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Bananen, Pornografie und ein Kompromiss – Epic Games vs. Apple geht in die dritte Runde

Der Rechtsstreit zwischen Epic Games und Apple geht in die dritte Woche. Nachfolgend nochmal die wichtigsten Erkenntnisse der letzten Wochen.

Vor zwei Wochen startete der Prozess zwischen Epic Games und Apple. Epic Games hatte einige Wochen zuvor neue Anwendungen in den Epic Games Store hinzugefügt. Diese waren nicht wie üblich Spiele, sondern andere Apps wie die Musikplattform Spotify, der Internetbrowser Brave oder der Indie-Store itch.io.

Video – Was Das?! Apple vs. Fortnite

Pornografie auf Epic?

Epic wollte damit wahrscheinlich zeigen wie offen sie für alle Entwickler sind, doch das hat Apple in der ersten Woche des Prozesses direkt ausgenutzt. So wurde Epic Games beschuldigt pornografisches Material durch den Epic Games Store zu vertreiben. Laut Apples Anwälten könnten sich die Benutzer Spiele mit “unaussprechlichem Inhalt” über den itch.io-Store holen können. Epic Games meinte sie würden Drittanbieter nicht kontrollieren und es deren eigenem Ermessen überlassen.

Agent Schali

 

Der Streit um eine Banane

In der zweiten Woche ging es dann um Schali (auf englisch Peely), den Bananen-Skin aus Fortnite. Dort haben die Apple Anwälte Matthew Weissinger, den Marketingdirektor von Epic Games, Bilder gezeigt und gefragt, was diese darstellen. Unter anderem haben Sie auch ein Bild von Agent Schali gezeigt. Auf die Antwort, dass das Agent Schali ist, weil er einen Anzug trägt, kam von Apples Seite “dass es unangebracht sei, eine nackte Banane zu zeigen, weil sie diesen morgen vor Gericht sind”.

Diese Anmerkung könnte als sarkastischer Kommentar gewertet werden, wenn sich Apple nicht schon in der Woche vorher über Freizügigkeit bei Epic Games beschwert hätte.

Schali wurde im späteren Verlauf noch einmal zum Thema als Epics Anwältin Matthew Weissinger gefragt hat, ob Schali als nackte Banane nun wirklich unangebracht sei. Der Marketingdirektor antwortete darauf: “Es ist nur eine Banane, Ma’am”.

Kompromiss in Aussicht

Abschließend könnte sich für beide Partien ein Kompromiss anbahnen. Die Richterin schlug vor, dass Entwickler künftig auch andere alternative Zahlungsmethoden anbieten dürfen.

Epic könnte damit V-Bucks günstiger anbieten und mehr verdienen. Allerdings meinte David Evans, der Finanzexperte von Epic Games, dass es für kleinere Studios ohne ein eigenes Zahlungssystem keinen Unterschied machen würde.

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Bildquelle: AppleEpic Games