1. Dezember 2020
Gaming

Ist Cloud-Gaming die Zukunft?

Der Markt des Cloud-Gamings wächst stetig. Tech-Giganten wie Microsoft, Amazon und Google feilen an Konzepten, Spiele über eine Cloud anzubieten. Somit könnte zukünftig der gesamte Markt abgedeckt und der Kauf einer Hardware unnötig werden.

Noch befindet sich das Streamen von Spielen in den Kinderschuhen. Cloud-Spiele mit hohen Grafischen Anforderungen können noch nicht mit einem guten Rechner mithalten. Dennoch gibt ist es bereits Cloud-Gaming-Anbieter, die Spiele in 4K Ultra-HD streamen. Um einen besseren Eindruck um das Thema Cloud-Gaming zu bekommen, wägen wir die Pros und Contras der Technologie ab.

Die Vorteile

Durch das Streamen von Spielen ist es nicht mehr notwendig, eine Konsole oder einen Computer mit starker Rechenleistung zu besitzen. Das Rendern der aufwendigen Grafik-Details übernimmt der Server, auf dem das Spiel liegt. Vorteilhaft ist auch, dass Cloud-Gaming ein großes Angebot an Spielen bietet, zwischen denen man hin und her wechseln kann, ohne diese vorab auf einem Gerät installieren zu müssen.

Außerdem können die Spiele jederzeit und überall gespielt werden. Nicht daheim? Kein Problem! Ob am Handy, Tablet oder anderen kompatiblen Geräten spielst du auch unterwegs mit deinem aktuellen Spielstand weiter!

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Die Nachteile

Das Spielangebot ist auf den bisherigen Plattformen noch relativ begrenzt. Auch sind diverse Spiele nicht wirklich dafür ausgelegt, um auf anderen Geräten gespielt zu werden. Beispielsweise ist es bisher noch nicht möglich, Spiele, die eine hohe an Reaktionsgeschwindigkeit voraussetzen, in Echtzeit zu streamen.

Diese Latenz liegt vor allem an der Internetgeschwindigkeit. Auf dem durchschnittlich ausgeschilderten Internetgeschwindigkeits-Minimum von 10 Mbit/s und einer empfohlenen Geschwindigkeit von 100 Mbit/s wird deutlich, dass wir in vielen Regionen Deutschlands nicht annähernd den Anforderungen gerecht werden können.

Um so schwieriger wird es daher Spiele unterwegs via Mobilgeräten zu streamen. Die Mindestanforderung wäre ein 5G-Kompatibles Endgerät mit einer konstanten Internetverbindung.

Ferner sind die meisten Unternehmen darauf fokussiert, ein Abo-Modell für diesen Service anzubieten. Spiele können ähnlich wie bei Netflix rein und herausgenommen werden. Somit ist der Kunde nie wirklich im Besitz eines Spiels.

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Was kann Cloud-Gaming bisher?

Es gibt mittlerweile eine Reihe von Anbietern, deren Leistung sich voneinander Unterscheidet. In diesem Video werden signifikanten Unterschiede gut verdeutlicht:

Hier nochmal das Wichtigste zusammengefasst:

Microsofts “xCloud”

  • max. Auflösung: 1440p
  • max. Bilderrate: 60fps
  • min. 10 Mbit/s
  • Xbox Cloud Controller notwendig
  • In den nächsten 12 Monaten sollen alle Xbox-Spiele auch in der Cloud spielbar werden

Mehr zu xCloud: Auf dem TV zocken ohne Konsole? Microsoft plant Revolution!

PlayStation Now

  • max. Auflösung: 720p
  • max. Bildrate 60fps
  • min. 5 Mbit/s
  • PlayStation Dualshock Controller notwenig
  • 7 Tage kostenlos danach 9.99 €/Monat
  • unterstützt keine Mobilgeräte

Geforce Now:

  • max. Auflösung 1080p
  • max. Bildrate 60fps
  • min. 15 Mbit/s für 720p oder 5 GHz WLAN
  • min. Android 5.0 für Mobile-Spieler
  • Spiele müssen gekauft werden oder bereits in der Mediathek einer Plattform sein
  • Gratis Version max 1h Spielzeit (mit Wartezeiten)
  • Gründer Version max 6h Spielzeit ab 5.49 €/Monat (ohne Wartezeiten)

Stadia:

  • max. Auflösung 4k (Pro-Version)
  • max. Bildrate 60fps
  • min. 10 Mbit/s für 720p, 35 Mbit/s für 4k
  • Stadia Controller benötigt
  • Chromecast benötigt für Spielen am TV
  • Verhältnismäßig kleines Spielangebot
  • Stadia kann man einen Monat Gratis testen
Die Alternative zu Cloud-Gaming

Shadow – Gaming Experience

Shadow ist ein Unternehmen, dass nicht Cloud-Gaming, sondern Cloud-Computing anbietet. Der Unterschied liegt dabei, dass euch ein leistungsstarker Win10 Computer über die Cloud zur Verfügung gestellt wird.

Dieser kann dann mit einer Art Remote-Steuerung genutzt werden. Dabei ist der PC nicht nur aufs Gaming beschränkt. Auch ist es möglich diverse Office-Software wie Photoshop, Premier Pro oder ähnlich zu benutzen.

Allerdings bietet Shadow keine Spiele an. Man kann seine eigenen Spiele-Bibliotheken anmelden.

Unter diesem Link kommt ihr auf die Website von Shadow: https://shadow.tech/de/

Fazit

Cloud-Gaming steht noch in den Anfangsstadien der Entwicklung und wird noch eine gewisse Zeit brauchen, um den Anforderungen der meisten Spieler gerecht zu werden. Auch wird sich das Internet, die Achillesferse des Cloud-Gamings, im Laufe der nächsten Jahre verbessern. 5G Mobilgeräte und Bandbreiten von 100 Mbit/s sollten in nicht allzu ferner Zukunft zum Standard in Deutschland werden.

Das wesentliche Potenzial von Cloud-Gaming besteht bei den Menschen, die sich nicht den neuesten Highend-Gaming-PC leisten können, sich aber trotzdem Cyberpunk, CoD und Co. holen möchten.

Alles in allem ist Cloud-Gaming durchaus für Spiele mit hohen empfohlenen Systemspezifikationen interessant, wobei es für Spiele, bei denen es hauptsächlich um mechanische Skills geht, noch weiter ausreifen muss.

Für Gaming-Einsteiger scheint Cloud-Gaming allerdings eine durchaus sinnvolle und gute Möglichkeit, ohne große Ausgaben oder Risiken die Welt der Spiele zu entdecken.

Was glaubt ihr? Wird sich Cloud-Gaming demnächst etablieren? Schreibt es uns auf Social Media oder Discord!

Gebt uns auch gerne Feedback zu unserer Website.

Bildquelle: Sony, Google, Steam
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