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Plante Epic Games den Gerichtsstreit mit Apple? Fortnite-Fall im Mai vor Gericht

Der Schlagabtausch zwischen Spieleanbieter Epic Games und Tech-Anbieter Apple geht weiter – nun ist Apple am Zug und macht Epic Vorwürfe, die im Mai vor Gericht geklärt werden sollen.

Im Rechtsstreit zwischen Apple und Epic Games geht es erneut in die nächste Runde: Apple beschuldigt den Spieleanbieter nun, den im August 2020 entbrannten Konflikt von langer Hand geplant und initiiert zu haben. Das Ganze soll laut Apple als eine Art PR-Aktion zum Bewerben von Fortnite gedacht gewesen sein. Beide Unternehmen werden den Streit in Gerichtsverhandlungen ab dem 3. Mai weiter austragen.

Was bisher geschah

Nach Epic Games Einführung eines externen Zahlungssystems zum Erwerben von Fortnite-Skins verbannten Apple und Google den Battle-Royale-Titel gleichermaßen aus dem AppStore und PlayStore. Epic Games verklagte daraufhin beide Unternehmen, Apple schlug im Folgemonat jedoch prompt mit Forderungen von Schadensersatz zurück. Epic Games sah sich erneut am Zug, klagte erneut gegen beide Firmen und unterstellte Apple in der Klageschrift “monopolistischen Machtmissbrauch”.

Echter Konflikt oder geplantes “Project Liberty”?

Für eine Weile war es nach Epics letzter Klage still um die beiden Tech-Giganten geworden, während auf den Beginn der Verhandlungen im Mai gewartet wurde. Nun tritt Apple allerdings mit einer neuen Unterstellung auf den Plan: Epic Games soll laut dem Tech-Giganten den gesamten Rechtsstreit um Fortnite auf der eigenen Agenda gehabt haben. Intern soll das Vorhaben schon 2019 als “Project Liberty” mit PR- und Rechtsfirmen ausgearbeitet worden sein.

In Apples hierzu verfasster Klageschrift heißt es:

“All dies ist Teil einer geplanten Medien-Strategie namens ‘Project Liberty’. Epic Games verpflichtete 2019 Cravath, Swaine & Moore LLP und ein Public-Relations-Unternehmen und dieses Gerichtsverfahren ist das Resultat dieses Vorhabens.”

Apple unterstellt Epic Games im Dokument weiterhin, das Tech-Unternehmen als “den Bösen” darstellen zu wollen, um Interesse an Fortnite wiederherzustellen. Gegenüber dem News-Portal MacRumors bestätigte Epic Games CEO Tim Sweeny bereits im Februar, dass Epic Games die Klage gegen Apple intern als “Project Liberty” bezeichnete. Der Vorwurf, dass der Konflikt von vornherein für diese geplant gewesen sei, ist jedoch neu seitens Apple.

Epic Games nimmt auf Apples neue Aussagen erneut den Staffelstab in die Hand und reagiert mit einer neuen Klageschrift, in welcher ein angeblich hoher schädlicher Einfluss von Apple auf den Spieleanbieter detailliert beschrieben wird.

Epic als eigentliches Opfer des Streits?

Im neuen Dokument seitens Epic Games wird ein fragwürdiger App-Review-Prozesses von Apple angesprochen, durch den Epic Games selbst schon über lange Zeit geschädigt würde. Des Weiteren sollen strikte Kontrollmechanismen im AppStore Teil einer großen Schädigung von Epic Games gewesen sein.

Ab dem 3. Mai beginnen die Verhandlungen im Streit der beiden Giganten – ab dann wird sich herausstellen, welche Behauptungen stimmig sind und ob ein Kompromiss den Fall abschließen kann.

Schaut euch hier unsere Folge #eFernsehen mit YouTuberin Gnu an:

 

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Bildquelle: Wikimedia Apple / Wikimedia Epic Games / Fortnite