Zur Übersicht

Jungle-Buffs für Lane-Champions – Riot will Position beliebter machen

Im neuesten LoL-Patch will Publisher Riot Games neue Champions in den Jungle schieben. Die Position hat vor allem in der Solo-Queue ein Beliebtheitsproblem.

“Sie ist eine der einflussreichsten Positionen im Spiel, aber auch ziemlich unbeliebt”, beschrieb Riots Gameplay Design Director für League of Legends, Mark “Scruffy” Yetter Ende Januar die Jungle-Rolle.

In der Tat werden LoL-Spieler, die viel im Ranked unterwegs sind, feststellen, dass sie häufig unfreiwillig zum Jungler gemacht werden, wenn das Autofill-System zuschlägt. Die Popularität der eigentlich so starken Rolle ist in LoL nach wie vor gering und Riot Games möchte dies ändern. Im kommenden Update 11.8 erhalten daher mehrere Lane-Champions Buffs, die sie als Jungler spielbar machen sollen.

Morgana, Zed und Co. bald als Jungler?

Konkret handelt es sich dabei um Zed, Darius, Mordekaiser, Morgana und Diana. Sie alle werden mit dem neuen Patch stärker im Kampf gegen Monster, der für Jungler zu den wichtigsten Aufgaben im Spiel gehört. So könnte der Championpool auf dieser Position um beliebte Charaktere erweitert werden und eventuell neue Spieler anlocken – das scheint zumindest der Plan des LoL-Publishers zu sein.

Ob dieses Vorhaben aufgeht, bleibt allerdings abzuwarten. Bereits 2020 hatte Riot in den Patches 10.4 und 10.5 die genannten Champions abzüglich Morgana für den Jungle gebufft, doch bis heute werden sie kaum auf dieser Position gespielt. Der zweite Anlauf zeigt, dass das Gameplay-Team den Ansatz noch nicht aufgeben will.

Auf dem Papier erleichtert das Update Morgana, Zed und Co. auf jeden Fall das Farmen im Jungle. Einige Spieler werden die Champions ausprobieren und es wird sich über mehrere Wochen herausstellen, ob das Unterfangen diesmal erfolgreich ist.

Langfristiger Jungle-Plan scheint zu fehlen

Nachdem Riot Games bereits Ende Januar betonte, dass man der geringen Beliebtheit der Jungle-Position entgegenwirken wolle, scheint Patch 11.8 auf den ersten Blick der Versuch zu sein, die Spieler zu ihrem Glück zu zwingen. Die Probleme der Rolle würden jedoch auch damit noch bestehen bleiben.

Vom Jungler hängt in jedem Spiel sehr viel ab. Er kann seine Laner nach vorne bringen und die wichtigen Objectives wie Baron Nashor und die Drachen kontrollieren, womit er den Grundstein für einen Sieg legen kann. Wenn es hingegen schlecht läuft, ist vor allem in der Solo-Queue der Sündenbock schnell gefunden: Jungler müssen sich wohl mehr von ihren Teammitgliedern anhören als alle anderen Spieler.

Zudem gibt es in League of Legends auch in der mittlerweile elften Saison noch kein Jungle-Tutorial für neue Spieler. Der essenzielle Summoner-Spell Smite wird erst mit Level 9 freigeschaltet, vorher kommen Anfänger nicht mit der Rolle in Berührung. Durch die möglichen Routen, das Überwachen des gegnerischen Junglers und das Erkennen guter Gank-Momente ist die Jungle-Rolle komplex und unterscheidet sich stark vom Laning. Viele Spieler werden womöglich allein dadurch abgeschreckt.

Es bräuchte wohl eine Art Reform für den Jungle, um mehr Spieler für die Position zu begeistern. Riots Versuch, beliebte Champions in die Rolle zu drücken, ist zwar ein Anfang, doch langfristig wird es wohl mehr brauchen, um einen Großteil der Spielerschaft zu erreichen.

 

Weitere Themen:

Was denkt ihr über den Zustand der Jungle-Rolle? Schreibt uns auf unseren Socials und auf Discord!

Helft uns unsere Seite zu verbessern und gebt uns Feedback!

Bildquelle: Riot Games

Jetzt teilen