24. Mai 2019
ESPORTS

FaZe Clan des Match-Fixings beschuldigt

Die Rainbow Six Siege-Teams von FaZe Clan und Black Dragons werden beschuldigt, absichtlich Matches gegeneinander verloren zu haben, um dem anderen Vorteile in Turnieren zu verschaffen. Das geht aus den Anschuldigungen des ehemaligen Analysten der Dragons, Thiago Nicézio, hervor. Betroffen seien ein Spiel in der neunten Saison der Rainbow Six Pro League, sowie ein zukünftiges in der nationalen Liga.

Technische Schwierigkeiten oder Schiebung?

FaZe Clan kann sich derzeit kaum vor Skandalen retten: Nachdem Fortnite-Streamer Turner “Tfue” Tenney die Organisation beschuldigt hatte, ihn an einen unvorteilhaften Vertrag gebunden zu haben und den Großteil seiner Einnahmen einzubehalten, sind die Anschuldigungen von Nicézio ein weiterer Schlag für den Clan.

Der ehemalige Black Dragons-Mitarbeiter erklärte, dass in Woche 12 der lateinamerikanischen Division der R6 Pro Leage das Match zwischen seinem früheren Team und FaZe manipuliert war. Das Match fand am 11. April statt und ging damals 7:0 zu Gunsten vom FaZe Clan aus, nachdem wiederholt Spieler der gegnerischen Mannschaft mit angeblichen Verbindungsabbrüchen zu kämpfen hatten. Allerdings liegt ein WhatsApp-Verlauf vor, in dem es so aussieht, als hätten die Spieler tatsächlich mit technischen Problemen zu kämpfen gehabt. Dieser Sieg half dem FaZe Clan dabei, sich für das Finale in Mailand zu qualifizieren.

Im Gegenzug soll FaZe angeboten haben, das anstehende Match gegen die Dragons in der Brasileirão League am 30. Juni zu verlieren. 

Mutmaßlicher Initiator meldet sich zu Wort

Juninho “GdNN1” Nunes von den Black Dragons, der die Manipulationen mit FaZes Ronaldo “ion” Osawa eingefädelt haben sollt, reagierte überaus empört auf Nicézios Anschuldigungen und dementierte diese. Dennoch wurde Nunes aus dem Team entfernt und bekam eine Vertragsstrafe aufgrind seiner Wortwahl verhängt. 

Osawas Organisation hat sich bisher bedeckt gehalten und noch kein Statement veröffentlicht. Angesichts der Brisanz des Themas dürfte dies jedoch bald folgen.

Bildquelle: Ubisoft

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