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24. März 2020
CS:GO

CS:GO-Liga Flashpoint: Aller Anfang ist SEHR schwer

Flashpoint, die neue CS:GO-Liga, die alles revolutionieren wird. Die Liga, die mit Innovation und Qualität überzeugen soll. So hat man anfangs für das neue Format geworben. Was ist aus den Versprechen geworden?

Flashpoint ist nach langem Ringen nun doch mit zwölf Teams gestartet. Diese sammeln Punkte in drei Gruppen, um sich für die Playoffs zu qualifizieren. Was aber, wenn ein Team nun doch wieder abspringt?

Mit dem Kauf von Patrick “es3tag” Hansen sichert sich die dänische Organisation Astralis einen festen sechsten Spieler für ihr Lineup. Eine Revolution in der Welt von Counter-Strike. Der Untergang für ein Team, das noch gar nicht richtig angefangen hat.

Die chinesische Organisation FunPlus Phoenix (FPX) kauft das Roster von Heroic und will damit Flashpoint als Ersatz für BIG aufmischen. BIG spielt lieber in der ESL Pro League (EPL) mit. Nur wenige Tage später wird bekannt, dass es3tag das Team wechselt. Flashpoint leidet scheinbar unter akutem Teilnehmermangel.

Neue Liga! Aber wer soll eigentlich mitmachen?

Die eigentliche Idee hinter Flashpoint: Teams bezahlen eine Eintrittsgebühr, um einen festen Spot für das Turnier zu belegen. Von diesem Geld können Teams finanziert werden, die sich durch die Qualifier kämpfen und keine finanzstarke Organisation hinter sich haben.

So können diese sich aufs Trainieren und Spielen konzentrieren. Die “Founding Members” bekommen dafür eine Umsatzbeteiligung an der Liga.

Das Problem: Von den Teams, die sich tatsächlich für das Turnier qualifiziert haben, ist nur noch eins übrig, Orgless. Chaos, Copenhagen Flames und Havu sind eigentlich ausgeschieden. Da aber nicht genug Founding Member gefunden wurden, dürfen sie jetzt doch mitspielen.

Flashpoint rudert zurück

Es musste also ein neuer Plan her. Die neue Idee: Die Founding Member dürfen die erste Season auch spielen, ohne zu zahlen und müssen sich erst danach einkaufen, wenn sie denn weiterhin fester Teil der Liga bleiben wollen.

Durch dieses Angebot wurde dann auch ein Ersatz für das deutsche Team BIG gefunden: FunPlus Phoenix kam als letztes Mitglied und Founding Member. Nun hat die Organisation alle Tweets, die CS:GO betreffen, gelöscht. Informationen gibt es nur durch die Spieler. Was Flashpoint aus der neuen Situation macht, weiß noch niemand.

Unterhaltung ist gegeben

Für die Zuschauer versprach Flashpoint vor allem zwei Dinge. Zum einen eine makellose Produktion ohne technische Delays und mit ansprechenden Interviews und guter Show. Und man muss ihnen definitiv zugute halten, dass sie diese Versprechen bisher einhalten. Das neuartige Gruppenseeding hat für gute Matches und viel Banter zwischen den Teams gesorgt.

Zum anderen sollte es die Liga mit dem höchsten Unterhaltungsfaktor werden. Dieses Ziel haben sie definitiv auch erreicht, das liegt aber nicht nur an den Castern und den Matches. Top-Thema auf Twitter war immer wieder, wie sehr sich die Liga selbst zum Witz macht.

Vor allem Duncan “Thorin” Shields, das bekannteste Gesicht der Organisation, hat sich mit dem ein oder anderen Tweet selbst ins Bein geschossen. Nach einem Witz darüber, dass die EPL nun online gespielt wird, muss er selbst zugeben, dass Flashpoint Online gespielt werden muss.

Was bleibt unterm Strich?

Für die Zuschauer der Liga ändert sich fast nichts. Die Liga ist weiterhin sehr unterhaltsam anzuschauen, auch ohne Top-Teams. Insofern macht Flashpoint einen sehr guten Job. Trotzdem wird es interessant zu sehen, welche Teams denn tatsächlich in der Liga bleiben.

Der hohe Buy-In könnte abschrecken, wenn für die nächste Season keine Tier 1-Organisationen dazustoßen. In diesem Fall wird es fraglich sein, ob die Liga ihr aktuelles Geschäftsmodell aufrecht erhalten kann.

Flashpoint ist die aktuell wohl kurioseste Liga, die CS:GO zu bieten hat. Und alleine das dürfte für Fans Grund genug sein, sie auch nächstes Jahr wiedersehen zu wollen.

Schaut ihr Flashpoint? Was haltet ihr von der Liga? Sagt es uns auf Twitter, Instagram und Facebook!

Bildquelle: DreamHack
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