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Geschichte in Videospielen – Lehrstunde in Fortnite mit Martin Luther King

Zu Ehren des US-amerikanischen Bürgerrechtlers Luther King macht Epic Games im Battle Royale Fortnite auf die Geschichte von 1963 aufmerksam. Der historische Lerneffekt in Videospielen hat bereits Tradition.

Bedeutende geschichtliche Ereignisse werden von Generation zu Generation weitergegeben. Nicht nur sollen diese aufgrund ihrer Bedeutsamkeit in Erinnerung bleiben, sondern sollen auch in Zukunft vor Fehlern bewahren, die in der Vergangenheit geschahen. Um Spieler:innen von Fornite einen bedeutsamen Teil der amerikanischen Geschichte näher zu bringen, ruft Publisher Epic Games einen lehrreichen Gedenkmoment um den US-amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King ins Leben.

Zu Ehren seines Lebenswerkes und der Bürgerrechtsbewegung in den USA wurde im Battle Royale Fortnite der 58. Jahrestag des Marsches auf Washington für Arbeit und Freiheit gewürdigt. Spieler:innen begeben sich im Fortnite-Creative-Modus mit dem „Marsch durch die Zeit“ interaktiv in das nachempfundene Washington D.C. aus dem Jahr 1963. Dort können sie sich mit den geschichtsträchtigen Ereignissen dieser Zeit befassen, die von Community-Mitgliedern in Szene gesetzt wurden.

Video: Gamevasion beim klassischen eFernsehen

Der Pastor Luther King war in den 60er-Jahren bekannt als prominenter Vertreter einer gewaltlosen Protestbewegung in den Vereinigten Staaten von Amerika. Im Kampf um Anerkennung schwarzer Menschen und dem Ende der Rassentrennung in den USA wurde er am 28. August 1963 mit der Rede “I Have a Dream” weltberühmt.

Der Marsch auf Washington, den Martin Luther King mitprägte, erfolgte vom Capitol bis hin zum Lincoln Memorial. Dieses Ereignis hatte entscheidenden Anteil im Kampf der Gleichberichtigung. Luther Kings Taten und Worte führten dazu, dass im Juli 1964 die Rassentrennung in den USA per Gesetz von US-Präsident Lyndon B. Johnson aufgehoben wurde und Afroamerikaner das Wahlrecht erhielten. Martin Luther King erhielt im selben Jahr als Auszeichnung für seinen friedlichen Widerstand den Friedensnobelpreis. 1968 starb Martin Luther King im Alter von 39 Jahren an den Folgen eines Attentats in Memphis, Tennessee.

Trotz der offiziell erfolgten Gleichberechtigung schwarzer Menschen in den USA ist das soziale Ungleichgewicht noch heute spürbar. Allein der Fall um George Floyd, der im Mai 2020 von einem Polizeibeamten getötet wurde, hat zahlreiche Demonstrationen in den Vereinigten Staaten hervorgerufen, die an die Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King erinnert. Entsprechend ist sein Denkmal noch heute aktueller Bestandteil im Kampf der Gleichberechtigung.

Geschichte hat Tradition in Videospielen

Nicht nur mit dem aktuellen Beispiel in Fortnite gibt es geschichtsträchtige Beispiele mit Lerneffekt. Strategiespiele wie Age of Empires, die seit den 90er Jahren existieren, basieren komplett auf Szenarien aus der Menschheitsgeschichte – über den Aufstieg Ägyptens bis hin zur Machtdemonstration des Römischen Reiches. Am 28. Oktober erscheint Age of Empires 4 mit neuen dokumentarischen Inhalten. Die Kampagnen stellen geschichtsträchtige Abschnitte dar und werden mit textlichen Erklärungen begleitet.

Ebenfalls berühmt für ihren geschichtlichen Bezug ist die Anno-Reihe. Im aktuellen Titel Anno 1800 steht die Industrielle Revolution im Fokus. In den Vorgängern ging es bereits in die nahe Zukunft. Andere Spiele-Reihen wie Assassin‘s Creed, die eher für ihre actionbasierten Handlungen bekannt sind, bieten im Story Creator Mode real nachgestellte Schauplätze zur Besichtigung an. So können sich Spieler:innen über die tatsächlich geschehenen Ereignisse hinter den Spielinhalten informieren.

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Bildquelle: Epic Games