26. Juni 2019
ESPORTS

146 Millionen US-Dollar: Chinesische Provinz investiert in eSports

Die chinesische Provinz Hainan hat angekündigt eSports mit umgerechnet über 146 Millionen US-Dollar zu unterstützen. Das Geld soll unter anderem in Events, Trainingsmöglichkeiten und eSports-affine Unternehmen vor Ort fließen.

Im Rahmen des Tencent Global Esports Annual Summit in Hainan luden das chinesische Internet-Unternehmen Tencent Holdings sowie die Regierung der Provinz zum Gipfeltreffen ein. Neben chinesischen Turnierorganisatoren und Managern von eSports-Teams kamen auch westliche Vertreter der Industrie nach Fernost.

In China verzeichnet eSports einen starken Wachstum. Shanghai ist eine der eSports-Hochburgen des Landes.

Bildquelle: Bart Oerbekke, ESL

Ein “globaler eSport-Hafen”

Ziel sei es laut Sun Yin, Direktorin für Tourismus, Kultur, Radio, Film und Sport in Hainan, die Region in einen “globalen eSport-Hafen” zu verwandeln. Dazu plane die Regierung eine Reihe von Maßnahmen, die dieses Unterfangen auf den Weg bringen sollen.

Unter anderem werde die astronomische Summe in eSports-Unternehmen und -Turniere investiert, die in der Stadt ansässig sind. Darüber hinaus werde es ein Programm zur Förderung von professionellen Spielern eben. Die Regierung verspricht für diese etwa Vorteile für den Kauf von Räumlichkeiten und Bildungsprogramme für Spieler.

Dazu will Hainan das Visumsverfahren für internationale eSport-Athleten erleichtern, unter anderem auch für Spieler aus den USA, Japan, Korea und Deutschland.

eSport-Nation China

China ist seit einigen Jahren stark am eSport interessiert. Obwohl die Regierung ein zu intensives Online-Spielverhalten seiner Bürgerinnen und Bürger sanktioniert, scheint dies im professionellen Bereich kein großes Problem sein.

Den Ausbau des eSport scheint für China ein Prestigeprojekt zu sein, mit dem das Land seine Progressivität im digitalen Bereich demonstrieren will. Offiziell erkennt die größte Volkswirtschaft der Welt auch verschiedene Tätigkeiten in dem Sektor als eigenständige Berufe an, etwa als professioneller Spieler oder Ausrichter von Events.

Bildquelle: Pixabay

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