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League of Legends 101 – Warden & Vision aufbauen

Wards sind stets ein Schlüsselelement in League of Legends. Gerade Pro-Spieler spielen so sehr um Vision, dass es mittlerweile auch in Casual Games unverzichtbar geworden ist.

In den ersten Seasons in League of Legends war es oft nur der Supporter und seltener auch die Solo-Laner, die Wards gekauft haben. Seit jedoch Trinkets eingeführt, normale Wards aus dem Shop entfernt und die Zahl der maximalen Wards im Inventar begrenzt wurden, ist Vision im Spiel deutlich wichtiger geworden. In diesem Guide erklären wir euch das Einmaleins des Wardens – vom Early Game bis hin zu den späteren Phasen den Spiels.

Das frühe Spiel

Vor der Laning-Phase

Ein wichtiger Irrglaube ist, dass man vor dem Spawnen der Minions keine Wards platzieren sollte. Das ist allerdings nicht gänzlich wahr, denn Vision kann auch so früh im Spiel viele Vorteile bieten. Zum einen schützt man hierdurch seine Seite der Map vor etwaigen Spielzügen, die der Gegner auf Level eins machen könnte. Wenn ein Teil des Jungles beispielsweise unbewacht ist und der jeweilige Teammate noch in der Base oder anderswo ist, platziert einfach selbst einen Ward an besagter Stelle. Ebenso können Wards aggressiv benutzt werden, wenn mehrere Leute zu Beginn einen Invade im gegnerischen Jungle machen und dort Champions aufdecken wollten. Wird der gegnerische Jungler hier entdeckt, kann sein weiteres Pathing und etwaíge Ganks im Early Game vorhergesehen werden.

Früh im Spiel kann es sinnvoll sein, Wards im Jungle zu platzieren und durch diese den gegnerischen Jungler ausfindig zu machen. Bildquelle: League of Legends

Seid euch bewusst, dass jeder Ward, den ihr platziert, von Gegnern mit dem Item Oracle Lens entdeckt und für Erfahrungspunkte beseitigt werden kann. Wenn ein anderer Champion in der Nähe ist, kann dieser durch die geteilten XP vielleicht sogar ein Level-Up erreichen. Sollte ein Maximum von drei Champions des gegnerischen Teams in der Nähe sein, bekommen diese bis zu 6 Prozent der Erfahrungspunkte für den beseitigten Ward.

Die eigene Lane beschützen

In der Lane befindet man sich meistens in einem 1-gegen-1 oder 2-gegen-2, jedoch bleibt das nicht immer so. Der gegnerische Jungler ist – genau wie der eigene – stets auf der Lauer, um effektive Ganks zugunsten des eigenen Team zu machen. Klassischerweise kann ein gegnerischer Gank einfach durch einen Ward in der Nähe der Lane verhindert werden: Sobald der Jungler sich in einem Busch mit einem Ward versteckt, entdeckt ihr ihn und könnt euch außer Reichweite bewegen. Wards in den Büschen zu eurer Lane sind dementsprechend immer ratsam.

Das Ward-Duo

Ein Ward alleine ist oft nicht genug, um eure Lane effektiv vor Ganks zu schützen. Idealerweise unterstützt euch euer Jungler damit, tief im Jungle ebenfalls Vision aufzubauen – denn wenn das ganze Team die Position des gegnerischen Junglers kennt, können Ganks leichter vorhergesehen oder sogar durch Counterganks bestraft werden.

Das Mid-Game

Objectives

In der Mitte des Spiels fangen beide Teams meist an, sich mehr auf Objectives zu konzentrieren. Manchmal wird auch vorher schon ein Herald oder der erste Drache genommen, doch ab dem Mid-Game wird es hierbei ernst. Beide Teams bewegen sich zum Drachen oder gar Baron und bereiten diese vor – meistens mit Vision-Kontrolle, also Wards. Da mehr und besser platzierte Wards einen Vorteil verschaffen, solltet ihr frühzeitig vor Ort sein und diese setzen und verteidigen. Und mit “frühzeitig” meinen wir wirklich früh.

Auch kleinere Objectives wie der Blue Buff sind trotz allem umkämpft – ein Ward am Buff bedeutet hier gleichzeitig, den gegnerischen Jungler im Blick haben zu können. Bildquelle: League of Legends

Wards haben einen Ablauf-Timer von circa drei Minuten. Wenn ihr also ungefähr eineinhalb Minuten vor dem Spawnen des Objectives den Ward setzt, hat euer Team ideale Vision, während die Gegner meist noch nicht in Position sind. Eure Wards müssen allerdings vom gesamten Team beschützt werden, da gegnerische Champions sie sonst einfach beseitigen können. Dies zu vergessen, ist einer der häufigsten Fehler.

Deep Vision

Beim Spielen um Objectives kommt es sehr wahrscheinlich zu Teamfights. Diese profitieren enorm von Deep Wards, die eurem Team Teleports für eine gelungene Flanke im Kampf ermöglichen. Wann immer ihr also im Jungle warded: Setzt noch einen Ward in einen tieferen Busch, um beispielsweise eurem Top-Laner so einen Spielzug zu ermöglichen und den Teamfight zu gewinnen.

Late Game

Ein Ward, sie alle zu knechten

Nun wisst ihr also, wie wichtig Wards sind, um die Map zu kontrollieren und zu dominieren. In den späteren Spielphasen werden Wards allerdings häufig beseitigt und es kann riskant sein, sie zu verteidigen. Aus diesem Grund sollte euer Team zusammen bleiben und darüber kommunizieren. Motiviert eure Mitspieler ruhig, Control Wards zu kaufen und sie an den richtigen Stellen zu platzieren! Das kann schließlich dazu führen, dass ihr Gegner bei riskanten Zügen ertappen oder sogar als gesamtes Team aus dem Hinterhalt überraschen könnt.

Deep Wards – also Wards, die tief im Jungle platziert sind – helfen eurem Team unter anderem, in Kämpfen die Kontrolle zu gewinnen. Bildquelle: League of Legends

Letzten Endes ist es am wichtigsten, dass ihr selbst euch anstrengt, sinnvolle Wards zu setzen und zu verteidigen. Da League of Legends ein Team-basiertes Spiel ist, müsst ihr euch allerdings auch auf eure Verbündeten verlassen können – weshalb es wichtig ist, dass ihr mit ihnen kommuniziert und sie zum Warden motiviert. Auf dem Papier gibt es viele Tricks und Orte auf der Map, an denen Wards Sinn ergeben. Mit diesen zu experimentieren, ist also sicherlich eine gute Idee. Wir wünschen allen Beschwörern dabei viel Erfolg!

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Bildquelle: League of Legends

 

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