26. Juni 2018
DOTA 2

OpenAI schlägt Amateurteams

Im letzten Jahr gab uns OpenAI einen Vorgeschmack auf die Zukunft, indem sie einen Bot designten, der die besten Spieler der Welt in einem 1v1 Minigame besiegen konnte. Obwohl diese mit einem gewissen Handicap spielen mussten, bestimmte Items und Strategien waren nicht erlaubt, hatten die Profis keine Chance gegen den Bot. Darauf wurde es zu einer Art Herausforderung von aufstrebenden Profis, diese K.I. zu schlagen, jedoch wurde diese mit jeder Niederlage besser.

Unser Team, bestehend aus fünf neuronalen Netzwerken, OpenAI Five, hat damit begonnen, menschliche Amateurteams in Dota 2 zu schlagen (inklusive einem Team bestehend aus Halbprofis):

Nun ist es Zeit für den nächsten Schritt: OpenAI präsentierte ein Team aus fünf künstlichen Intelligenzen, um den menschlichen Gegnern Herr zu werden. Um die Bots zu trainieren, nutzten die Entwickler das sogenannte Verstärkungslernen und ließen sie immer und immer wieder gegeneinander antreten. Das Spiel läuft auf 100,000 CPUs, was eine totale Spielzeit von 180 Jahren pro Tag bedeutet, etwas, was kein Mensch jemals erreichen wird.

Nachdem das menschliche Test Team besiegt wurde, drückte William ‘Blitz’ Lee seinen Wunsch aus, die K.I. herauszufordern. Zusammen mit vier weiteren Spielern aus den höheren Rängen, gaben sie ihr Bestes, jedoch war es wenig überraschend, dass dies nicht genug war. Die Bots sind darauf geeicht, nicht so wie ihre menschlichen Gegner, jeden Fehler ihrer Gegner maximal zu bestrafen, sie haben keine Befürchtungen, Angst oder machen Fehler wie Misclicks. Dies ist jedoch noch nicht alles. Die K.I. hat weitere Vorteile da ihre Reaktionszeit 80 ms ist und die ihrer menschlichen Gegner um 200-250 im besten Fall. Auf der anderen Seite gibt es Limitierungen wie, dass die K.I. nur 5 von 115 Helden spielen kann (Necrophos, Viper, Crystal Maiden, Sniper and Lich), die menschlichen Gegner müssen diese ebenfalls spielen, was in Mirror Matches resultiert, die so in Wirklichkeit selten bis gar nicht in Dota 2 stattfinden. Somit ist es für die menschlichen Spieler ein wenig unfair, die darauf trainiert sind Gegenstrategien zu dem jeweiligen Draft zu entwickeln.

Kompetitive Spieler müssen sich jedoch keine Sorgen machen. Das Ziel von OpenAI ist es nicht, das beste Dota 2 auf die Beine zu stellen (dies ist nur ein Bonus), sondern sie wollen komplexe Probleme aus der echten Welt mit der Hilfe von Videospielen lösen. Da Dota 2 ein solch komplexes Spiel, mit einer steilen Lernkurve, ist, kann es, sofern die Bots richtig darauf trainiert werden können, viele Anwendungsmöglichkeiten in der echten Welt für sie geben.

Obwohl die Bots noch weit davon entfernt sind, Profiteams zu schlagen, geht der Weg langsam aber sicher in diese Richtung und wir werden sicher zum The International 2018 in ein paar Monaten, mehr von ihnen sehen.

 

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