23. September 2020
League of Legends

Holt sich Europa den Thron? Das Power-Ranking zu den LoL Worlds

Die League of Legends World Championship startet am Freitag mit der Play-In-Phase. Wie gut die Chancen für G2 Esports, Fnatic und Co. im internationalen Vergleich stehen, verrät euch unser Power-Ranking.

Die 22 besten LoL-Teams der Welt treffen vom 25. September bis zum 31. Oktober bei der Weltmeisterschaft aufeinander. LEC-Champion G2 Esports hat 2019 das Finale erreicht und zählt erneut zum Favoritenkreis. Welche Lineups sind die stärksten? Und wer gehört eher zu den Underdogs?

Platz 22: Legacy Esports (Ozeanien)

Die Australier von Legacy Esports werden es bereits in der Play-In-Phase schwer haben. Die heimische OPL konnte das Team überzeugend gewinnen, doch Vertreter der Region hatten in den Vorjahren in aller Regel nichts zu melden.

Platz 21: Rainbow7 (Lateinamerika)

Auch das vorwiegend argentinische Lineup von Rainbow7 zählt in den Play-Ins zu den Underdogs. Im Finale der LLA wurde es für das Team bereits eng, der knappe 3:2-Sieg über die All Knights macht wenig Hoffnung auf eine gute Performance gegen auf dem Papier deutlich stärkere Gegner.

Platz 20: INTZ (Brasilien)

Die Brasilianer von INTZ können sich schon etwas mehr ausrechnen, sind aber ebenfalls Außenseiter. Trotz ihrer großen Fanbase hat die CBLoL international bislang nie so recht überzeugen können. Die Qualifikation für die Endrunde wäre für die Brasilianer ein Riesenerfolg.

Platz 19: V3 Esports (Japan)

Das japanische Team V3 Esports hat ebenfalls nur Außenseiterchancen. Mit einem knappen 3:2 im Finale der LJL konnte V3 das internationale Publikum nicht unbedingt beeindrucken. Zumindest hat sich die japanische Liga zuletzt stetig verbessert. Das Überstehen der Play-In-Stage wäre für das Team dennoch eine große Überraschung.

Platz 18: PSG Talon (Südostasien)

Paris Saint-Germain bei den Worlds in League of Legends? Richtig. Der französische Champions-League-Finalist hat gemeinsam mit Talon Esports ein taiwanesisches LoL-Team aufgestellt. Als zweiter Vertreter der südostasiatischen PCS wäre das Lineup normalerweise ein Favorit auf den Einzug in die Endrunde, doch diesmal ist das anders.

PSG Talon hatte große Probleme, den eigenen Spielern für das Turnier Visa zu besorgen. Nun muss das Team mit drei Leihspielern im Jungle, in der Mid-Lane und auf der AD-Carry-Position antreten. Das Lineup wirkt immer noch konkurrenzfähig, ist aber kaum eingespielt und wird es damit schwer haben.

Platz 17: Papara SuperMassive (Türkei)

Die Vertreter der türkischen TCL waren in der Vergangenheit hin und wieder für Überraschungen gut, auch wenn es nie zu nennenswerten Erfolgen gereicht hat. Mit viel Erfahrung und dem äußerst erfahrenen südkoreanischen Jungler Byung-kwon “KaKAO” Lee will SuperMassive das nun ändern.

Platz 16: Unicorns of Love (CIS)

Das russische Team der Unicorns of Love hat 2019 nur knapp den Sprung in die Worlds-Endrunde verpasst. Auch diesmal sind die Einhörner, die die russische LCL dominiert haben, ein Kandidat für das Weiterkommen. Durch die Personalprobleme von PSG Talon hat UoL sogar realistische Chancen, den zweiten Platz in der eigenen Play-In-Gruppe zu erobern. Der deutsche Coach Fabian “Sheepy” Mallant würde erstmals in seiner Karriere die Endrunde erreichen.

Platz 15: Machi Esports (Südostasien)

Als Champion der PCS ist Machi Esports bereits sicher für die Main Stage der World Championship qualifiziert, doch verglichen mit den Teams der anderen Regionen werden die Taiwanesen voraussichtlich nur geringe Chancen haben. Bisher stehen G2 Esports und Suning Gaming als Gruppengegner von Machi fest, was das Weiterkommen für das Team denkbar unwahrscheinlich macht.

Platz 14: Team Liquid (Nordamerika)

Einer der größten Favoriten in der Play-In-Phase ist das erfahrene Lineup von Team Liquid. Ex-Fnatic-Jungler Mads “Broxah” Brock-Pedersen und seine Mitspieler haben im LCS Summer Split vor allem in der regulären Saison überzeugt, gerieten in den Playoffs aber ins Straucheln. Die Play-Ins sollte Liquid überstehen können, viel mehr aber auch nicht.

Platz 13: MAD Lions (Europa)

Eine Wundertüte waren zuletzt auch die europäischen MAD Lions. Zwischenzeitlich galten die Löwen im LEC Summer Split als bestes Team Europas, klare Playoff-Niederlagen gegen G2 Esports (1:3) und Rogue (0:3) ließen sie zuletzt aber eher schlecht aussehen.

Sollten die Play-Ins für die Europäer erfolgreich verlaufen, müssten sie in die schwere Gruppe D. In ihrer zuletzt gezeigten Form wären sie dort der klare Underdog. Mit Norman “Kaiser” Kaiser spielt ein deutscher Supporter für die MAD Lions.

Platz 12: FlyQuest (Nordamerika)

Auch FlyQuest kann mit Mid-Laner Tristan “PowerOfEvil” Schrage einen deutschen LoL-Star vorweisen. Als zweimaliger LCS-Vizemeister ist mit dem Team durchaus zu rechnen, doch Nordamerika hat in den Vorjahren im internationalen Vergleich oftmals eher schlecht abgeschnitten.

Sollten die MAD Lions die Play-Ins überstehen, würden sie in FlyQuests Gruppe kommen und wären potenziell ein schlagbarer Gegner für die US-Amerikaner. Doch auch PowerOfEvil und seine Kollegen sind gegen Top Esports und DRX nur Außenseiter.

Platz 11: LGD Gaming (China)

Das wohl stärkste Play-In-Team ist LGD Gaming aus China. Jungler Wang-ho “Peanut” Han dürfte vielen Fans aus seiner Zeit bei den ROX Tigers und SK Telecom T1 noch bekannt sein. Für LGD war die LPL-Saison eine Achterbahnfahrt, doch in den Summer-Playoffs drehte das Team auf und bezwang unter anderem Invictus Gaming in Rekordzeit mit 3:0. Am Ende reichte es für Platz vier.

Von den LPL-Teams ist LGD Gaming wohl das schwächste, doch nach erfolgreichen Play-Ins würden Peanut und Co. in Gruppe C landen, in der sie durchaus eine Chance auf das Weiterkommen hätten.

Platz 10: Team SoloMid (Nordamerika)

In besagter Gruppe C muss sich auch LCS-Champion TSM um Star-Mid-Laner Søren „Bjergsen“ Bjerg beweisen. Im Laufe der Summer-Playoffs in Nordamerika wurde das Team immer besser und holte sich am Ende verdient den Titel.

Mit viel Erfahrung dank Bjergsen und Yiliang “Doublelift” Peng und frischen Impulsen durch den talentierten Deutschtürken Sergen “Broken Blade” Çelik sowie Jungle-Youngster Mingyi “Spica” Lu dürfte TSM auch in der Gruppe nicht völlig chancenlos sein, hat mit Fnatic und Gen.G aber zwei Schwergewichte vor der Brust.

Platz 9: Rogue (Europa)

Nach einem starken ersten Platz in der Regular Season des LEC Summer Splits hatte Rogue zunächst enttäuscht, indem es gegen Fnatic mit 0:3 unter die Räder kam. Ein 3:0-Sieg über die MAD Lions sowie ein knappes 2:3 gegen den späteren Champion G2 Esports rehabilitierten die Schurken aber, sodass sie nun als gutes europäisches Team gelten.

Das Team um Jungler Kacper “Inspired” Słoma wäre sogar ein Kandidat für das Viertelfinale, wäre da nicht die Gruppenauslosung gewesen: Gegen JD Gaming aus China und den LCK-Champion DAMWON Gaming ist Rogue in Gruppe B der klare Außenseiter. Das Best-of-One-Format dürfte den Europäern aber entgegenkommen.

Platz 8: DRX (Südkorea)

Zwar ist DRX als zweiter Seed der südkoreanischen LCK bei den Worlds dabei, dennoch scheint das Team nur das drittbeste des Landes zu sein. Beim 3:2-Sieg über Gen.G nach 1:2-Rückstand profitierte DRX von einer langen Pause und einem Serverwechsel, im Finale gegen DAMWON Gaming wurde das Team mit 0:3 abgefertigt.

Superstar des Lineups ist ganz klar der 19-jährige Mid-Laner Ji-hoon “Chovy” Jeong, dessen herausragende Fähigkeiten DRX in der LCK so manchen Sieg beschert haben. Mit dem erfahrenen Hyuk-kyu “Deft” Kim hat das Team außerdem einen zuverlässigen AD-Carry. Auf der Top-Lane und im Jungle fehlte den Südkoreanern zuletzt aber häufig die Konstanz. In der Gruppe D gelten sie als Favorit auf den zweiten Platz.

Platz 7: Fnatic (Europa)

Nachdem Fnatic in den LEC-Playoffs Rogue (3:0) und G2 Esports (3:2) geschlagen hatte, sah das Team wie das vielleicht beste in Europa aus. Die enttäuschende Vorstellung im Finale, bei dem AD-Carry-Star Martin “Rekkles” Larsson und sein Team mit 0:3 gegen G2 Esports untergingen, hat Fnatic in diesem Power-Ranking aber einige Plätze gekostet.

Europas zweitbestes Team ging die Spiele taktisch naiv an und kann sich das bei der Weltmeisterschaft nicht erlauben. In der Gruppe C könnte Fnatic in Bestform um den Gruppensieg mitspielen, schon kleine Ausrutscher könnten aber sogar das Weiterkommen kosten. Es wird spannend für die Europäer.

Platz 6: Suning Gaming (China)

Suning Gaming hat sich im Sommer als drittbestes Team der LPL herauskristallisiert. Mit dieser Leistung in der auf dem Papier stärksten Liga muss man Support-Veteran Shuo-Chieh “SwordArt” Hu und sein Team als starken Gegner auf der Rechnung haben. Das 0:3 in den Playoffs gegen Top Esports zeigte aber auch, dass Chinas dritter Seed noch nicht mit den absoluten Top-Teams mithalten kann.

In der Gruppe A wird Suning Gaming unter anderem auf G2 Esports treffen. Das Weiterkommen in der vergleichsweise leichten Gruppe ist für die Chinesen Pflicht, doch Platz eins gegen Europas Top-Seed zu erreichen, wird schwer.

Platz 5: Gen.G (Südkorea)

Gen.G ist dafür verantwotlich, dass T1 und Superstar Sang-hyeok “Faker” Lee diesmal nicht bei der World Championship dabei sind. Im Finale der Regional Finals demonstrierten Ex-T1-Jungler Tae-min “Clid” Kim und seine Kollegen ihre Stärke und gewannen problemlos mit 3:0.

Im bisherigen Saisonverlauf war Gen.G konstant stark und hat sich damit auch für den K.-o.-Rundeneinzug bei der Weltmeisterschaft empfohlen. Fnatic, Team SoloMid und potenziell auch LGD Gaming sollten gewarnt sein.

Platz 4: G2 Esports (Europa)

Schlechte Nachrichten für Fans der LEC: Europas bester Vertreter und Champion G2 Esports sieht aktuell “nur” wie das viertstärkste Team bei den Worlds aus. Das 2019 so gute Lineup um Mid-Lane-Star Rasmus “Caps” Winther hatte im Summer Split einige Probleme und verlor in den Playoffs durch auffällige Unsicherheiten ein Best-of-Five gegen Fnatic.

Auch gegen Rogue wurde es richtig eng für G2, das in den wichtigen Spielen für gewöhnlich aufdreht. Eine Formsteigerung bis zum Beginn der World Championship könnte die Europäer aber noch zu einem Titelfavoriten machen. In der Gruppe A sollte für das Team des deutschen Trainers Fabian “GrabbZ” Lohmann im Normalfall Platz eins drin sein.

Platz 3: JD Gaming (China)

Chinas LPL hat die letzten beiden Weltmeister hervorgebracht. Damit ist JD Gaming, das den Spring Split der LPL gewann und im Summer Split das Finale nur mit 2:3 verlor, einer der Top-Favoriten auf den Titel. Im Endspiel gegen Top Esports machte JDG zwar einige Fehler, konnte sich aus misslichen Lagen aber auch immer wieder durch herausragende Spielzüge befreien.

Nur die besten Teams der Welt sollten in der Lage sein, JD Gaming aus der Fassung zu bringen. Jungler Jin-hyeok “Kanavi” Seo ist einer der besten der Welt. Das Team zählt in der Todesgruppe B zu den Favoriten und wird darauf aus sein, auch beim wichtigsten Turnier des Jahres das Finale zu erreichen.

Platz 2: DAMWON Gaming (Südkorea)

Frischen Wind brachte DAMWON Gaming im Summer Split in Südkoreas LCK. Das Team um Mid-Lane-Supertalent Heo “ShowMaker” Su entwickelte eine neue Identität und beschleunigte die Spiele so sehr, dass die meisten Gegner nicht mehr mithalten konnten.

Starke individuelle Fähigkeiten und ein extrem schnelles und hohes Spielverständnis machen DAMWON Gaming für jeden Gegner brandgefährlich. Das Team ist einer der großen Titelfavoriten.

Platz 1: Top Esports (China)

Dennoch fällt es uns noch schwer zu glauben, dass diesmal kein chinesisches Team den Pokal in die Höhe halten wird. Top Esports hat im Spring Split das LPL-Finale erreicht, im Summer Split die stärkste Liga der Welt gewonnen und ist damit der wohl größte Titelfavorit im Turnier.

Das Lineup ist auf dem Papier so stark besetzt wie kein anderes. Auf allen Positionen außer Support hat Top Esports die vielleicht beste Besetzung bei der Weltmeisterschaft. Der LPL-Finalsieg über JD Gaming war auf dem Papier knapp, doch Top hatte die meiste Zeit alles unter Kontrolle. Mid-Laner Zhuo “Knight” Ding gilt momentan als bester Spieler der Welt.

Mehr Argumente braucht es wohl kaum, um Top Esports zum Titelfavoriten für die LoL-WM 2020 zu erklären. Ab dem 25. September könnt ihr dann live verfolgen, wie die Teams sich beim wichtigsten Turnier des Jahres schlagen.

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Bildquelle: Riot Games
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