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Grauzone Casino-Streams – Kritik an MontanaBlack wächst

Während Marcel "MontanaBlack" Eris eine große Fanschar mit seinen Twitch-Streams begeistert, erhöht sich auch die Zahl seiner Kritiker. Erneut gibt es eine Debatte über Glücksspiel in Online-Casinos.

Die Bindung von MontanaBlack zum Glücksspiel scheint so stark zu sein wie seine hohen Steuerabgaben an “Vater Staat”. Der Twitch-Streamer wird kritisiert, weil er subtil Werbung für einen Glücksspiel-Stream betreibt und somit sein Publikum dafür zu begeistern versucht.

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Video: Streamerportrait – Das ist MontanaBlack

Monte hat sich mit dem Streamer Ishmael “Roshtein” Schwartz zusammengetan, der regelmäßig Casino-Streams auf Twitch verbreitet. MontanaBlack ist selbst nicht im Stream zu sehen oder zu hören. Somit umgeht der Deutsche auf clevere Art und Weise die möglichen Konsequenzen, die ihn laut dem Glücksspielstaatsvertrag für Casino-Streams drohen würden. Der Content Creator Tim “KuchenTV” Heldt hat zu der Thematik ein passendes Erklärvideo auf Youtube veröffentlicht, in welchem er detailliert auf die Casino-Stream-Werbungen von MontanaBlack aufmerksam macht.

Unter anderem existiert ein Stream vom 19. September, in welchem MontanaBlack in der letzten Minute davon sprach: “Wir werden uns noch bräunen gehen.” Das sogenannte Bräunen ist quasi das Code-Wort für den Wechsel auf den Stream von Roshtein. “Bitte nur ab 18 mitkommen”, fügte Monte hinzu, um keine Minderjährigen ohne Vorwarnung auf die Seite zu lotsen.

Roshtein streamt von Malta aus. Weil auf diesem Inselstaat deutlich geringere Auflagen zwecks Online-Casino-Streams gelten. MontanBlack zog bereits in Erwägung, aufgrund dieser Vorteile aus Deutschland auszuwandern. Zuletzt hatte er die Kooperation mit dem Streaming-Kollegin genutzt, um die strengen Online-Casino-Auflagen aus Deutschland zu umgehen.

Trotzdem wird Monte nun vorgeworfen, auch viele Minderjährige mit zu wenig ausreichender Werbung zum Glücksspiel zu verleiten – abgesehen von der Bitte, nur Erwachsene zum Stream dazustoßen zu lassen. Der Streamlink wurde von den Mods regelrecht in den Chat gespammt, sodass es unübersehbar war. KuchenTV schätzt den Einfluss von Monte bezüglich dieser Online-Casino-Streams als “gefährlich” ein.

Am 19. September stieg die Zuschauerzahl bei Roshteins Stream innerhalb weniger Minuten um mehr als 32.000 Zuschauer:innen an. (Quelle: Twitch Tracker)

Die Statistik auf Twitch Tracker zeigt klar, dass zur Aktion “ROSH x MONTE” über 32.000 Zuschauer:innen binnen weniger Minuten auf den Stream von Roshtein hinzukamen. Ein Großteil davon dürfte zu Montes Anhängerschaft gehört haben. Er beendete seinen Stream um 22.50 Uhr und wenig später hatten sich die Publikumszahlen auf Roshteins Stream mehr als verdoppelt.

Über einen Discord-Server von Roshtein können sich die Spielwilligen auf der Online-Casino-Seite Stake.com anmelden. Allerdings kann sich jeder dort registrieren, ohne nach Personalausweis oder ähnlichem aufgefordert zu werden. Mit dem Code: “Monte” konnten die Interessierten zudem einen Bonus für das Online-Glücksspiel erhalten.

Der Monte-Jackpot wurde im Roshtein-Stream angezeigt. (Quelle: Roshtein/Twitch)

MontanaBlack soll laut eigener Aussage nicht in dem Roshtein-Stream gespielt haben. Ihm kann das auch nicht nachgewiesen werden, weil er nicht in der Liveübertragung von Roshtein zu sehen oder zu hören war. Jedoch impliziert die Anzeige “Monte-Jackpot”, dass die Spielenden bei jedem “Bonus von Montana” einen Jackpot-Schub erhalten.

Kritik gab es auch von dem deutschen Streamer Kilian “Tanzverbot” Heinrich. “Ich würde mal gerne wissen, was in deinem Kopf abgeht mit diesem Casino-Müll”, so Tanzverbot klar abgeneigt gegenüber dem Thema. MontanaBlack äußerte sich im Chat mit wenig überzeugenden Worten. Laut ihm würde Tanzverbot nach einem Gespräch mit einem Casino-Verantwortlichen direkt selbst beginnen, Casino-Streams zu produzieren. Diese Aussage erwiderte Tanzverbot mit einem klaren Nein.

Fakt ist, dass MontanaBlack weiterhin selbst eine starke Affinität zu Online-Glücksspiel hegt. “Wäre bei mir keine Durchsuchung gewesen, hätte ich nie aufgehört”, so Monte gegenüber Tanzverbot. Im Januar 2019 sollen knapp 90.000 Euro des Streamers nach einer Hausdurchsuchung von der Polizei gepfändet worden sein. Dieses Geld sollte er zu Unrecht erworben haben. Jetzt, zwei Jahre später, versucht MontanaBlack entsprechend mit anderen Optionen wie dem Roshtein-Stream, seine Glücksspiel-Passion an sein Publikum zu vermitteln. Somit bewegt sich MontanaBlack in einer rechtetechnischen Grauzone. Die Resonanz ist jedoch in den Youtube-Kommentaren und auf Twitter sehr von Kritik gepflastert.

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Bildquelle: MontanaBlack/Twitch

 

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