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STATISTIKEN VS. STIL: GRÖßERE ZAHLEN = BESSERE SPIELER?

Nach Nikola Petrov Overwatch 25 Apr 2018 71 Ansichten

Wir lieben es, große Zahlen und fette Medaillen nach einem Overwatch Match auf dem Bildschirm zu sehen, aber was bedeuten sie eigentlich?

Die Statistiken sind nicht so simpel, wie sie aussehen. Ein großer Schadensoutput oder hohe Heilungswerte sind natürlich sehr wichtig, aber sie sind nicht der einzige Faktor für einen guten Spieler.

Zum Beispiel, war Dante ‘Danteh’ Cruz in Phase 2 der Overwatch League der Spieler, der den höchsten Schaden mit Tracer austeilte – 9,175 Heldenschaden/10 Minuten. Jedoch ist es Jong-Ryeol ‘Saebyeolbe’ Park von NYXL mit 7,555 Heldenschaden/10 Minuten, der nahezu unangefochten als der ‘Tracer Gott’ angesehen wird. Und sein Team hat die Statistiken dies zu beweisen, sie führten die Tabelle mit einem komfortablen Vorsprung an und gewannen Phase 2.

Warum ist das so? Ein paar Gründe.

Die Art zu entscheiden, auf wen man schießt ist ein komplexer mentaler Prozess, der die guten Spieler von den Anfängern unterscheidet. Sicher, man kann seine Waffe auf das nächste Ziel richten und es erledigen, aber das ist nicht das, was die Spiele gewinnt. Ganz im Gegenteil, wirklich. Das richtige Ziel zu bestimmen wird von einigen Faktoren beeinflusst. Eine davon ist eine bewusste taktische Entscheidung. Auf wen man sich in einer Teamschlacht konzentriert ist eins der wichtigsten Dinge im Spiel. Und hier ist es, wo sich Danteh und Saebyeolbe in unserem Beispiel von oben unterscheiden. Danteh konzentriert sich auf Supporter und DPS-Helden und versucht sie so schnell wie möglich aus dem Spiel zu nehmen. Sabyeolbe auf der anderen Seite, konzentriert sich auf die Tanks und überlässt es seinem Teammate Sung-hyeon ‘JjoNaK’ Bang, einen Großteil des Teamschadens zu verteilen.

Eine weitere Komponente ist das Calling der Ziele. Wenn eine Person mit der Auftrage betraut ist, den Kampf zu koordinieren und die anderem ihm folgen, dann funktioniert das Team wie eine gut geölte Maschine. Das Calling ist so wichtig in Overwatch, dass ganze Teams, nach ihren Fähigkeiten, „richtig“ in einem Kampf zu kommunizieren, um einen bestimmten Spieler zusammengestellt werden. Das Gegenteil trifft ebenfalls zu – ganz egal, wie gut ein Spieler mit seinem Main ist, das Fehlen von Kommunikation ist der Grund dafür, dass viele Spieler während ganzer Phasen auf der Ersatzbank festsitzen oder ihre Position im Team ganz verlieren.

Die letzte Komponente ist kein Hauptfaktor, aber definitiv wichtig – der persönliche Spielstil. Wenn ein Spieler glücklich mit seinem Spiel ist, verstärkt dies das Selbstbewusstsein und verbessert die Gesamtleistung. Ich bin sicher, dass NYXL gerne hätten, dass Saebyeolbe noch mehr Schaden mit Tracer verteilt, aber werden sie ihn dazu zwingen, gegen seine Überzeugungen zu spielen? Nicht in einer Million Jahre! Ihr unorthodoxer Spielstil gewann ihnen so viele Spiele und formte wortwörtlich das kompetitive Metagame. Ein weiteres Beispiel ist Zenyatta, gespielt von JjoNaK. Zen ist eigentlich ein pazifistischer Mönch. Die Rolle des Helden in Overwatch ist es, seine Teammates zu heilen und Gegner zu schwächen. Die Heilung von JjoNaK ist über dem Durchschnitt der Liga, aber sein Schadensoutput ist so dermaßen hoch, dass ‘Killer Zen’ ein großes Ding in Overwatch geworden ist, so groß sogar, dass Blizzard sich genötigt sah, seine Offensivfähigkeiten zu nerfen.

Sind Statistiken nun wichtig? JA, sie sind es, aber sie sind bei weitem nicht der einzige Faktor, den wir berücksichtigen müssen, wenn wir einen Spieler oder eine ganze Teamleistung beurteilen. Gute Teams töten und heilen. Großartige Teams ändern das Meta.

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