Jetzt esports.com folgen
Zur Übersicht
Riot Games

Riot Games CEO unschuldig – Kein Missbrauch festgestellt

Die ehemalige Assistentin von Riot Games CEO Nicolo Laurent verklagte die Firma und den Geschäftsführer wegen mehrfacher sexueller Belästigung. Nun gibt es das Ergebnis der Untersuchung.

Update 16.03.

Riot Games hat verkündet, dass bei der Untersuchung durch unabhängige Dritte kein Fehlverhalten von CEO Nicolas Laurent festgestellt werden konnte. So schreibt der Ausschuss zu dem Fall in einem Statement: “Wir kamen zu dem Schluss, dass es keine Beweise dafür gab, dass Laurent die Klägerin belästigt, diskriminiert oder Vergeltungsmaßnahmen gegen sie ergriffen hat.”

Dementsprechend sollen aktuell keine Maßnahmen gegen den CEO eingeleitet werden. Darauf folgt sogar eine detailliertere Begründung: “In den meisten solcher Fälle gibt es kein schwarz und weiss(…). Das war kein solcher Fall. Dieses mal gab es schlicht keine Beweise, die irgendeine Strafe gegen Laurent begründen könnten.”

Auch der CEO selbst meldet sich zu Wort. Er begrüßt das Ergebnis der Untersuchung und bestätigt, dass es durch ihn nie zu Diskriminierung anderer gekommen sei. Gleichzeitig geht er allerdings auch auf die ein, die dem Ergebnis der Untersuchung misstrauen. Dabei verspricht er, ständig weiter an sich zu arbeiten.

Mehr lesen:

Originalmeldung:

Die ehemalige Riot Games-Mitarbeiterin Sharon O’Donnell reichte letzten Monat eine Klage wegen sexueller Belästigung gegen den CEO Nicolo Laurent und das gesamte Unternehmen ein. Bevor Sharon im Juli 2020 gefeuert wurde, arbeitete sie für den Spieleentwickler als leitende Assistentin der Geschäftsführung.

Die Klage

In gleich mehreren Fällen soll der Geschäftsführer seine Angestellte sexuell belästigt haben. Beispielsweise wurde die Klägerin offenbar mehrmals gebeten, mehr Weiblichkeit auszustrahlen und erhielt neben doppeldeutigen Kommentaren immer wieder schmutzige Nachrichten vom Riot-Chef.

Außerdem wird behauptet, dass Laurent seine Assistentin mehrmals zu sich einlud, sobald seine Frau außer Haus war. Da sie seine Einladungen ausschlug, soll Laurent zunehmend unfreundlicher geworden sein. Des Weiteren soll er O’Donnell und anderen weiblichen Mitarbeitern geraten haben, während der Corona-Pandemie “Kinder zu bekommen”, um so Stress abzubauen.

Die anstößigen und bizarren Ereignisse sind neben mehreren gut dokumentierten Beschwerden und ihrer Entlassung der Grund dafür, dass die Ex-Mitarbeiterin nun vors Gericht zieht.

Statement seitens des Spieleentwicklers

“Da einige der Vorwürfe sich auf einen leitenden Angestellten beziehen, beaufsichtigt in diesem Fall ein spezieller Ausschuss unseres Vorstands die Untersuchung, die von einer externen Anwaltskanzlei durchgeführt wird. Unser CEO hat seine volle Kooperation und Unterstützung während dieses Prozesses zugesagt, und wir sind entschlossen, sicherzustellen, dass alle Ansprüche gründlich untersucht und angemessen gelöst werden,” so das offizielle Statement von Riot Games.

Kein Einzelfall bei Riot Games

Diese Klage ist nur eine weitere in einer Reihe von Vorwürfen und Anschuldigungen gegenüber Riot Games und seinen Mitarbeitern. Die Sexismus-Klage gegen das Unternehmen, die 2019 startet, ist immer noch nicht vom Tisch. Erst am 26.01.2021 wurde verkündet, dass das Gericht in Los Angeles beschlossen hat, die Klägerinnen vor das Schiedsgericht einzuberufen.

Riot Games könnte statt 10 Millionen US-Dollar vor einer Zahlung von 400 Millionen US-Dollar an die über 1000 Klägerinnen stehen. Weiterlesen….

Weitere Themen:

Bildquelle: Riot Games