10. November 2019
CS:GO

Dänische Dominanz: Astralis triumphiert in Peking

Astralis siegt, dominiert und demütigt die CS:GO-Konkurrenz bei der IEM Beijing. Selbst im Finale gegen die 100 Thieves ließen die Dänen nichts anbrennen und sorgten mit einem schnellen 3:0 für eines der schnellsten Best-of-Fives in einem Endspiel.

Was für eine Vorstellung von dem vierfachen Major-Gewinner. Astralis hat bei den IEM Bejing jedes der vier gespielten Matches gewonnen, ohne dabei eine einzige Map abzugeben. Mit klarer Überlegenheit gelang den dänischen Stars somit ein Start-Ziel-Sieg mit wundersamer Überzeugung. Bereits im Halbfinale demütigten die Dänen den FaZe Clan mit einem 16:0 und 16:2 und revanchierten sich für die Pleite bei der BLAST Pro Series Copenhagen. Und auch im Endspiel von Peking sollte der Gegner unter die Räder kommen.

Anspannung vor dem Ansturm

Im Finale gegen die 100 Thieves kam es für Astralis zur Neuauflage des Spiels in der Gruppe A, welches die Dänen bereits klar für sich entschieden hatten. Für die Thieves war der Einzug in die letzte Runde bereits ein Erfolg. Die im eSport bekannte amerikanische Organisation hatte vor einer Woche die Spieler der Renegades unter Vertrag genommen. Direkt beim ersten Event nach dem Wechsel gelang der Einzug in das Finale, doch in diesem wurde der Meister in Astralis gefunden.

Auf der ersten Map Vertigo zeigten die 100 Thieves ihre Stärken und überraschten Astralis ein ums andere Mal. Ingame-Leader Lukas “gla1ve” Rossander sagte selbst im Interview: „Die neue Version von Vertigo fühlt sich merkwürdig an.” Er sprach von einer Smoke-Variante der 100 Thieves, die alle Spieler von Astralis nicht kannten und es deswegen schwer hatten, in die Partie zu kommen. Doch Coach Danny “zonic” Sørensen fand das richtige Gespräch, Astralis wartete länger die Granaten des Gegners ab und kam somit zum Erfolg. Die Geduld mündete in einem 16:14-Sieg.

Kurzer Prozess

Nach dem Härtetest auf Vertigo waren alle Dämme gebrochen. Astralis spielte starkes Counter-Strike auf Nuke und konterte nahezu jeden Spielzug der 100 Thieves aus. Vor allem mit Einzelleistungen von Peter “dupreeh” Rasmussen und Andreas “Xyp9x” Højsleth raubte Astralis den Thieves den letzten Nerv.

Astralis holte sich das 16:5 und ging somit mit der 2:0-Führung im Rücken auf Train. Zwar sollte es bei dem Map-Pick der 100 Thieves besser werden, doch das Team um Justin “jks” Savage fand keine Mittel gegen die Positionierung und Utility von Astralis. Die Dänen hingegen kannten keine Gnaden und rannten förmlich zum 16:3 und sorgten innerhalb von drei Stunden für die schnelle Entscheidung in dem Best-of-Five.

Für Astralis ist der Erfolg in Peking der erste Sieg auf einem hochklassigen ESL-Event seit der IEM Katowice im März 2019. Und Katowice bleibt das Stichwort. Denn mit dem Triumph in Peking hat sich Astralis gleichzeitig für die IEM Katowice 2020 qualifiziert und ist im Rennen um den Intel Grand Slam 3. Zusätzlich können sich Nicolai “dev1ce” Reedtz und Co. über 125.000 US-Dollar Preisgeld freuen.

Vom 3. bis zum 8. Dezember finden die ESL Pro League Finals in Odense statt. Auf heimischem Boden hat Astralis die Chance, unter Beweis stellen, dass der klare Erfolg in Peking einer mit Nachdruck ist.

Bildquelle: ESL
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