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Diese Champions haben die MAD Lions zum LEC-Titel geführt

Die MAD Lions sind der neue LEC-Champion. Das junge Team um den deutschen Profi Kaiser kam von einem 0:2 im Finale sensationell zurück. Welche Champions das ermöglicht haben, erfahrt ihr bei esports.com.

In einer nervenaufreibenden Finalserie haben sich die MAD Lions als vierte Organisation überhaupt den Titel der höchsten europäischen League of Legends-Spielklasse geschnappt. Die Löwen stachen am Sonntag Rogue nach 0:2-Rückstand im ersten LEC-Finale ohne Beteiligung von G2 Esports oder Fnatic aus und holten sich mit einem 3:2 die Trophäe.

Kai’Sa rettet die Bot-Lane

Das starke Comeback der MAD Lions unterschied sich unter anderem im Draft. Im Interview mit esports.com sagte AD-Carry Matyáš “Carzzy” Orság im Anschluss an das Endspiel: “Entscheidend war definitiv der Draft. Wir haben einige Dinge geändert und aus den Fehlern der ersten beiden Spiele gelernt. […] Ohne Kai’Sa hätten wir aber wahrscheinlich nicht gewonnen. Sie ist ein guter Weakside-Champion.”

Der Tscheche hatte es in dem Best-of-Five nicht leicht, denn Rogues Bot-Lane setzte ihm und seinem Lane-Partner Norman “Kaiser” Kaiser sehr zu und fand mehrfach Kills im direkten Zwei-gegen-zwei-Duell. In den letzten beiden Games des Finals entschied sich Carzzy allerdings für Kai’Sa und konnte sich so besser die nötigen Ressourcen erarbeiten als zuvor.

Mit dem Kraken-Slayer-Build teilte er auch gegen robuste Ziele viel Schaden aus und hatte somit rechtzeitig den rettenden Champion gefunden, nachdem er zuvor mit Jhin, Senna und Ezreal nur wenig Einfluss aufs Spiel nehmen konnte.

Schnelle Adaption mit Orianna-Pick

Zu Beginn des Best-of-Fives hatte Rogue noch klare Vorteile in der Pick- und Ban-Phase auf seiner Seite. Im ersten Spiel überließen die MAD Lions dem Gegner mit Orianna, Hecarim und Rell gleich drei starke Meta-Picks für gute Teamfights und hatten in diesen später keine Chance.

Die Adaption der Löwen erfolgte schnell: Rell bannten sie anschließend in jedem Spiel und pickten ihrerseits Orianna. Mit dem Champion konnte der starke Marek “Humanoid” Brázda mehr Einfluss auf das Spiel nehmen und die Teamfights besser austragen. In Game zwei reichte dies noch nicht zum Sieg, im dritten Spiel war der Orianna-Pick dann aber erfolgreich. Den Mid-Lane-Champion bannten die Löwen danach, um ihn nicht wieder Rogue zu überlassen.

Generell spielte Humanoid ein herausragendes Finale und hatte einen starken Pocket-Pick parat: Sein Twisted Fate in Spiel Nummer vier erwischte Rogue auf dem falschen Fuß und musste im letzten Game des Endspiels von den Schurken gebannt werden.

Mit Wukong statt Gnar zurück in die Teamfights

In den ersten beiden Spielen pickte MAD jeweils Gnar für İrfan “Armut” Tükek, doch der Top-Laner fand mit dem Champion nicht so recht ins Spiel. Gegen Rogues gute Teamfights und den Gangplank-Pick von Andrei “Odoamne” Pascu war Gnar keine gute Wahl, meist starb er zu schnell oder kam gar nicht erst in die Kämpfe.

Die Adaption der MAD Lions war auch hier gut: Im dritten und vierten Spiel lockte Armut  Wukong ein und fand mit dem Pick immer wieder die richtigen Momente, um Fights zu starten. Mit seiner Crowd-Control und dem Schaden, der für die Rogue-Carrys stets eine große Gefahr darstellte, trug der Top-Laner maßgeblich dazu bei, die Series zum 2:2 auszugleichen.

Am Ende griff der Türke doch wieder auf Gnar als Blind-Pick zurück und hatte erneut Schwierigkeiten, doch ausgerechnet den entscheidenden Teamfight, der die MAD Lions schließlich zum Titel führte, leitete Armut mit einer starken Ultimate ein.

Die MAD Lions haben bewiesen, dass sie einige gute Picks in der Hinterhand haben und sich stets im Draft an ihren Gegner anpassen können. Beim Mid-Season Invitational in Reykjavík (Island), das am 6. Mai beginnt, werden sie diese Qualitäten brauchen, wenn es gegen einige der besten LoL-Teams der Welt um den prestigeträchtigen internationalen Titel geht.

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Bildquelle: Riot Games