27. Februar 2019
CS:GO

CS:GO: Astralis will den Major-Rekord – kann Team Liquid die Dänen stoppen?

Der CS:GO-Major-Marathon neigt sich dem Ende zu: Nach zwei Wochen dauerhafter Action bei den Intel Extreme Masters in Katowice mit 24 Teams aus aller Welt sind nur noch acht Teilnehmer beim Event in Polen übrig. Diese kämpfen nun um den ersten Major-Titel des Jahres. In der legendären Spodek Arena gehen vor allem die Dänen von Astralis als Favorit ins Rennen.

Wenn man Fußball-Fans nach dem stärksten Team der letzten Jahre fragt, kommt die Antwort meist blitzschnell: Real Madrid, denn die Königlichen holten drei Champions League-Titel in Folge. Auch den CS:GO-Fans fällt es leicht, das zurzeit stärkste Team der Welt zu benennen – es ist Astralis. Die Dänen gewannen 2018 zehn große Titel, so viele wie kein anderes Counter-Strike-Team auf der Welt. Im September 2018 krönten sie sich zudem noch mit dem Major-Titel in London. In Polen soll der Lauf weitergehen.

Astralis visiert den Rekord an

Die Dänen haben in der New Legends Stage, der zweiten Phase des Wettbewerbs, bereits unter Beweis gestellt, dass sie auch in der polnischen Metropole Katowice den Major-Titel anstreben. Drei Siege in drei Partien: Astralis qualifizierte sich als erster Teilnehmer für die Playoffs und deklassierte dabei Cloud9, den Major-Champion von Boston Anfang 2018, mit 16:0.

Für die Superstars geht es in Katowice nicht nur um einen Major-Titel, sondern um den dritten Triumph der Organisation in der prestigeträchtigen Event-Reihe. Damit würden sie zu Fnatic aufschließen, das diesen Titel dreimal gewinnen konnte. Nur zwei Spieler der Organisation waren bei diesen drei Erfolgen dabei: Jesper “JW” Wecksell und Robin “flusha” Rönnquist.

Vier Astralis-Spieler würden mit den beiden schwedischen Konkurrenten gleichziehen, sollte es am Wochenende Katowice erneut klappen. Einzig Emil “Magisk” Reif würde in diesem Fall “nur” zwei Major-Titel auf dem eigenen Konto haben, da der 20-Jährige erst nach dem ersten Trumph Anfang 2017 in Atlanta dem Lineup beigetreten ist.

Der nächste nordamerikanische Meister?

Ein Spaziergang werden die Playoffs des Majors für die Dänen aber nicht sein, denn mit Team Liquid haben sie einen starken Rivalen vor der Brust. Die Nordamerikaner konnten ebenfalls alle drei Matches in der New Legends Stage für sich entscheiden und dabei den Mitfavoriten Natus Vincere ohne Probleme mit 2:0 (16:14, 16:9) schlagen.

Die US-Amerikaner gelten seit geraumer Zeit als Weltklasse-Team, mussten aber vor Kurzem den Abgang ihres brasilianischen Star-Supports Epitácio “TACO” de Melo hinnehmen.

Mit Jacky ‘Jake’ “Stewie2K” Yip konnte Team Liquid aber einen perfekten Ersatz finden. Der US-Amerikaner ist eine CS:GO-Legende in Ãœbersee: Er holte mit Cloud9 Anfang 2018 im eigenen Land den allerersten Major-Titel für ein nordamerikanisches Team.

Teams mit Außenseiter-Chancen

Neben den beiden Top-Favoriten Astralis und Team Liquid können sich andere Teilnehmer ebenfalls Hoffnungen auf den Major-Titel machen. Dazu gehört auch das osteuropäische Team von Natus Vincere. Die Traditions-Organisation aus der Ukraine konnte bisher noch nie ein CS:GO-Major gewinnen, gehört aber seit Jahren in der Regel zum engeren Favoritenkreis.

Daneben sind auch alle Augen auf die Newcomer aus Finnland gerichtet: ENCE eSports setzt auf ein Team mit talentierten Spielern wie Jere “sergej” Salo, der mit gerade einmal 16 Jahren schon sein erstes Mega-Event in CS:GO spielt.

Die heimischen Fans in der Spodek Arena blicken vor allem auf Ninjas in Pyjamas. Die Counter-Strike-Legenden haben sich über Jahre den höchsten Respekt der polnischen Zuschauer erspielt und dürfen sich vor Ort über viele Anhänger freuen. Um das Halbfinale beim Major in Katowice zu erreichen, müssen die Schweden aber ausgerechnet Titelverteidiger und Top-Favorit Astralis schlagen.

Die Playoffs des CS:GO-Majors starten am Donnerstag um 16:00 Uhr. Am Samstag finden die beiden Halbfinals statt, ehe am Sonntag ab 19:00 Uhr das große Finale um den Titel und 500.000 US-Dollar Preisgeld steigt.

Bildquelle: ESL – Bart Oerbekke

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