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LoL-Guide zum Jungle-Pathing – Deshalb ist ein guter Plan wichtig

Wer in League of Legends als Jungler Erfolg haben will, braucht vor allem gutes Pathing. Da das aber nicht immer einfach ist, helfen wir euch mit unserem Guide.

Wer sich als Jungler in LoL ins Ranked stürzen möchte, hat damit eine Rolle gewählt, die großen Einfluss auf die gesamte Karte und den Spielverlauf ausüben kann. Damit ihr euer Team von dieser Position aus zum Sieg führen könnt, gilt es, euer Pathing zu optimieren.

Mit Jungle-Pathing sind die Routen gemeint, die ein Jungler durch den mit Monstern gespickten Dschungel auf Summoner’s Rift abgeht. Es ist wesentlich komplizierter, als nur von Monster zu Monster zu laufen: Das Pathing eines Junglers sollte sich daran orientieren, welche seine stärksten Lanes sind, welche Monster-Camps wann wieder zur Verfügung stehen, welche epischen Monster auf der Karte sind und wo sich der gegnerische Jungler aufhält.

Win-Conditions erkennen: Welche Seite wird fokussiert?

Bereits vor Beginn des Spiels sollte sich ein Jungler grob einen Pfad zurechtlegen, den er zunächst abgehen wird. Typisch ist zunächst ein kompletter Clear, bei dem man also den gesamten eigenen Jungle von Monstern befreit und sich somit Gold und Erfahrung sichert. Üblicherweise starten Spieler dafür am Red Buff oder am Blue Buff.

Bei der Entscheidung, wo ihr starten wollt, solltet ihr bereits auf eure Lanes schauen: Habt ihr einen von Anfang an starken Top-Laner wie Renekton, könnt ihr von unten nach oben spielen und habt früh die Chance, ihm zu helfen. Sollte aber ein Tank wie Ornn auf der Top-Lane spielen, ist es oftmals sinnvoller, euch von oben nach unten zu eurer Bot-Lane vorzuarbeiten und nach dem Clear dort ins Geschehen einzugreifen.

Mit Udyr habt ihr einen schnellen Clear und simple Gank-Möglichkeiten

Schätzt vorher ab, welche Seite eure stärkere ist und fokussiert euch vor allem auf diese. Die andere Seite ist dann die sogenannte Weakside. Idealerweise spielt der Weakside-Laner einen Champion, mit dem er sicher farmen kann und keine große Unterstützung durch den Jungler braucht.

Camps und Objectives im Blick behalten

Regelmäßige Ganks auf der starken Seite sind für einen Jungler wichtig, doch er muss auch selbst an Ressourcen kommen. Daher solltet ihr eure Monster-Camps immer im Auge behalten und sie regelmäßig abarbeiten, da sie eure sicherste Einnahmequelle sind. Plant eure Route so, dass ihr die Camps möglichst effektiv ablaufen könnt und am Ende dort rauskommt, wo ihr als nächstes ganken wollt.

Ein weiterer wichtiger Faktor, für den der Jungler hauptsächlich verantwortlich ist, sind die Objectives. Zu Beginn des Spiels wollt ihr zum Beispiel mindestens eine Scuttle Crab erledigen, denn sie gibt viel Gold, Erfahrung und temporär Vision im Fluss. Bekommt ihr sogar beide Krabben, habt ihr bereits einen Vorteil gegenüber dem gegnerischen Jungler, also berechnet das unbedingt in euer Pathing ein.

Später werden die Objectives noch wichtiger: Der erste Drache spawnt nach fünf Minuten und der Rift Herald wagt sich nach acht Minuten in die Kluft. Die ersten Drachen sind vor allem eine Investition ins spätere Spiel, weil sie euch näher an die starke Dragonsoul bringen. Der erste Herald kann euch viel Gold verschaffen, weil ihr mit ihm mehrere Turmplatten und gegebenenfalls sogar den ersten Turm des Spiels einreißen könnt.

Auch an diese Monster müsst ihr euer Pathing also anpassen. Habt ihr eine starke Bot-Lane, könnt ihr mit ihrer Hilfe beispielsweise bereits früh den ersten Drachen erlegen. Im Idealfall sollte die Bot-Lane dann für kurze Zeit nach oben gehen und mit dem Top-Laner tauschen, damit ihr euch auch den Herald schnappen könnt. Mit einer Weakside-Bot-Lane könnt ihr den ersten Drachen hingegen auch aufgeben und euch stattdessen auf eure Top-Lane und den Herald fokussieren.

Anpassung als Schlüssel: Was macht der Gegner?

Farmen, Ganks, starke Seiten, Objectives – all diese Dinge sind entscheidend und doch wird die Jungle-Rolle noch komplizierter, denn natürlich hat in aller Regel auch der Gegner einen Jungler, der nicht untätig bleibt.

Durch im gegnerischen Jungle platzierte Wards und die Beobachtung des Junglers, wenn er sich auf der Karte zeigt, solltet ihr ständig versuchen, die nächsten Schritte des Gegners vorauszuahnen: Welche Camps stehen ihm gerade zur Verfügung? Was ist sein nächstes Ziel und wo muss er langlaufen, um dorthin zu gelangen? Kann sein Champion schneller clearen als eurer und wie würde das Eins-gegen-eins ausgehen?

Ein guter Jungler passt sein Pathing ständig an den Gegner an. So kann er ihm zum Beispiel Camps wegnehmen, seine Ganks direkt auskontern oder auf der anderen Seite der Map ganken und Objectives sichern. Wenn der gegnerische Jungler beispielsweise eure Bot-Lane gankt und damit erfolgreich ist, solltet ihr das im Idealfall bereits erwartet haben und eurem Top-Laner helfen, Monster im gegnerischen Top-Side-Jungle töten oder gar den Rift Herald an euch nehmen, um seinen Spielzug zu beantworten.

Mit Lee Sin solltet ihr meist Plays und Ganks versuchen und euch weniger aufs Farmen konzentrieren

Wenn ihr sowohl auf der Mid-Lane als auch auf einer Side-Lane die Nase vorn habt, könnt ihr auf dieser Seite der Karte auch durchaus aggressiv gegen den feindlichen Jungler vorgehen. Solange eure Laner schneller zu euch kommen können und ihr das Eins-gegen-eins nicht klar verlieren würdet, muss der Gegner wohl oder übel Ressourcen aufgeben. Auch das solltet ihr beim Pathing immer im Hinterkopf behalten.

Jungler haben es in LoL definitiv nicht leicht. Ständig müssen sie die ganze Karte im Blick behalten, die wichtigen Objectives für ihr Team sichern, ihren Lanern helfen und dabei auch noch ihren eigenen Farm auf einem guten Level halten. Viel Übung und Spielverständnis sind nötig, um die Rolle zu perfektionieren. Aber es lohnt sich: Clevere Jungler mit gutem Pathing können Spiele maßgeblich entscheiden und somit schnell in der Rangliste aufsteigen.

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Bildquelle: Riot Games

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