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Faker

So zerstören Wetten die Solo-Queue

Riot Games kämpft gegen illegale chinesische Glücksspielseiten mit mehreren Maßnahmen an. Griefing-Accounts versuchen Profit aus Spielen gegen LoL-Profis der koreanischen LCK zu schlagen. Betroffen ist unter anderem Starspieler Lee “Faker” Sang-hyeok.

Riot Games sagt dem illegalen Glücksspiel in League of Legends den Kampf an. Wie der Entwickler von League of Legends (LoL) am Montag auf seiner koreanischen Webseite mitteilte, werden Accounts gesperrt, die unter Verdacht stehen, in Solo-Queue-Spielen von LCK-Profis absichtlich betrogen zu haben. Angeblich waren die Accounts an Wetten auf illegalen chinesischen Glücksspielseiten beteiligt.

Spiele absichtlich manipuliert

Was ist passiert? Riot Korea hat in Erfahrung gebracht, dass  in Solo-Queue-Matches die Spiele südkoreanischer LoL-Profispieler und -Streamer aktiv beeinflusst worden sind. Dafür sind Spieler mit südkoreanischen Konten gegen die Pros und Streamer angetreten und haben den Spielverlauf absichtlich manipuliert.

Teils haben die betrügerischen Accounts in den Solo-Queue-Matches einen großen Vorsprung verspielt oder sind mehr als zehn Mal gestorben. LCK-Player haben herausgefunden, dass auf diese Spiele gewettet wurde und der Gegenspieler offenbar absichtlich verloren hatte, um auf seine Niederlage wetten zu können. Betroffen waren auch Spiele von Superstars wie Lee “Faker” Sang-hyeok von T1.

Drittprogramme genutzt

Riot Games hat in dem Zusammenhang 10.000 Konten  überprüft und verdächtige bereits mit einer Sperre belegt. Offenbar handelt es sich bei manchen Accounts um betrügerische Spieler-Profile, die von anderen Kontinent aus betrieben worden sind, um einer Strafverfolgung vor Ort zu entgehen.

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Dazu wurden Drittprogramme genutzt, um auf die südkoreanischen Server zu gelangen und den Ping zu reduzieren. Dafür hat Riot eine Software implementiert, um alle nicht autorisierten Programme von Drittanbietern zu blockieren und die Accounts zu sperren.

Zusätzlich steht der LoL-Entwickler nun im engen Kontakt mit den LCK-Teams, um einen möglichen Betrug schnell aufdecken zu können. Dafür wurde am 9. Dezember eigens eine Hotline zwischen den LCK-Teams und Riot eingerichtet.

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Foto: Riot Games

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