CDU/CSU und Esport
19. Juni 2020
ESPORTS

CDU: Esport gemeinnützig – aber ohne LoL oder CS:GO

In einem Positionspapier der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion geht es um Gemeinnützigkeit von Esport-Vereinen. Dabei stehen aber wieder nur FIFA und Co. im Fokus.

Unter dem Namen “Ehrenamtsgesetz 2021” ging es diese Woche in einem Beschluss der konservativen Parteien um die Förderung ehrenamtlicher Helfer und deren Vereine sowie die Vereinfachung bürokratischer Abläufe.

Bei Punkt 2.6 des Positionspapiers geht es auch um Sportvereine, die eine Esport-Abteilung stellen. Aktuell fallen Esport-Vereine nicht unter die Gemeinnützigkeit aus Sicht der Finanzbehörden, obwohl es 2018 im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ein auserkorenes Ziel war.

Daher steht im Papier: “Esports fällt unter den Begriff Sport, soweit es sich um elektronische Sportsimulationen handelt.”

Erneut eine Trennung der Szenen

Damit geht die CDU/CSU zwar einen Schritt in Richtung der jahrelangen Bestrebungen der Esport-Bewegung, grenzt aber erneut einen Großteil der Szene aus. Denn so würden Abteilungen in Spielen wie FIFA, NBA2K oder eFootball PES unter den Punkt fallen, aber andere Spiele wie League of Legends oder Counter-Strike: Global Offensive blieben außen vor.

Damit greift die Fraktion die Argumente vom DOSB (Deutschen Olympischen Sportbund) auf, der in einer Esport-Untersuchung ähnlich unterschied. Dabei sind Sportsimulationen im Vergleich zu den anderen Titeln weder national noch international konkurrenzfähig, was Turnier- und Spielerdichte oder Relevanz der Wettbewerbe angeht.

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Mit dem FC Schalke 04 ist zum Beispiel ein großer Sportverein mit einem Team in der Königsklasse von League of Legends vertreten, stellt aber auch FIFA-Spieler. Nach dem präsentierten Ansatz würde das LoL-Team laut Recherchen von Gameswirtschaft sogar gegen die eigene Satzung bezüglich der Gemeinnützigkeit verstoßen.

Der ESBD (E-Sport-Bund Deutschland) nahm die Näherungen der CDU/CSU positiv wahr, wenngleich der Präsident Hans Jagnow klarmachte, dass eine Abgrenzung keinen Sinn ergebe: “Das kann nur als ganzheitliche Lösung mit allen Spieltiteln funktionieren, um in der Krise keine zusätzlichen Hürden und Belastungen zu schaffen.”

Wie findet ihr die Trennung von Esport-Titeln in Sportsimulationen und andere Spiele? Schreibt es uns auf Facebook, Twitter oder Instagram! Oder diskutiert auf unserem Discord mit!

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Bildquelle: EA Sports/CDU-CSU

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