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Kommentar: FIFA-Wunderkind angefeindet – Seid ihr eigentlich bekloppt?

Die FIFA-Welt redet kurz vor Weihnachten über die 300 Weekend-League-Siege von Anders Vejrgang. Doch in den Kommentaren wird er übelst angegangen. Habt ihr sie noch alle? Ein Kommentar von Hauke van Göns.

Wer mit 14 Jahren so gut in FIFA ist, dass selbst der Weltmeister Respekt haben muss, ist ein Superstar – ob er will oder nicht.

Offizielle Turniere darf Anders Vejrgang von RBLZ Gaming, dem Esport-Team von RB Leipzig, noch nicht spielen. Doch auch bei Amateur-Cups nimmt er regelmäßig dreistellige Summen am Tag ein.

Am Wochenende holte er den 300. Sieg in der WL – ohne auch nur einmal zu verlieren. Diese Leistung ist bei aller Varianz in FIFA der absolute Wahnsinn.

Neid und Hass in den Kommentaren

Natürlich springen auch Mainstream-Sportmedien wie Bleacher Report oder 433 darauf an – und dort wird Anders von den Lesern übelst angegangen. Kaum jemand gönnt dem 14-Jährigen den Erfolg.

Und ich denke mir: Seid ihr eigentlich bekloppt?

Natürlich spielt der gute Mann den ganzen Tag FIFA. Draußen herrscht eine Pandemie, wenn keine Ferien sind, gibt es Homeschooling und seit FIFA 13 hat der Youngster sein Herz an die Spieleserie verloren. Als ich in seinem Alter war, habe ich genauso viel gespielt wie er – ohne erfolgreich zu sein.

Wir sollten eher dankbar sein, dass wir diese Ausnahmeleistung miterleben dürfen. Kaum ein Gamer ist in diesem Spiel online in den letzten Jahren so konstant gewesen.

Er beherrscht den aktuell wichtigsten Skillmove – den Übersteiger – so gut, wie kein anderer. Wer in so jungen Jahren so gut ist, hat nichts als Respekt verdient.

Vorbild statt Feindbild

Seine Familie supportet ihn seit Jahren. Vielleicht ist die Anders-Story Vorbild für viele andere aufstrebende Gamer. Er nimmt den Hate selbst mit einem zwinkernden Auge und grüßt seine Hater regelmäßig.

Natürlich ist ein Online-Erfolg noch kein Versprechen, dass es Offline auch klappt. Gerade als gehypter Youngster fällt es dank des Drucks bei Events vor Ort nicht leicht. Eine Erfahrung, die auch ein Tekkz in seiner ersten internationalen Saison machen musste.

Doch die Events haben wir aktuell einfach nicht. Also lasst ihn doch bitte einfach in Ruhe zocken! Er ist einer der wenigen, der die Zeit in Lockdowns und Co. wirklich sinnvoll für sich genutzt hat.

Das sollte Vorbild und nicht Feindbild sein.

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Bildquelle: RBLZ

 

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