieren des Esports.

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Bildquelle: ESL Helena Kristiansson / ESIC