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Warzone

Nicht nur Skill-based – So komplex ist das Matchmaking in CoD wirklich

Spieler regen sich gerne über Skill-based Matchmaking in Call of Duty auf. Doch das System dahinter ist komplexer, als viele denken.

Wie genau das Matchmaking in Cold War und Warzone funktioniert, ist ein gut behütetes Geheimnis. Einige Mitglieder der Community haben sich daher schon selbst auf die Suche nach Antworten gemacht. Dabei sind komplexe Experimente mit fundierten Resultaten entstanden.

Die Ergebnisse scheinen eindeutig: Je besser ihr selbst spielt, desto wahrscheinlicher kommt ihr in Lobbys mit besseren Spielern. Dabei scheinen andere Faktoren wie die Internetverbindung eine untergeordnete Rolle zu spielen.

So komplex ist das System

Dass die Community mit ihren Vermutungen nicht komplett falsch liegt, zeigen zwei Patente, die Activision in den letzten sechs Jahren angemeldet hat. Darin geht es um Lösungen, wie Matchmaking in ihren Spielen idealerweise funktionieren soll.

Dabei ist das System extrem komplex. So steht im Patent, dass Faktoren wie Ping, Skill-Level und bevorzugter Spielstil miteinander verglichen werden, um den Spieler einer passende Lobby zuzuordnen. Doch diese Faktoren ändern sich nicht nur nach jedem Match, auch die Gewichtung eines einzelnen Faktors kann sich mit der Zeit ändern.

So steht etwa im Patent: “Jeder Match-Faktor kann feinabgestimmt werden, indem seine Wichtigkeit verändert wird. […] So kann die Bewertungs-Engine Matches aufgrund sich dynamisch verändernder Informationen finden und den Matchmaking-Prozess entsprechend anpassen.”

Das bedeutet im Klartext: Ihr sucht nach einem Match, dabei wird ein niedriger Ping wichtiger Bewertet als ähnlicher Skill. Verliert ihr dann mehrere Matches hintereinander, kann es sein, dass euer Ping in Zukunft weniger berücksichtigt wird als euer Skill. Das gilt auch für alle anderen Faktoren.

Hier könnt ihr das Patent von 2015 und das Patent von 2019 selbst aufrufen. Wichtig anzumerken ist auch, dass diese Patente nicht garantieren, dass die angesprochenen Features tatsächlich in Call of Duty genutzt werden.

Nicht nur Ping und Skill

Das System geht allerdings noch weiter: So wird beispielsweise euer Spielstil analysiert. Daraus resultieren im Idealfall Lobbys aus Spielern mit unterschiedlichen Rollen. So versucht das System, Sniper mit Rifle-Spielern zu matchen und nicht ein Team voller Camper gegen ein Team mit Run&Gun-Spielern antreten zu lassen.

Auch interessant ist, dass das Spiel analysiert, ob ihr mit euren letzten Lobbys zufrieden wart. Dafür wird die Spielzeit in dem Match mit eurem Durchschnitt verglichen, außerdem soll der “psychologische Status des Spielers” gemessen werden. Diese komplexen Faktoren beeinflussen eure Lobbys wahrscheinlich in geringerem Umfang als Ping und Skill.

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Fazit

Im Call of Duty-Matchmaking spielt euer Skill definitiv eine große Rolle, wenn es um die Gegner geht, die ihr bekommt. Doch in das System spielen noch sehr viel mehr Faktoren ein, die unterschiedlich gewichtet werden. Sogar diese Gewichtung kann sich von Match zu Match ändern.

Das heißt, dass ein guter Ping wichtiger sein kann als der Skill. Bevor eure Suche zu lang dauert könnt ihr aber auch in eine Lobby gesteckt werden, in der euer Ping schlecht ist und die Gegner deutlich stärker oder schlechter sind als ihr.

Mit jedem Match ändern sich die Variablen. Ihr könnt also leider nie wirklich wissen, was euch erwartet.

Macht ihr eher gute oder schlechte Erfahrungen mit dem Matchmaking in CoD? Schreibt es uns auf Social Media oder Discord!
Gebt uns auch gerne Feedback zu unserer Website!

Bildquelle: Activision

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