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Hintergrund zum EA-Gate – So sieht der FIFA-Schwarzmarkt aus

In der FIFA-Welt geht es hoch her. Der Hashtag "EAGate" trendet seit Mittwoch auf Twitter. Denn EA-Mitarbeiter sollen Karten an die Community gegen Echtgeld verkauft haben. Es ist die Spitze des Schwarzmarkt-Eisberges.

Für EA bahnt sich ein folgenschwerer Image-Schaden an. Über die letzten Tage verteilt wurden Informationen bekannt, welche darauf hinweisen, dass EA-Mitarbeiter ihre Position ausgenutzt haben, um einige der besten Karten in Ultimate Team gegen Echtgeld zu verkaufen.

Was ist passiert?

Seit gestern werden Screenshots und Videos veröffentlicht, welche zeigen sollen, dass EA Mitarbeiter Prime Icon Moments Karten an die Community verkauft haben sollen. Manche dieser Karten haben nie das Licht des Transfermarktes erblickt, obwohl Zehntausende von Packs pro Tag geöffnet werden.

Ein Tweet machte den Weg frei für eine Flutwelle an Leaks und Screenshots zu dem handfesten Skandal, der als EA-Gate auf Social-Media-Plattformen wie Twitter wild diskutiert wird. Viele stellten Folgeforschungen an, wie wir in unserem Artikel darüber auch bereits thematisiert haben. 

Der Schwarzmarkt in FIFA geht also viel tiefer als gedacht. Quellen wie die EA-Mitarbeiter zu finden, wird für jeden Spieler schwer sein. Mittelsmänner sollen über Umwege einen Kontakt zu EA-Mitarbeitern herstellen können. Dennoch scheint die Reichweite dieses Skandals groß genug zu sein, um viele Einzelne zu erreichen.

Wo passieren illegale Geschäfte mit Coins und Spielern?

Wichtig: Jede Form des Coinsellings ist strikt untersagt. FIFA hat ein automatisiertes Programm, welches bestimmte Handelsmuster erkennt und euch dafür bestraft. Ein permanenter Bann ist nicht ausgeschlossen. In einzelnen Fällen kann man auch rechtlich belangt werden. 

Es muss nicht einmal viel recherchiert werden, um illegales Münz-Trading zu finden. Eine kurze Google-Suche offenbart etliche Websites wie IGVault.com. Diese Anbieter versprechen “seriöses” Coinselling. Gelockt wird mit günstigen Preisen wie 100.000 Münzen für weniger als zehn Euro – ungefähr 80 Prozent günstiger als mit FIFA-Points. Es gibt dort verschiedene Methoden, wie ein Trade über die Bühne geht und mit allen gefährden die Nutzer einen Bann.

Neben diesen zwielichtigen Websites gibt es auch legitime Key-Seller wie MMOGA, welche seit jeher Coinselling anbieten. Als eine Unterkategorie in der FIFA Sektion ist es nicht einmal versteckt. Selbst auf Facebook gibt es etliche Privatverkäufer, welche Coins zum Wucherpreis anbieten. In den meisten Fällen kommt ein solches Geschäft nie zustande, sondern der Kunde verliert in erster Linie sein Geld.

Wer trägt die Schuld?

In Bezug auf den derzeitigen Skandal gibt es noch keine klare Antwort. Ob nur eine Person, oder mehrere involviert sind, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass nicht alle die Schuld einzig bei den Drahtziehern dieses Skandals suchen.

Es haben sich bekannte Namen aus der Community wie MarvicPlays mit starker Kritik an EA gewandt. Marvic ist ein sogenannter Game Changer, also ein Content Creator, welcher eng mit EA zusammenarbeitet, um die Stimme seiner Community zu repräsentieren.

Marvics Kritik dreht sich hauptsächlich um die mikroskopisch niedrigen Chancen, welche ein normaler Spieler hat, Prime Moments Karten wie Ronaldo oder Gullit jemals zu spielen, selbst wenn er die Coins hat. Dies kann durchaus den Markt für solche Käufe erst erschaffen haben. Ob EA deshalb aber die Chance erhöht, großartige Karten zu ziehen, ist eine andere Frage.

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Bildquelle: EA Sports