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Mobile Games auf dem Vormarsch – Was bringt die Zukunft? | BMW Esports Boost Follow Up

Der Mobile-Gaming-Markt boomt. Doch welche Auswirkung hat dieser Hype auf den Esport-Markt? Eine Einschätzung gab es beim BMW Esports Boost.

Computer mit Tastatur und Maus oder doch lieber Konsole mit Controller? Bis vor ein paar Jahren waren diese beiden Möglichkeiten die einzige Option, um am Esport teilzunehmen. Während man Counter-Strike: Global Offensive oder League of Legends am PC spielt, greift man bei der FIFA 21 Virtual Bundesliga auf die PlayStation oder Xbox zurück.

Doch inzwischen hat sich eine weitere Esport-Ebene entwickelt – Mobile Gaming.


Schon gesehen? Das war das BMW Esports Boost Event


Mobile Gaming im Esport

Was haben PUBG Mobile und Clash Royale gemeinsam? Beide Titel sind kompetitiv und bedienen sich einem Medium, worauf die meisten Menschen einen Zugriff haben: dem Smartphone.

Während einer Esport-Übertragung fällt dieser Unterschied besonders bei den Esportler:innen auf. Die PC- und Konsolen-Profis sitzen vor einem großen Monitor und die Mobile-Esportler:innen vor dem Handybildschirm. Das scheint erst mal ein Nachteil für die Mobile-Profis zu sein. Doch welche Vorteile bietet das Konkurrieren am Handy gegenüber dem “traditionellen” Esport?

Mobile-Gamer auf dem Vormarsch

Erster Vorteil: Es ist eine riesige Spielerschaft vorhanden.

Aktuell leben 83 Millionen Menschen in Deutschland. Laut der Webseite Statista besitzen davon über 71 Millionen Menschen ein Handy, was einem Anteil von 86% entspricht. Da liegt es natürlich nahe, dass man auf dem Gerät auch das ein oder andere Game zockt.

Laut einer repräsentativen Umfrage von splendid-research.de aus 2018 spielen 37 Prozent der Bevölkerung zwischen 15 und 69 Jahren Games auf dem Smartphone, 27% am PC und nur 16% an einer Konsole.

Die rechte Spalte der Grafik zeigt deutlich, dass der Anteil an Handyspieler:innen am größten ist. | Bildquelle: splendid-research

Über 30 Millionen Handy-Nutzer zocken demnach mobil. In 2021 dürften das deutlich mehr sein. Also eine potenziell große Community für den Mobile-Gaming-Esport-Markt.



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Mobile Games werden immer besser

Der zweite Vorteil: Mobile Games entwickeln sich.

Lange Zeit wurden Handyspiele nur als Zeitvertreib angesehen und basierten eher auf primitiven Singleplayer-Konzepten. Durch die Weiterentwicklung der Smartphones und der darauf laufenden Spiele, kamen aber immer mehr Multiplayer-Games auf den Markt. Auch die Qualität wird deutlich besser.

Das erkannte auch Jens Hilgers, Founding General Partner bei BITKRAFT, beim BMW Esports Boost:

Spiele auf Touchscreen-Geräten ähneln immer mehr den Spielen auf der Konsole oder auf dem PC. es wird daher spannend mit anzusehen, wie sich der Handyspielemarkt in den nächsten Jahren gegenüber dem Konsolen- und PC-Markt schlagen wird.

Handyspiele erleben also eine gute Entwicklung und stehen den traditionellen Esport-Titeln wie CS:GO und League of Legends kaum mehr in etwas nach – ganz im Gegenteil. Wer im Moment Esportler:in werden möchte, hat relativ hohe Anschaffungskosten: Rechner oder Konsole, einen Bildschirm, Headset und mehr.

Für das kompetitive Mobile Gaming braucht man “nur” ein Smarthphone, das der Großteil der Bevölkerung sowieso schon täglich bei sich trägt. Einen Gaming-Rechner hat hingegen nicht jeder. Die Einstiegshürde ist also deutlich geringer.

Die Zukunft des Esports

Der dritte und entscheidende Vorteil: Es ist die Zukunft.

Der Gaming- und Esport-Markt wächst rasant an. Kinder und Jugendliche haben immer früher Zugang zu digitalen Medien und nutzen diese viel selbstverständlicher als ihre Eltern. Dadurch ändert sich auch das Konsumverhalten. Während die älteren Generationen noch häufig auf traditionelle Medien wie TV, PC und Konsole zurückgreifen, nutzen ihre Sprösslinge stattdessen das Smartphone oder Tablet.

Durch die frühe Nutzung von mobilen Geräten haben Kinder automatisch andere Vorbilder als ihre Eltern. Sebastian Romanus, CEO von Studio 71, zeigte beim BMW Esports Boost dementsprechend die Zukunft der nächsten Generationen auf:

Früher wollten Kinder Fußballer werden. Heute wollen sie Esportler oder Influencer werden.

Durch die immer besser werdenden Spiele und bereits im Esport etablierten Mobile Games wie Clash Royale, haben Kinder einen frühen Einstieg in die Branche. Das steigert den Wunsch, neue Berufe wie Esportler:in, Content Creator:in oder Influencer:in zu ergreifen. 

Und das wiederum dürfte den Mobile-Gaming-Esport-Markt in den nächsten Jahren deutlich vergrößern.

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Bildquelle: pexels.com