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Fokus auf LoL-Champion Rengar – Flex-Pick mit Potenzial

Im heutigen League-of-Legends-Guide werfen wir einen Blick auf Rengar. Der Jungler und Top-Laner ist vor allem im High-Elo-Bereich erfolgreich, doch wie spielt man ihn richtig?

Bei einem Blick auf die momentan besten Jungler und Top-Laner in League of Legends kommt man nicht unbedingt auf Rengar. Der stolze Jäger oder auch Pridestalker, wie sein Titel im Spiel lautet, ist den Daten von lolalytics.com zufolge vor allem in Spielen auf niedrigeren Rängen auf dem aktuellen Patch häufig auf der Verliererseite.

Im höheren Elo-Bereich, sprich Platin, Diamant oder besser, ist Rengar hingegen sogar ziemlich erfolgreich. Wer das Wissen besitzt, wie er mit der großen Katze umgehen muss, kann also auch in der Rangliste aufsteigen.

Denn eigentlich hat Rengar viele Tools, die ihn zu einem starken Champion machen: Unsichtbarkeit, Hard-CC, viel Schaden gegen einzelne Ziele, einen ordentlichen Jungle-Clear und Selbstheilung. Dennoch hat seine Win-Rate vor allem im Jungle nachgelassen, weil andere Champions wie Taliyah, Olaf, Udyr und Hecarim, die besser farmen können, zuletzt aufblühten und dominanter wurden. Im Gegenzug wurde er aber zu einer stärkeren Option für die Top-Lane.

In Südkorea wird Rengar laut OP.gg mittlerweile meist als Top-Laner gespielt (Platin und höher)
Klassischer Assassine mit Electrocute

Rengar ist als Champion grundsätzlich der Klasse der Assassinen zuzuordnen. Sein Item-Build ist vollständig auf Angriffsschaden ausgelegt und seine Unsichtbarkeit sowie die Fähigkeit, aus Büschen auf Gegner zu springen, bieten ihm die perfekte Voraussetzung für Überraschungsangriffe. Wer also vor allem gegnerische Carrys, die wenige Resistenzen und Health Points (HP) haben, aus dem Spiel nehmen will, sollte auf die Keystone-Rune Electrocute zurückgreifen.

Denn mit der Rune erhöht sich der Schaden, den Rengar in kürzester Zeit austeilen kann, um ein gutes Stück. Unvorsichtige AD-Carrys oder Magier können somit schnell erledigt werden. Rengar zu entkommen ist aufgrund seiner Schnelligkeit durch die Ultimate und seine E-Fähigkeit, die Ziele verlangsamen oder sogar festhalten kann, kaum möglich. Setzt gegen diese Gegner eure durch Rengars passiven Skill verstärkte E-Fähigkeit ein, um sie festzuwurzeln. Eine andere Möglichkeit wäre, die verbesserte Q-Fähigkeit zu nutzen, um noch mehr Schaden zu verursachen.

Erfolgreichstes Jungle-Build für Rengar laut lolalytics.com (Platin und höher)

Die Electrocute-Variante ist vor allem im Jungle sinnvoll, als Top-Laner sollte Rengar fast immer auf die folgende Alternative zurückgreifen.

Ungewöhnlicher Kämpfer mit Conqueror

Die One-Shot-Variante ist nämlich längst nicht mehr der einzige Weg, Rengar zu spielen. Eine Alternative ist mittlerweile sogar populärer: Nehmt Conqueror als Keystone-Rune und ihr könnt in längeren Kämpfen nicht nur immer mehr Schaden austeilen, sondern euch auch noch selbst heilen – zusätzlich zur Heilung der durch die Passive verstärkten W-Fähigkeit.

Diese Herangehensweise ermöglicht es euch, länger am Fight teilzunehmen und in der Lane besser zu traden. Dadurch könnt ihr euch im Idealfall einen Goldvorteil erspielen. Mit eurer Ultimate und Büschen in der Nähe zu arbeiten, ist dabei besonders wichtig.

Springt immer wieder Gegner an, setzt ihnen zu, heilt euch im richtigen Moment und zieht euch kurz zurück, um das ganze wenig später zu wiederholen. Gute Rengar-Spieler können auf diese Weise Teamfights entscheiden und ihre Lane gewinnen, weil sie länger durchhalten und insgesamt mehr Schaden gegen das gegnerische Team austeilen. Dabei kann es sich lohnen, auf die Fähigkeit, feindliche Carrys innerhalb von Sekundenbruchteilen auszuschalten, zu verzichten.

Beliebtestes Top-Lane-Build für Rengar laut lolalytics.com (Platin und höher)

Als Jungler schaut ihr euch das gegnerische Team an und trefft anhand dessen eure Runenwahl. Hat der Gegner mehrere gefährliche Carrys, die aber wenig Schaden einstecken können, ist der Assassinen-Rengar mit Electrocute eine gute Wahl. Geht die Gefahr eher von robusteren Kämpfern oder Magiern aus, könnt ihr mit Conqueror und als unkonventioneller Fighter wahrscheinlich deutlich mehr ausrichten – vor allem im späteren Teil des Spiels. Als Top-Laner solltet ihr fast immer Conqueror wählen.

Items: Lethality und Crit im Fokus

Unabhängig von den Runen und der Position verfolgt Rengar meist ein sehr offensives Item-Build. Eclipse ist ohne Zweifel das beste Mythic Item für den Champion, denn es gibt ihm Schaden, Lethality, Rüstungsdurchdringung und mehr Selbstheilung. Durch den passiven Effekt von Eclipse erhält er außerdem Lauftempo und einen Schild. Beides ist gerade für Nahkämpfer sehr nützlich.

Mit den weiteren Items baut Rengar zudem auf Crit und Ability Haste: Der Essence Reaver, die Ionian Boots of Lucidity, der Collector und die Infinity Edge gehören zu den Kern-Items des Champions. Je nach Spielverlauf und Gegnerteam sind auch Lord Dominik’s Regards und der Guardian Angel gute Gegenstände für ihn. Bedenkt aber, dass ihr mit diesen insgesamt sehr offensiven Items grundsätzlich schnell getötet werden könnt. Setzt eure Selbstheilung und den passiven Effekt von Eclipse klug ein, um euer Durchhaltevermögen im Kampf drastisch zu erhöhen. Auf der Top-Lane solltet ihr außerdem Sterak’s Gage für etwas mehr Robustheit kaufen.

Für die Solo-Queue ist das Folgende nicht zu empfehlen, aber ein gutes Beispiel für Rengars Vielseitigkeit: der Auftritt von Sunings Jungler Lê Quang “SofM” Duy im Worlds-Finale 2020 gegen DAMWON Gaming. Der Vietnamese kaufte Tank-Items auf Rengar und war mit seiner Selbstheilung sowie gezielten Sprüngen ins Gegnerteam für den Gegner einfach nicht totzukriegen. Der starke Auftritt des Jungle-Stars zeigt gut, dass Rengar mit der richtigen Ausführung in Teamfights mehr machen kann als die meisten anderen Assassins in LoL.

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Bildquelle: Riot Games

 

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