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Schluss mit Hot Tub Streams? Twitch passt Regeln an und sperrt Streamerinnen

Twitch hat seine Regelung zu sexuellen Inhalten auf der Plattform angepasst. Seitdem werden reihenweise Hot Tub-Streamerinnen gesperrt.

Hot-Tub-Streams mit Bikini und Plastikpool gehören mittlerweile zum Alltag auf der Streaming Plattform Twitch. Nun könnte damit allerdings bald Schluss sein.

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Twitch präzisiert Regeln

Nachdem Twitch die Regeln zu sexuellen Inhalten am 28. April auf ihrer Plattform angepasst hat, wurden zwei große Hot-Tub-Streamerinnen bereits mehrmals gesperrt. Die Regeln wurden lediglich präzisiert und nicht neu angelegt. In den Richtlinien der Plattform wird nun klarer aufgeführt, was mit sexuellen Inhalten genau gemeint ist.

  • Kamerafokus auf Brüste, Hintern, Genitalbereich oder Posen, die diese Bereiche in den Vordergrund stellen.
  • Fummeleien oder eindeutige Gesten in Richtung von Brüsten, Hintern oder Genitalien.
  • Verhalten oder Aktivitäten in Bezug auf Fetische, wie fokussieren auf Körperteile für die sexuelle Befriedigung oder erotische Rollenspiele.
  • Erotische Tänze (Poledance), die sexuell anzüglich gestaltet werden.

Warum Twitch seine Regeln gerade jetzt angepasst hat, ist unklar. Auf der Plattform werden die freizügigen Streamerinnen seit Jahren geduldet. Mit der Einführung der Rubrik “Pools, Whirlpools und Strände” durften sich Streamer und Streamerinnen leicht bekleidet in ihren Streams zeigen, solange sie sich an einem Strand oder in einem Pool befinden.

 

Sorge um Existenzgrundlage

Während vielen Usern Hot Tub-Streams seit Langem ein Dorn im Auge sind, zeigt ihr Erfolg, dass es einen Markt für diese Art von Streams gibt. Die wohl berühmteste Streamerin in dieser Kategorie war Amouranth, die es durch die Bikini-Streams nicht nur zu zweifelhaftem Ruhm brachte, sondern auch zur Millionärin wurde.

Die Anpassung des Regelwerks auf Twitch sorgt allerdings auch für Sorgenfalten, besonders bei denen, die ihr Geschäftsmodell durch Hot Tub-Streams begründen. Die Streamerinnen SpookyUnagi und SpoopyKitt wurden nach der Änderung der Richtlinien von der Plattform gesperrt. Während SpookyUnagi am 1. Mai und noch einmal am 9. Mai von der Plattform verbannt wurde, hat es SpoopyKitt am 6. Mai erwischt.

Auch wenn die Sperren bei beiden nur temporär waren, verstehen sie die Welt nicht mehr, schließlich haben sie nach eigenen Aussagen nichts an ihren Streams verändert, was einen Bann hätte provozieren können. SpookyUnagi vermutet unterdessen einen koordinierten Angriff durch Ban Bots auf ihren Account, der die Sperren ausgelöst hat.

Man kann deutlich erkennen, dass es sich um koordinierte Angriffe im Kommentarbereich von Ban Bots handelt.

Ob die beiden Streamerinnen tatsächlich gezielt durch Bots attackiert wurden oder sie die ersten Opfer einer neuen Anti-Hot-Tub-Politik bei Twitch sind, bleibt abzuwarten. Die Verantwortlichen der Plattform haben die Vorfälle bisher nicht kommentiert.


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Bildquelle: Twitch-Montage
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