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Rust ist neuer Hype-Titel – Das steckt hinter dem Streamer-Hit

Rust ist der ungekrönte König der Survival-Games und seit Januar einer der größten Spiele-Trends auf Twitch. Namhafte Streamer aus den USA und auch deutsche Persönlichkeiten treiben die Popularität des bereits sechs Jahre alten Spiels in neue Höhen.

Der Multiplayer Rust erlebt seit Dezember 2020 einen enormen Popularitätsschub. Das bereits seit 2013 existierende Survival-Game vom britischen Entwickler Facepunch Studios hat sich dank der reichweitenstarken US-Streamer wie Pokimane, Shroud und xQc innerhalb von drei Wochen an die Spitze der Twitch- und Steam-Charts katapultiert. Der Hype stieg und die Schallmauer von mehr als einer Million Zuschauer auf Twitch durchbrach Rust erstmals am 3. Januar.

Bisher war der Blockbuster-Titel Cyberpunk 2077 der größte Hit auf Twitch, ist aber nun von Rust abgelöst worden. Mittlerweile ist der Trend auch in Deutschlang angekommen und zahlreiche Streamer und Influencer stürzen sich in das Survival-Feeling. Innerhalb von zwei Monaten sind laut TwitchTracker die durchschnittlichen Zuschauerzahlen pro Tag von 6.000 auf über 400.000 angestiegen.

Über 400.000 Zuschauer im Durchschnitt hat Rust in den vergangenen Tagen auf Twitch verzeichnet. (Quelle: TwitchTracker)
Evolution wie aus der Steinzeit in die Moderne – So Funktioniert der Survival-Hit

Ähnlich wie bei Strategiespielen oder auch Battle-Royale-Titeln wie Fortnite oder PUBG beginnen die Spieler in Rust ohne Ausrüstung auf einer großen Insel. Die menschlichen Charaktere haben nicht einmal Kleidung. Lediglich eine Fackel für Licht und ein Stein ist dabei. Letzterer Gegenstand wird als Werkzeug genutzt, um Rohstoffe wie Holz oder Metall abzubauen. Das ist zu Beginn wichtig, um sich mit Waffen, Klamotten sowie weiteren Gegenständigen wie Medizin zu versorgen und sich nach und nach aufzurüsten.

Das Spiel funktioniert quasi wie die menschliche Evolution der vergangenen Jahrtausende im Schnelldurchlauf. Ein Erfolgsprinzip, was sich schon bei Strategiespielen wie Age of Empires vor über zwei Dekaden auszeichnete. Doch dieses Mal kommt der Multiplayer-Aspekt hinzu, der gerade in Pandemiezeiten für soziale Interaktionen sorgt und zu unterhaltsamen Gesprächen führt.

Der Kampf ums Überleben in einer großen Welt fasziniert die Spieler von Rust.

Darüber hinaus kommt der Nervenkitzel des Überlebens hinzu. Denn als Spieler von Rust muss sich gegen feindliche Gegner verteidigt werden und immer genügend Essen und Trinken vorhanden sein. Also müssen eben auch Lebensmittel besorgt werden – das Jagen von Tieren und das Sammeln von Pflanzen, Beeren und Früchten ist möglich. Sollte ein Spieler sterben, spawnt dieser zwar wieder auf der Insel, verliert aber seine gesamte Ausrüstung.

Viel gutes Loot können die Spieler bekommen, wenn sie ihre Gegner ausschalten. Das ist einerseits verlockend, auf der anderen Seite aber auch ein zweischneidiges Schwert. Skrupellose Spieler haben kein Problem damit, das Leben eines anderen auszulöschen, während sich andere Spieler viel lieber friedlich in einer Gruppe von Freunden weiterentwickeln.

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Jedoch hat sich bereits schnell gezeigt, dass viele Spieler aus Spaß zusammen miteinander spielen, anstatt sich gegenseitig umzubringen. Der Zusammenhalt, die soziale Interaktion und Kommunikation der Spieler führt zu einem spaßig spannenden Spielerlebnis, ähnlich wie es in den vergangenen Monaten mit Among Us der Fall gewesen ist. Beide Spiele haben noch eine Gemeinsamkeit, denn sie wurden im Jahr 2018 als Vollversion veröffentlicht.

Aufgrund des großen Erfolges von Rust hat Entwickler Facepunch Studios angekündigt, dass das PC-Spiel in Zukunft auch für Xbox One und PlayStation 4 sowie den Next-Gen-Konsolen verfügbar sein wird. Zudem gibt es seit wenigen Tagen eine Kooperation zwischen Steam und Twitch, um bei Verlinkung beider Accounts unterschiedliche Drops im Spiel zu erhalten.

Bildquelle: Facepunch Studios