5. August 2019
FIFA

Abseits des Rasens: Die Bedeutsamkeit des FIFA eWorld Cup

Helden werden auf bedeutsamen Turnieren geboren – egal ob im klassischen Sport oder im eSport. Neben dem Triumphzug des deutschen FIFA-19-Profis Mohamed “MoAuba” Harkous ist auch dem Veranstalter ein wichtiger Erfolg gelungen. Der FIFA eWorld Cup erweckte große internationale Aufmerksamkeit.

Alle Scheinwerfer und Blicke waren auf ihn gerichtet. MoAuba wurde von knapp 1.700 Zuschauern in der Londoner Halle The O2 gefeiert. Es war der erste WM-Titel eines Deutschen in diesem virtuellen Fußball-Wettbewerb.

“Diesen Titel zu gewinnen, fühlt sich absolut unglaublich an. Ich kann es nicht glauben”, rang MoAuba nach dem Erfolg mit den Worten und fügte hinzu, “Dieser Wettbewerb zwischen den Spielern auf diesen Events der Global Series ist so eine harte Reise gewesen. Diese Trophäe zu halten und Weltmeister gegen 32 der besten FIFA-Spieler zu werden, fühlt sich sehr besonders an.”

Mit dem FIFA eWorld Cup 2019 fand das Finale der Global Series 2019 ihren Saisonhöhepunkt, in welchem der Bremer der strahlende Sieger und gleichzeitig um 250.000 US-Dollar reicher war.

MoAuba schließt zu Fortnite-Profis auf

Mit Sicherheit mag dieses Preisgeld im Vergleich zum Fortnite World Cup, in welchem der Sieger drei Millionen USD kassierte, gering ausfallen. Diese 250.000 US-Dollar sind dennoch enorm für einen Einzeltitel im eSport. MoAuba gehört durch den Weltmeistertitel laut esportsearnings.com zu den 30 bestverdienendsten Spielern der jüngsten Vergangenheit. Mittlerweile liegt der Profi von Werder Bremen hinter seinem Finalgegner Mosaad “Msdossary” Aldossary, der Weltmeister von 2018, auf Platz zwei der besten Verdiener in FIFA-Videospielen.

Für MoAuba stieg zudem die Aufmerksamkeit in den sozialen Medien. 1.280 neue Follower kamen für MoAuba am Tag seines WM-Triumphes auf Twitter hinzu. Mittlerweile hat der Nationalspieler über 37.000 Follower vorzuweisen. Zudem erhielt der 22-Jährige eine Einladung zu den The Best FIFA Football Awards™, bei denen unter anderem der FIFA Weltfußballer des Jahres ausgezeichnet wird.

Internationales Medieninteresse steigt

Insgesamt schüttete Publisher Electronic Arts (EA) 500.000 US-Dollar beim FIFA eWorld Cup an die 32 Akteure aus. Mit dem Event in London generierte der Veranstalter somit große Aufmerksamkeit: Neben zahlreichen deutschen Medien wie der ARD Sportschau berichtete unter anderem die New York Times über das Fußball-Highlight abseits des echten Rasens.

Zudem hatte der offizielle Twitch-Kanal EASPORTSFIFA am Finaltag in der Spitze 376.450 Zuschauer vorzuweisen. Das Event wurde für FIFA und EA somit zum erhofften Erfolg. “Wir haben unsere Liga-Partner in dieser Saison verdoppelt, unsere Live-Events wurden um 25 Prozent erhöht und wir haben den FIFA eNations Cup zur Global Series hinzugefügt”, freute sich Sam Turkbas, Verantwortlicher von EA.

Drei Fußballstars verfolgten das Event in der Hallte mit großem Interesse. Mit Lucy Bronze (englische Nationalspielerin), Crystal Palace-Stürmer Wilfred Zaha und Bulgariens Rekordtorschütze Dimitar Berbatov wurde zusätzliches Interesse erzeugt. Wenige Wochen vor dem Release des neuen Spiels FIFA 20 wurde somit für ein Medienevent gesorgt, welches nachhallen wird – vor allem bei den FIFA-Spielern. Sam Turkbas zeigte sich begeistert: “Millionen starteten diese Wettbewerbs-Reise im Oktober und jetzt wurde MoAuba als Weltmeister gekrönt.”

Bildquelle: FIFA/Twitter

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